Die europäische Gemeinschaftswährung Euro verbuchte am gestrigen Donnerstag Kursgewinne gegen einen Großteil der Hauptwährungen. Zuvor wurden US-Konjunkturdaten veröffentlicht, die über den Erwartungen der Märkte lagen. Darüber hinaus sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache für einen starken Euro aus und erklärte, dass unter anderem Europas Einheitswährung eine Grundlage für Wohlstand in Deutschland bilde.

Das Währungspaar USD/JPY verzeichnet in den letzten 6 Handelstagen fortlaufend Kursverluste, während japanische Exporteure die Landeswährung Yen kaufen. Der einseitige Handel sowie die heftigen Kursverluste könnten Japans Finanzminister dazu veranlassen, zu Beginn des neuen Jahres erneut in den Markt zu intervenieren.

Die für 9:00 MGZ vorgesehene Bekanntgabe des M3 Geld-Berichts könnte dazu beitragen, dass der Eurokurs heute beim frühen Handel ansteigt, sollte der Bericht die Wachstumserwartungen übertreffen, was auf Zunahme bei den Ausgaben und Investitionen sowie bei der Inflation schließen lässt. Das um 9:30 MGZ erwartete KOF Konjunkturbarometer der Schweiz könnte bei der heutigen schwachen Marktlage die Volatilität unter den CHF-Paarungen ein wenig ankurbeln.

Beim heute zu erwartenden schwachen Handel werden Anleger ihr Augenmerk darauf richten, ob es dem US-Dollar gelingt, den Aufschwung, den er in der vergangenen Woche erfuhr, fortzusetzen. Der für später am Tag erwartete Bericht über das US Verbrauchervertrauen des Conference Boards sollte Händlern Aufschluss über die allgemeine Kursentwicklung des Dollar geben, während sich das Jahr 2010 dem Ende zuneigt.

Die Märkte zeigten sich im Übernachthandel relativ verhalten, da durch den Mangel an Wirtschaftsnachrichten ein Umfeld geringer Liquidität geschaffen wurde. Dennoch gab es zum Beginn der Woche einige sprunghafte Kursbewegungen. Die EUR/USD-Paarung fiel seit gestern Abend unter den Wert von 1,3100 und die GBP/USD-Paarung sank um über 40 Pips. Händler sollten sich heute bewusst sein, dass die kleinste Aktivität am Markt, ohne erkennbaren Grund, heftige Kursbewegungen auslösen kann.

Die Ölpreise markierten am gestrigen Donnerstag ein neues 2-Jahreshoch über der Marke von $91 pro Barrel. Händler nannten Optimismus versprechende Konjunkturdaten aus den USA als Ursache für die Höhernotierungen am Ölmarkt.

Ein Rückgang der US-Ölbestände auf 5,3 Mio. Barrel ließ die Ölpreise gestern steigen. Heute Morgen kostete ein Barrel Rohöl über $90,65. Analysten hatten steigende Ölpreise vor der Feiertagssaison bereits angekündigt. Die OPEC will die Preise in 2011 unter der Marke von $100 pro Fass halten.

Der Euro verzeichnete gestern weitere Kursverluste aufgrund von Befürchtungen, dass die Kredit-Ratings für Portugal und Griechenland in naher Zukunft herabgesetzt werden könnten. Dieses hatte einen positiven Effekt auf Rohstoffpreise, hier insbesondere auf Rohöl, dass derzeit nahe dem Preis von $ 90 pro Barrel gehandelt wird.

Der Euro handelte im Vergleich zum Dollar nahe dem tiefsten Kurs seit zwei Wochen, da weiterhin Bedenken bestehen, dass die europäischen Nationen und Banken ausreichend Mittel bereitstellen können um der europäischen Schuldenkrise zu begegnen. Zum Schweizer Franken sank der Euro auf den tiefsten Stand aller Zeiten, wobei die Schweizer Währung, zusammen mit dem US-Dollar und dem japanischen Yen, in schwierigen Zeiten Nutznießer ihres vermeintlichen Safe-Hafen-Status sind.

Verwirrung darüber, ob und wenn der Finanz-Rettungsplan für Irland in Kraft treten wird führten dazu, dass der Eurokurs im Übernachthandel seine Kursverluste der vergangenen Woche fortsetzte. Im Vergleich zum USD fiel die 16-Nationen-Währung bis auf 1,3126 bevor sie sich wieder leicht erholte. Derzeit handelt die Paarung um den Wert von 1,3150. Ob der Euro in der Lage sein wird diese jüngsten Verluste wieder gutzumachen hängt größtenteils von den Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone ab.

