Nachdem das griechische Parlament gestern zugunsten des Sparhaushalts abgestimmt hatte, fingen die meisten Händler an, in Erwartung dass es in der Region nunmehr wenigstens für kurze Zeit glatter laufen dürfte, ihre Portfolios in Richtung höhere Erträge erzielende Anlagen zu verlagern.

Die meisten Händler werden heute das Ergebnis der Abstimmung im griechischen Parlament über den neuen Sparhaushalt mit Spannung erwarten, um je nach Abstimmungsergebnis ihr Investment-Portfolio entsprechend anzugleichen.

Regionale Investoren erwarten in dieser Woche einen technischen Abschwung für das britische Pfund Sterling, nachdem diverse Berichte den Schluss nahe legten, dass die Währung einen Ausbruch aus einem langfristigen bullischen Channel verzeichnete. Grund hierfür sind Berichte die über mehrere Monate Rückläufigkeit auf dem Fertigungssektor aufwiesen, sowie Bedenken, dass die Inflation den Sommer über immer mehr abflacht und Analysten, die ein flaues zweites Quartal prognostizieren.

Sorgen über die Schuldenlage stehen im Mittelpunkt des Interesses in der Eurozone, während höhere Erträge erzielende Anlagen, wie das GBP und der EUR, wahrscheinlich erhebliche Kursverluste zu verzeichnen haben werden, falls sie nicht in der Lage sein sollten der ahnungsvollen Vorsicht und Investitionsmüdigkeit unter regionalen Investoren zu begegnen.

Die verschiedenen Fertigungs- und Dienstleistungsdaten, die gestern in Europa veröffentlicht wurden, zeichneten ein düsteres Bild des Fertigungssektors der Eurozone. Analysten erwarten dass der USD einen weiteren Kursaufschwung verzeichnen könnte, da die Leitzinsunterschiede zwischen den USA und Europa aus dem Blickfeld verschwunden sind und Händler sich viel mehr an der wirtschaftlichen Stagnation in Europa im 2. Quartal 2011 festgebissen haben.

Die US Immobiliendaten übertrafen gestern alle Erwartungen als die Bundesaufsichtsbehörde für das Wohnungswesen, das Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO), einen Bericht veröffentlichte der auswies, dass Fannie Mae and Freddie Mac im vergangenen Monat einen Hypothekenanstieg um etwa 0,8% verzeichneten. Am Tag zuvor hatte die US-Immobilienmaklerlobby, die National Association of Realtors, bekannt gegeben, dass die Eigenheimverkäufe aus Bestand ebenfalls den Erwartungen entsprachen. Hier könnte sich möglicherweise abzeichnen, dass der US Immobilienmarkt vor einem Wendepunkt steht, falls sich die derzeitige Wachstumsentwicklung so fortsetzen sollte.

Die US Wirtschaft wird heute ihre Entscheidung hinsichtlich des kurzzeitigen Leitzinses der US-Zentralbank, auch bekannt als Federal Funds Rate, veröffentlichen. Angesichts der Stimmung die von der Zentralbank in den letzten Wochen vermittelt wurde ist mit einer Angleichung des Zinssatzes nicht zu rechnen. Unverhohlene Angriffslust könnte zu weiterer Risikofreudigkeit führen und den USD Kurs im Verlauf der Woche weiter sinken lassen.

In der Eurozone werden heute die Berichte über das Verbrauchervertrauen veröffentlicht, wobei der wichtigste wohl die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sein dürften. Viele Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auf die Wirtschaft der Eurozone, nachdem die gestrigen Schuldengespräche kein Ergebnis zeitigten. Viele Händler scheinen darauf zu spekulieren, dass es noch in letzter Minute zu einer Einigung hinsichtlich eines Rettungspakets für Griechenland kommen werde, was folglich zu einer Verlagerung der Risikofreudigkeit führt wovon der EUR profitieren würde.

Der Kurs des EUR zum US Dollar blieb unverändert während regionale Investoren sich über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Das Hin und Her zwischen Bären und Bullen war bis heute Morgen ziemlich ausgeglichen, da aus der Gerüchteküche zu hören war, dass Griechenland sich angeblich längst ein neues finanzielles Rettungspaket hat sichern können. Mit dem heutigen Beginn des ECOFIN Treffens dürften nunmehr sehr bald die tatsächlichen Maßnahmen zur Rettung Griechenlands bekannt gegeben werden, was in dieser Woche zu erheblichen Kursschwankungen führen wird.

Nach dem Rücktritt des demokratischen Abgeordneten Anthony Weiner (D-NY), aufgrund des jüngsten Skandals, wird die Debatte der Republikaner zum Wochenschluss die Kritik an Präsident Obamas Wirtschaftspolitik richtig auf Touren bringen, was sich möglicherweise negativ auf die Stimmungslage in den USA auswirken könnte, wie sich im heutigen Stimmungsbericht der Universität von Michigan (UoM) zeigen wird. Der US Dollar wird aufgrund dessen jedoch kaum Schwäche zeigen, da er gemeinhin in Zeiten der Risikovermeidung positive Ergebnisse verzeichnet.

Die US Wirtschaft wird heute die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen bekannt geben, wie auch einen weiteren Konjunkturbericht, diesmal aus Philadelphia. Nachdem der Empire State Konjunkturbericht einen kräftigen Abschwung in New York zu verzeichnen hatte, könnte heute der Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia für einen Umschwung an den Märkten sorgen. Händler sollten diese Entwicklung genau im Auge behalten, um Hinweise auf die industriellen und Fertigungsaussichten für das 2. Quartal zu erhalten.

