Der Dollar verzeichnete gestern Kursrückgänge, als ein Aufschwung an den Aktienmärkten für größere Risikofreudigkeit an den Devisenmärkten sorgte. Folglich wurden geringere Erträge erzielende Währungen, wie der US Dollar und der Yen verkauft. Heute, am Tag vor der Bekanntgabe des Arbeitsmarktberichts am Freitag, sollten Händler die Veröffentlichung der wöchentlichen US Arbeitslosenzahlen beachten.

Zu Beginn des gestrigen europäischen Handels war der Dollar rückläufig, doch sorgten die Äußerungen James Bullards, dem Präsidenten der Zentralbank von St. Louis, für eine Umkehr dieses Trends. Jedoch büßte der Dollar bis zum Handelsschluss die meisten seiner Kursgewinne für den Tag wieder ein. Der Yen wurde allenthalben verkauft, und es sieht so aus, als würde sich dieser Trend fortsetzen. Heute Nachmittag sollten Händler die für 12:15 MGZ vorgesehene Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) beachten.

Der Dollar verzeichnete gestern einen Kursrückgang zu den Haupt-Währungen während Händler weiterhin den Dollar zur Finanzierung von Carry Trades verwenden. Positive US Verbraucher- und Immobilien-Daten ermutigten die Wiederaufnahme dieses langzeitigen Trends. Heute dürfte der Fokus auf dem US Verbraucher liegen, da am Nachmittag der Bericht über das Verbrauchervertrauen veröffentlicht wird.

Im Vorfeld der Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) am Freitag wird der US Arbeitsmarkt in dieser Woche im Zentrum des Interesses stehen. Zuvor wird noch der äußerst wichtige Bericht über die Kernrate der persönlichen Verbraucherausgaben (PCE) in den USA veröffentlicht. Dieser Bericht ist für die US Notenbank ein maßgeblicher Indikator zur Feststellung der Inflationsrate. Der Bericht über den Immobilienmarkt sowie der nationale ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe werden ebenfalls Aufschluss über den Stand der Konjunkturerholung in den USA geben.

Es scheint allgemeine Übereinstimmung darüber zu bestehen, dass Risikovermeidung an die Märkte zurückkehrt. Trotz der sporadischen Veröffentlichungen positiver Wirtschaftsdaten aus aller Welt, scheint doch der generelle Trend auf ein Abschwächen der Konjunkturbelebung und des Wirtschaftswachstums hinzuweisen. Die Bedenken, dass eine rasche Erholung der Wirtschaft doch wohl nicht stattfinden könnte, führte zu einem massiven Abwenden von riskanteren Anlagewerten und zu einer Flucht in die Sicherheit des US Dollars und des japanischen Yen.

Der Euro weitete am Mittwoch seine Kursverluste zum Dollar aus, als das portugiesische Parlament sich weigerte den Sparplänen der Regierung zuzustimmen, was zum Zusammenbruch der derzeitigen Administration führen könnte. Folglich sank der Kurs des EUR zum USD um 0,6% auf 1,4100.

Der Handel dieser Woche begann mit einem kräftigen Anstieg beim Rohöl, der direkt auf die NATO-Angriffe auf Libyen zurückzuführen ist. Zudem war die wichtigste Entwicklung auf dem Devisenmarkt der ansteigende Euro-Kurs. Erwartungen, dass die EZB im April den Leitzinssatz anheben werde, beeinflussten weiterhin den Markt, und folglich stieg der Kurs der EUR/USD-Paarung auf den höchsten Stand seit 4 Monaten.

Der Preis pro Barrel Rohöl stieg in den vergangenen Tagen an und kletterte beim heutigen morgendlichen Handel auf $ 103,75. Nachdem die Vereinten Nationen begrenzte militärische Maßnahmen genehmigten, um Muammar Gaddafis Angriffe auf Aufständische in Bengasi zu unterbinden, begann der Rohölpreis zu steigen, da man erwartet, dass der Ölnachschub unterbrochen werden könnte.