Der Euro profitiert weiterhin aus der Tatsache, dass die EU dabei ist einen Mechanismus zu schaffen, der verhindern soll, dass es zukünftig zu Finanzkrisen kommt wie jüngst in Griechenland und in Irland geschehen. Seit letzter Nacht ist die EUR/USD-Paarung um 60 Pips gestiegen und handelt derzeit um den Wert von 1,3270. Ob sich dieser Aufwärtstrend fortsetzen wird bleibt abzuwarten. Händler sollten jedoch den Berichten vom europäischen Wirtschaftsgipfel große Aufmerksamkeit schenken und auf evtl. Hinweise hinsichtlich neuer wirtschaftlicher Strategien innerhalb der Eurozone achten.

Die Androhung durch Moodys Spanien aufgrund seiner Staatsschulden ein niedrigeres Rating zu erteilen veranlasste Investoren sich dem Dollar zuzuwenden, was wiederum dazu führte, dass Gold- und Silberpreise fielen. Der Rohölpreis konnte sich dem allgemeinen Preisrückgang bei Rohstoffen widersetzen, da besser als erwartete Bestandszahlen dazu beitrugen den Preis zu stützen.

Das unerwartet positive Ergebnis des Tankan-Berichts, der die Stimmung und Erwartungen der großen japanischen Industrieunternehmen widerspiegelt, könnte dem Yen beim heutigen Handel im Vergleich zu einigen seiner europäischen Rivalen, wie dem EUR und dem GBP, Aufschwung verleihen, trotz der derzeitigen Abwärtsbewegung verglichen zu CHF und USD. Händler sollten davon ausgehen, dass das Ergebnis des Tankan-Berichts sich generell auf den heutigen Handel auswirken und den Kurs des Yen, verglichen zu den anderen Währungsrivalen, positiv beeinflussen wird.

Das Hauptthema für den Handel in dieser Woche dürfte nach wie vor die europäische Schuldenkrise sein. Es wird jetzt weitgehend davon ausgegangen, dass es dem irischen Rettungsplan nicht gelungen ist die Märkte zu beruhigen und dass die mögliche Gefahr einer Ausweitung der Schuldenkrise weiterhin rückläufigen Druck auf den Kurs des Euro ausübt.

Der Euro zum Dollar handelte nahe dem tiefsten Wert seit über einer Woche da Bedenken hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise fortbestehen und die Nachfrage nach dem Euro dämpfen. Die 16-Nationen-Währung verzeichnet im Vergleich zum Dollar einen wöchentlichen Kursverlust nachdem Fitch Ratings das Rating für Irland herabgestuft hat.

Der US-Dollar verzeichnet gestern Kursgewinne im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner, da Anleger ihr Hauptaugenmerk auf die Tatsache legten, dass in den USA die Steuersenkungen ausgedehnt werden. Man hofft, dass die Steuersenkungen dazu beitragen werden die sich abmühende US-amerikanische Wirtschaft zu stabilisieren. Der Dollar reagierte positiv auf die Nachrichten und erreichte Spitzenwerte im Vergleich zum Yen. Ob der Dollar diesen positiven Schwung beibehalten kann hängt zu einem Großteil von den US Arbeitslosenzahlen für diese Woche ab, die später am Tag bekannt gegeben werden.

Der US-Dollar stieg beim New Yorker Handel und schloss, verglichen zu den anderen Hauptwährungen, höher, was die Rohstoffpreise drückte. Ein Übereinkommen zwischen Präsident Obama und republikanischen Kongressabgeordneten die Steuersenkungen der Bush-Aera fortzusetzen kurbelte den Dollar-Kauf an. Anleger beobachten derzeit sehr genau die Haushaltsdebatte in Irland, die sich als sehr kontrovers erweisen dürfte.

In Europa ist die größte Sorge nach wie vor eine Ausbreitung der Kreditkrise innerhalb der Eurozone. Das Rettungspaket für Irland konnte die Marktteilnehmer nur kurzzeitig beruhigen. Viele Händler haben damit begonnen, ihre EUR-Positionen zur Gewinnmitnahme zu schließen.

Die letzte Handelswoche endete mit der Veröffentlichung enttäuschender NFP-Daten aus den USA. Im Monat November wurden nur 39.000 neue Jobs geschaffen, Beschäftigungszahlen, die weit unter den Prognosen der Experten lagen. In der Folge kletterten der Japanische Yen und Rohstoffkurse wie Gold und Rohöl in die Höhe. Der US-Dollar wiederum verlor gegenüber den übrigen Hauptwährungen.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen USD – USD fällt nach besseren Daten aus US-Wohnungswesen Am Donnerstag wertete der US-Dollar gegen risikoreiche Gegenwährungen ab. Zuvor überraschten die schwebenden Hausverkäufe in den USA mit einem kräftigen Anstieg um gut 10% die Marktteilnehmer. Im September war der Index der ausstehenden Hausverkäufe noch [...]

Positive Zahlen aus dem privaten Wirtschaftssektor in den USA stützen die Aktienkurse und gewinnträchtige Währungen wie den Australischen Dollar. Dollar und Yen werden kräftig verkauft, während der Euro zum ersten Mal in sieben Tagen Kursgewinne gegen den US-Dollar verbucht.