Die bemerkenswertesten Trends der vergangenen Woche waren der Kursaufschwung beim japanischen Yen und der Anstieg beim Rohölpreis. Beide Trends erfolgten als Reaktion auf die wachsenden Unruhen in Libyen welche inzwischen die Öllieferungen des Landes um zwei Drittel reduziert haben. Neben den Unruhen in Libyen dürfte diese Woche auch ein anderes wichtiges Ereignis Einfluss auf das Marktgeschehen haben – die Veröffentlichung des Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP).
Der japanische Yen lag gestern im Vergleich zum US Dollar nur 0,4% unter dem höchsten Stand seit drei Wochen, während der Schweizer Franken auf ein Rekordhoch kletterte und der Rohölpreis aufgrund der Unruhen in Libyen den höchsten Stand seit 29 Monaten verzeichnete, alles Anzeichen für gestiegene Nachfrage für sicherere Anlagewerte.
Nach einem Aufschwung an den weltweiten Aktienmärkten sank der Kurs des US Dollar zum Euro. Der Aufschwung veranlasste Investoren sich vom Dollar ab- und höhere Erträge erzielenden Anlagewerten zuzuwenden. Aufgrund des neuerlichen Optimismus am Markt könnten Händler eine Fortsetzung des leichten Abwärtstrends beim Dollar beobachten.
Nach den gewalttätigen Unruhen in Libyen und im Jemen sowie den Protesten im Iran stieg der Rohölpreis auf den bislang höchsten Stand in diesem Jahr. Während sich die Unruhen ausweiten scheinen Rohöl und der US Dollar von der geopolitischen Risikovermeidung zu profitieren.
Der bemerkenswerteste Trend der vergangenen Woche war der Kursaufschwung des Euro. Am Freitag gaben Spekulationen, die EZB werde noch im Februar den Leitzinssatz erhöhen, dem Euro erneuten Anschub. Heute werden aus der Eurozone diverse Wirtschaftspublikationen erwartet. Wird der Euro heute seinen Aufschwung fortsetzen?
Eine Kombination aus den Spannungen im Mittleren Osten, erneuter Besorgnis über die Schuldenlage der Eurozone und schwachen US Arbeitsmarktdaten sorgten in den vergangenen 24 Stunden für erhebliche Kursgewinne beim Schweizer Franken. Es scheint, als könne der Safe-Hafen CHF solange im Aufwind bleiben, wie diese drei Faktoren die Schlagzeilen beherrschen.
Nach einem Aufschwung an den weltweiten Aktienmärkten verzeichnete der US Dollar gestern einen Kursabfall zum Euro. Der Aufschwung veranlasste Investoren sich höhere Erträge erzielenden Anlagen zuzuwenden und sich von Safe-Hafen, wie dem USD, abzuwenden. Aufgrund des jüngsten Marktoptimismus könnten sich Händler für riskantere Anlagen entscheiden, was den leichten Abwärtstrend beim Dollar fortsetzen dürfte.
Beim gestrigen Handel verzeichnete das britische Pfund Sterling erhebliche Kursanstiege, während der australische Dollar Abstriche hinnehmen musste.
Der heutige Tag wird gespickt sein mit wichtigen Wirtschaftspublikationen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA. Die ungewöhnlich große Zahl der bedeutsamen Wirtschaftsnachrichten wird beim heutigen Börsengang sehr wahrscheinlich für heftige Volatilität sorgen. Händler sollten dementsprechend vorbereitet sein.
Händler, die sich sichereren, geringere Erträge erzielenden Währungen zuwenden, scheinen bei der Kurskorrektur der Haupt-Währungspaarungen der ausschlaggebende Faktor zu sein. Der USD und der JPY, die in Zeiten einer angestrengten Marktsituation als sicherer als andere Währungen angesehen werden, dürften sich weiter der Nachfrage erfreuen, da Investoren sich von riskanteren Anlagewerten fernhalten.
Bedenken, dass die Staaten der Eurozone nicht genug unternehmen würden um die Schuldenlage der Region zu bewältigen, veranlasste viele Händler sich von europäischen Anlagen zurückzuziehen und sich nach sichereren Investments umzusehen. Bis dato ist der Kursrückgang zwar relativ gering, doch könnten zusätzliche negative Daten die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck setzen, sollten nicht bald Maßnahmen ergriffen werden um das Verbrauchervertrauen zu stärken.
Nach den gestrigen Kursverlusten könnte der US Dollar heute gegebenenfalls wieder einen Kursanstieg verzeichnen, vorausgesetzt Beschäftigungszahlen für diese Woche treten ein wie vorausgesagt. Experten sagen derzeit eine Zahl von etwa 411.000 vorher, was, sollte sich das bewahrheiten, auf einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in den USA deuten würde.
Der Euro verzeichnete Kursgewinne zu Dollar und Yen beim späten Handel am Dienstag, da gute Ergebnisse an den japanischen Aktienmärkten Investoren dazu veranlasste in die Risikobehaftete Währung zu investieren. So sank der Dollar gar unter den 2-Wochen-Tiefstand, den er am Montag erzielt hatte. Zum gestrigen Börsenschluss war der Euro auf 1,3630 angestiegen gegenüber $ 1,3590 vom Montagabend.
Nach der Bekanntgabe der enttäuschenden deutschen Industrie-Auftragseingänge begann der gestrige Handel mit einem kräftigen Rückgang beim Euro-Kurs. Angefacht von Spekulationen die EZB könne im März, als Antwort auf steigende Inflation, den Leitzinssatz erhöhen, gelang es dem Euro im Laufe des Tages die meisten seiner Kursverluste wieder auszugleichen.
Nach enttäuschenden Arbeitsmarktdaten verzeichnete der Dollar-Kurs Anstiege zu den Haupt-Währungen, was wieder einmal die Schwierigkeiten ins Blickfeld rückte, der sich die US-Notenbank bei der Behebung der US Arbeitslosigkeit stellen muss.
Nach den jüngsten Hochs verzeichnete der Euro Kursrückgänge aufgrund zahmer Äußerungen seitens der EZB und positiver Beschäftigungsdaten aus den USA. Falls die gestrigen Wirtschaftsdaten ein Hinweis auf die heutigen Arbeitsmarktzahlen sein sollten, so könnte der Dollarkurs kräftig ansteigen.
Die gestrige Eskalation der Unruhen in Ägypten zwischen den Anhängern Präsident Mubaraks und jenen, die seine Amtsenthebung fordern, verstärkte die allgemeine Unsicherheit in der Region, was Investoren veranlasste sich von ihrer zuvor gezeigten Risikobereitschaft zu verabschieden.
Heute sollten Händler ihre Aufmerksamkeit auf die Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) richten. Dieser Indikator sorgt an den Märkten stets für heftige Volatilität bei den Haupt-Währungspaarungen. Händler sollten vielleicht bis nach der Bekanntgabe um 13:15 MGZ abwarten bevor sie ins Marktgeschehen eingreifen.
Im Übernachthandel war es dem Euro möglich gewesen sich oberhalb des Wertes von 1,3700 zum US Dollar zu halten, da Experten eine Erhöhung des Leitzinssatzes der Eurozone in nächster Zeit vorhersagten. Diese erwartete Erhöhung überwog die Bedenken von Investoren hinsichtlich einer Ausweitung der Unruhen in Ägypten, die zuvor riskantere Anlagen wie den Euro in Abschwung versetzten.