Die Gruppe der sieben Industrie-Nationen (G7) vereinbarte am Donnerstagabend ein koordiniertes Währungs-Einschreiten, um die japanische Währung zu schwächen. In der Folge fiel der Kurs des Yen um etwa 150 Pips zum US Dollar und um rund 350 Pips zum Euro und zum britischen Pfund Sterling.

Während die Auswirkungen des japanischen Erdbebens/Tsunamis den Kurs des JPY weiter ankurbelten, verzeichnete die japanische Währung kurz vor Beginn des Übernachthandels kräftige Kursgewinne zu praktisch all ihren Haupt-Währungsrivalen. Die USD/JPY-Paarung fiel in nur wenigen Minuten um über 300 Pips und erreichte ein neues Rekord-Tief, bevor sie sich über Nacht ein wenig erholte. Derzeit handelt die Paarung um den Wert von 79,50.

Der US Dollar konnte einige der Kursverluste zu den meisten Haupt-Währungen, die er in den vergangenen Tagen zu verzeichnen hatte, ausgleichen, als neue Daten belegten, dass die weltweite Konjunkturerholung länger auf sich warten lässt, als ursprünglich erwartet. Das führte zu einem Rückgang der Risikofreudigkeit an den Märkten und Investoren wandten sich sicheren Anlagewerten, wie dem Dollar und dem japanischen Yen, zu.

Es wird erwartet, dass die US Notenbank heute den Leitzinssatz unverändert beim gegenwärtigen Stand von nahe null Prozent belassen wird. Die US Zentralbank wird heute eine Einschätzung der derzeitigen Konjunkturlage der weltgrößten Wirtschaftsmacht, und was vielleicht viel wichtiger ist, einen wirtschaftlichen Ausblick für die USA abgeben. Diese dürfte sehr wahrscheinlich kurzzeitig die Richtung des USD beeinflussen.

Die BOE steht heute im Zentrum des Interesses, da erwartet wird, dass die britische Zentralbank den Leitzinssatz auf dem bestehenden Level belassen wird. An den Märkten sieht man jedoch eine 20%-ige Chance, dass beim heutigen Meeting überraschenderweise eine Zinssatzerhöhung beschlossen wird.

Unterstützt von den Ereignissen im Mittleren Osten und vorteilhaften Leitzinsunterschieden stieg der Euro zum US Dollar auf den höchsten Stand seit 4 Monaten. Er wandelte damit die früheren Kursverluste, die erfolgten, nachdem die Rating-Agentur Moody’s das Kredit-Rating für Griechenland herabgesetzt hatte, was für eine negative Zukunftsperspektive sorgte.

Während die gewaltsamen Proteste in Libyen anhalten stieg der Rohölpreis mit § 106,30 pro Barrel auf den höchsten Stand seit September 2008. Unterstützung erhielt der Rohölpreis auch von den positiven US Arbeitsmarktzahlen, die am Freitag veröffentlicht wurden.

Einen Tag vor der Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) machte der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Weg frei für die erste europäische Leitzinserhöhung seit Beginn der Finanzkrise.

Die Aussicht, dass die Europäische Zentralbank heute ihre Bereitschaft unterstreichen wird, den auf Rekordtief befindlichen Leitzinssatz inmitten steigendem Preisdruck zu erhöhen, ließ am Mittwoch den Eurokurs auf den höchsten Stand seit fast vier Monaten ansteigen.

Beim asiatischen Börsengang verzeichnete der US Dollar kaum Bewegung, da Investoren gespannt auf die für 13:15 MGZ vorgesehene Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) warten. Experten sagen voraus, dass die ADP-Daten unter denen des Vormonats liegen werden. Sollte das so eintreten, dürfte das wahrscheinlich zu Rückläufigkeit beim Dollar führen.

Diese Woche könnte sich als richtungweisend für den USD erweisen. Am Freitag dürfte der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) zweifelsohne etwas Licht ins Dunkel bringen, was die Unsicherheit hinsichtlich der Erholung der amerikanischen Wirtschaft betrifft. Der um 12:30 MGZ erwartete Bericht über die US Verbraucherausgaben könnte heute schon einen flüchtigen Blick auf andere Wachstumsaussichten vermitteln, bevor die bedeutsameren Wirtschaftsdaten diese Woche veröffentlicht werden.