Aus der US Wirtschaft werden heute verschiedene Berichte veröffentlicht, wobei der wichtigste wohl der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung auf dem Privatsektor sein dürfte, dessen Bekanntgabe für 13:15 MGZ vorgesehen ist. Diese Beschäftigungsdaten vermitteln eine Vorahnung auf die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten (NFP) am Freitag. Der ADP-Bericht neigt für gewöhnlich dazu zu einem raschen Richtungswechsel beim USD Handel zu führen, wobei angesichts der Veränderungen bei der Beschäftigungslage in der vergangenen Woche die Möglichkeit besteht, dass es zu einem überraschenden Aufschwung kommen könne, was den Kurs des USD im Laufe des Tages drücken dürfte.

Beim heutigen frühen Handel ist mit gesteigerter Volatilität zu rechnen da in rascher Abfolge etliche Wirtschaftsberichte aus Großbritannien, Kanada und den USA veröffentlicht werden. Die amerikanische Liquidität wird voraussichtlich erhöht sein, und Kanada wird zu den heutigen Marktbewegungen mit der Bekanntgabe seiner Inflationsdaten und seiner Handelsbilanz beitragen.

Bernankes nüchterne Einschätzung der Wirtschaftslage der USA beim Jackson Hole Symposium in Wyoming führte zunächst dazu, dass viele Investoren sich dem Dollar zuwandten, quasi als Vertrauensvotum dafür, dass weitere Maßnahmen ergriffen würden, was allerdings bislang nicht der Fall war. Eine plötzliche Hinwendung zu höhere Erträge erzielenden Anlagen führte beim späten Handel am Freitag zu heftigen Kursschwankungen beim US Dollar, dessen Kurs sich derzeit bei den Tiefs der vergangenen Woche bewegt.

Während sich die Woche dem Ende neigt wird erwartet, dass das Statement des US Notenbankpräsidenten Ben Bernanke beim Jackson Hole Symposium am Wochenende für Unruhe an den Devisenmärkten sorgen wird. Man nimmt an, dass ein Update der dritten Runde der geldmarktpolitischen Erleichterungen bekannt gegeben wird.

Der japanische Yen (JPY) war gestern rückläufig, nachdem die Bank of Japan (BOJ) bekannt gab sie werde mit rund $ 100 Mrd. intervenieren, um die zunehmende Stärke der japanischen Währung einzudämmen. Durch diese Maßnahme der BOJ ist die Zukunft der Stärke des Yen zwar noch unbestimmt, doch dürfte sich dieser in den nächsten Tagen erst einmal rückläufig verhalten.

Der gestern veröffentlichte Bericht über den amerikanischen Immobilienmarkt zeigt Händlern einen plötzlichen Verlust an Stärke bei den Kern-Anlagewerten der amerikanischen Wirtschaft. Obwohl der Wohnungsmarkt nur einen Teil der wirtschaftlichen Stärke der USA ausmacht, hat er doch weiterreichende Auswirkungen über Haus- und Wohnungseinrichtungen, Einzelhandelsumsätze, Darlehen, Kredite, Verbraucherstimmung und wirtschaftliche Aussichten. So verhalf der gestrige Abwärtsknick dem Dollar beim späten Handel zu leichten Kursverlusten.

Die gestrigen Daten des amerikanischen Immobilienmarkts zeigten einen Anstieg der Hypothekenvergehen gegenüber dem Vormonat und offenbarten einen Einbruch bei der Zahl der Haushalte, die in der Lage gewesen sind ihre Hypothekenschulden zu begleichen.

Die heutigen Wirtschaftspublikationen werden sehr Euro-lastig sein. Beim frühen Handel kann wahrscheinlich mit erhöhter Liquidität gerechnet werden, da die Veröffentlichung etlicher Wirtschaftsdaten in rasch nacheinander erfolgen wird. Am wichtigsten dürften dabei die Bekanntgaben der französischen und deutschen Blitzdaten für den Dienstleistungs- und Fertigungssektor sein.

Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeichneten ein schwaches Bild des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die wöchentlichen Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in den USA stiegen stärker an als prognostiziert und erreichten 408.000 in der vergangenen Woche. Ein Bericht über das Wohnungswesen zeigte eine Flaute beim Anstieg von Hypothekendarlehen, und die Daten des Konjunkturberichts des Fed-Distriktes Philadelphia fielen unter das Ergebnis des vergangenen Monats. Die britischen Einzelhandelsumsätze lagen unter den Erwartungen, und auch Kanadas führender Index fiel geringer aus als noch im Monat Juli. Bislang wirkten sich diese Nachrichten nur positiv auf die Kurse des USD, des JPY und des CHF aus, da Händler das Risiko meiden.

Der Schweizer Franken (CHF) handelte gestern mit größtenteils bullischen Ergebnissen als sich Händler weltweit von riskanteren Anlagewerten abwandten. Das erfolgte nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) ein recht zahmes Statement abgab, das weder geeignet war die Währungen seiner Nachbarn zu stützen, noch einen Tiefstpreis für die eigene in die Höhe schießende Währung zu setzen. Händler nahmen das Statement der SNB zum Anlass in den gestrigen frühen Handelsstunden kräftig in den Schweizer Franken zu investieren.

Aus der US Wirtschaft werden heute die Berichte über den Erzeugerpreisindex und die Rohöllagerbestände veröffentlicht. Sollten diese Nachrichten enttäuschend ausfallen besteht die Möglichkeit, dass weiteres Investment in die Sicherheit des USD angelegt wird.

Heute werden um 9:30 MGZ die nicht ganz unbedeutsamen Berichte zu den Inflationsdaten auf Verbraucher- und Einzelhandelsebene für Großbritannien bekannt gegeben. Sollten die Daten einen Stillstand beim inflationärem Wachstum signalisieren, kann es sein, dass wir in den vor uns liegenden Tagen und Wochen gesteigerte Hinwendung zu Sicherheit beobachten können, was in der Folge den Kurs des GBP drücken dürfte.

Die Stimmung in der Eurozone ist ins Negative umgeschlagen, weshalb viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler in dieser Woche Richtung Sicherheit orientieren werden. Weitere negative Nachrichten aus den Haupt-Weltwirtschaften dürften den EUR Kurs weiter nach unten drücken, während Investoren das Risiko meiden. Da in etlichen europäischern Staaten heute ein gesetzlicher Feiertag begangen wird dürfte sich die Liquidität an den Märkten voraussichtlich auf ein Minimum beschränken, was dem EUR helfen könnte überaus heftige Kurseinbrüche abzuwehren.

Die in der vergangenen Woche für den Monat Juli veröffentlichten ADP und NFP Arbeitsmarktberichte zeigten drastische Anstiege bei neuen Arbeitsplätzen, wobei die ADP Zahlen für den Privatsektor sogar 14 Monate kontinuierliches Wachstum aufwiesen. Die gestrigen Zahlen für Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung scheinen diesen Trend fortzusetzen, denn mit nur 395.000 lag man etwa 10.000 besser als ursprünglich prognostiziert.

Dem Kursabsturz des USD wurde gestern Einhalt geboten, nachdem die US Notenbank am Dienstag bekannt gab, dass sie den Leitzinssatz für die nächsten zwei Jahre bei nahe Null Prozent belassen werde. Bislang hat diese Maßnahme der US Notenbank dafür gesorgt einen massiven Abschwung an den Aktienmärkten, wie er am Montag erfolgte, abzuwehren.

Die gestern veröffentlichten Statements der US Notenbank lösten in Handelskreisen eine Welle des Pessimismus aus, da keinerlei Pläne vorgelegt wurden wie man, nach der historischen Herabsetzung der US Bonität durch S&P’s, gedenkt der finanziellen Schwäche zu begegnen.