Die gestrigen positiven US Daten der Einzelhandelsumsätze und des Erzeugerpreisindexes zusammen mit den grundsoliden britischen Zahlen des Verbraucherpreisindexes und der neuesten Inflationsdaten haben einen Kursanstieg bei den riskanteren Anlagen verursacht, da Investoren nach größerem Wachstum in ihren Portfolios streben. EUR, GBP und AUD verzeichneten beim Börsengang am Dienstag Kursanstiege zum US Dollar, die zum Handelsschluss hin leicht zurückgingen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich dieser Trend im Vorfeld der vielen Wirtschaftspublikationen heute fortsetzen wird.

Das britische Statistikamt wird heute diverse bedeutsame Wirtschaftsberichte veröffentlichen, wobei die wichtigsten die für 9:30 MGZ vorgesehenen Zahlen des Verbraucherpreisindexes und die neuesten Inflationsdaten sind. In den USA werden die Daten der Einzelhandelsumsätze und des Erzeugerpreisindexes bekannt gegeben.

In dieser Woche werden Händler hin und her gerissen sein zwischen ihrer Haltung zu dem unterschiedlichen Leitzinssätzen, die den EUR favorisieren dürfte und ihrer Haltung zur Schuldenlage, die sie den USD bevorzugen ließe. Beide Optionen lassen nichts Gutes für die Weltwirtschaft erahnen. Welche allerdings die Oberhand gewinnen wird, hängt davon ab welche Wirtschaftsdaten in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

In Erwartung einer Reihe negativer US Wirtschaftsdaten und bei sinkenden Beliebtheitswerten für Präsident Obama hätte der Euro eigentlich einen kräftigen Anstieg zu seinem atlantischen Rivalen verzeichnen sollen, falls dieser aus den gestrigen kämpferischen Ankündigungen zum Leitzinssatz und dessen möglicherweise bevorstehender Anhebung hätte Nutzen ziehen können.

Heute Morgen verzeichnete der Euro einen Anstieg zum US Dollar und die Paarung erreichte nahe 1,4700 den höchsten Stand seit einem Monat um kurz darauf in einen moderaten Abschwung zu verfallen. Die schwachen amerikanischen Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche zwangen viele Investoren, die nach den nebulösen Statements der Europäischen Zentralbank (EZB) im letzten Monat den USD kauften, zu einer Neubewertung der Lage. Folglich wird der heutigen Leitzinsentscheidung entsprechend mehr Bedeutung beigemessen.

Die Wirtschaftsdaten aus Japan erwiesen sich am heutigen Morgen zum größten Teil als positiv, da die Leistungsbilanz auf 55 Bio. Anstieg und der M2 Geldmengen-Bericht seine gegenwärtige Wachstumsrate beibehielt. Der Yen könnte heute zwar weitere Kursgewinne verzeichnen, doch scheinen Investoren, nach den Äußerungen von Ben Bernanke am Dienstag, eher geneigt zu sein sich riskanteren Anlagewerten zuzuwenden.

Der Euro konnte seinen in jüngster Zeit recht stabilen Kurs zum US Dollar nicht halten, da Investoren sich über die Richtung der 17-Nationen-Währung uneins waren. Rückläufigkeit gewann die Oberhand als aus der Gerüchteküche vermeldet wurde, dass Griechenlands Antwort auf das neuerliche Aufflammen seiner Schuldensituation alles andere als verständnisvoll sei. Die daraus erwachsende offenbare Unsicherheit ließ den Kurs der EUR/USD-Paarung sinken.

Nachdem die Arbeitsmarktdaten (NFP) vom Freitag überraschenderweise einen Stillstand auf dem US Beschäftigungssektor aufwiesen, scheint es als würden sich Händler nur sehr zögerlich dem Dollar zuwenden, um Verluste in ihren Portfolios abzuwehren. Bislang hat die Eurozone von dieser Verlagerung profitieren können, da ein schwacher Dollar im Vergleich zur europäischen Haupt-Währung den Europäern in nächster Zeit mehr Kaufkraft bieten dürfte.

In Erwartung des heutigen US Arbeitsmarktbericht (NFP) scheinen Händler ihren fast unerschütterlichen Optimismus hinsichtlich der Stabilität ihrer Portfolios verloren zu haben und suchten einstweilen Zuflucht bei Sicherheitsanlagen. Die US Wirtschaft hat bislang von solchen Verlagerungen profitiert, da ein stärkerer Dollar den Amerikanern in nächster Zeit mehr Kaufkraft verleihen wird.

Die EUR/USD-Paarung sank von seinem gestrigen 3-Wochen-Hoch kontinuierlich bis auf 1,4340 was erst beim frühen heutigen Handel abebbte. Eine technische Deckelung die nahe 1,4450 ausgelöst wurde drückte die Paarung gestern abwärts, und die Herabsetzung des griechischen Kredit-Ratings durch Moody’s Investor Services machte das Ganze nur noch schlimmer. Die rückläufige Stimmung scheint heute Morgen die Oberhand zu gewinnen.

Im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen schnitt der Euro in letzter Zeit am besten ab, während Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten Griechenlands, seine Schuldenkrise zu bewältigen, richteten. Spekulanten haben sogar darauf gesetzt, dass Griechenland das möglicherweise ohne Umschuldung erreichen könne, was dem Euro Aufschwung verlieh, ungeachtet seines ansonsten schwachen Abschneidens im vergangenen Monat.