Moody’s Investor Services verteidigte gestern sein AAA Kredit-Rating für die USA und versuchte so einem heftigeren Einbruch an der Wall Street zuvorzukommen und bestätigte gleichzeitig den USD und US Staatsanleihen als stabile Wertedepots an den unsicheren Weltmärkten.

Obwohl Experten davon ausgehen, dass die Herabsetzung des US Kredit-Ratings von AAA auf AA+ durch die Rating-Agentur S&P’s sich allgemein rückläufig auf den USD auswirken wird, wurde ein kräftiger Abschwung am heutigen Montagmorgen von fortgesetzten Aufkäufen von Staatsanleihen durch europäische Investoren im Schach gehalten. Eine andere Sichtweise besagt, dass obwohl das Rating auf lange Sicht gesehen ausländische Aufkäufe von US Staatanleihen reduzieren könnte, diejenigen die in solche Werte investieren im Moment kaum eine Alternative haben, die es mit den Kursen der US Papiere aufnehmen könnten.

Die wichtigste Wirtschaftspublikation dürften heute die Daten des US Arbeitsmarktberichts (NFP) sein. Sollten die heutigen Daten ein moderates Wachstum auf dem Beschäftigungssektor der größten Volkswirtschaft aufweisen, eine Einschätzung die noch vor Tagen nahezu unmöglich schien, besteht die Möglichkeit, dass mehr und mehr Investitionen in Richtung des Dollar fließen werden, da Investoren vor der Unsicherheit die Europa heimsucht zu flüchten versuchen.

Die Wirtschaftsnachrichten dieser Woche ließen Händler die Märkte mit Pessimismus betrachten, obwohl der gestrige Handel so verlief als ließe sich kein Safe-Hafen finden. Es gab auch kaum Nachrichten die dem Pessimismus an den Devisenmärkten entgegenwirken könnten. Händler untersuchen nun die Details der Vereinbarung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze, um festzustellen wann, wenn überhaupt, mit einer Rückkehr der Risikofreudigkeit zu rechnen ist.

Aus der US Wirtschaft werden heute mehrere Berichte veröffentlicht, wobei am wichtigsten wohl um 13:15 MGZ die Bekanntgabe des ADP Berichts zu Änderungen bei der Beschäftigungslage (NFP) auf dem privaten Sektor sein dürfte. Diese Daten vermitteln eine Vorahnung auf den Arbeitsmarktbericht (NFP) vom kommenden Freitag. Der ADP Bericht neigt dazu einen raschen Richtungswechsel des USD-Kurses beim Handel zu bewirken. Angesichts der Veränderungen auf dem Arbeitsmarktsektor in den vergangenen Wochen besteht die Möglichkeit einer überraschenden Aufwärtswende, was den USD-Kurs im Verlauf des heutigen Tages drücken könnte.

Der Hinweis darauf, dass eine Einigung über eine Anhebung der Schuldenobergrenze zwischen den beiden Parteien des US Kongress erzielt wurde, ließ den Kurs des US Dollar beim frühen Handel gestern Morgen ansteigen. Äußerst symptomatisch für eine solch emotionale Verhandlungsführung ist die Tatsache, dass über Art und Umfang der Einigung von der Führung der Republikaner und den Demokraten im Weißen Haus separat berichtet wurde, wobei es geringfügige Diskrepanzen beim Umfang gab. Folglich kam es zu einem Rückzug vom Dollar bis weitere Einzelheiten bekannt werden.

Risikofreudigkeit und Markt-Volatilität dürften heute leicht erhöht sein, während sich Investoren, angesichts der Tatsache dass morgen der Stichtag zur Anhebung der US Schuldenobergrenze bevorsteht, auf das kräftige Auf und Ab vorbereiten, welches voraussichtlich vor ihnen liegt.