Aufgrund der vielen heute und in dieser Woche bevorstehenden Bekanntgaben von Wirtschaftsdaten, insbesondere die der Beschäftigungsdaten und Leitzinssätze, warten viele Händler erst einmal ab, bevor sie in riskantere Anlagewerte investieren. Bei relativ hoher Liquidität dürfte heute mit erheblichen Bewegungen gerechnet werden, obwohl die Liquidität noch etwas gebremst ist, da wir uns gerade am Beginn einer recht volatilen Handelswoche befinden.

Der heutige Wirtschaftskalender schwankt zwischen Daten der japanischen Wirtschaft an frühen Morgen und denen der US Wirtschaft am Nachmittag. Besonderer Fokus wird dabei auf den US amerikanischen Berichten zu Verbraucherpreisen liegen wie auch auf persönlichen Ausgaben und Einkommen.

Die gestrigen Daten des amerikanischen Immobilienmarkts vermitteln mit dem Anstieg bei Verkäufen von Hausneubauten ein positives Bild und zeigen einen expandierenden Markt bei Verbraucherausgaben, Hypotheken und Bankdarlehen.

Die gestrigen Daten über das Verbrauchervertrauen zeigten einen leichten Abwärtsknick gegenüber dm Vormonat. Die Auswirkung dieser Nachricht auf die Devisenmärkte war zwar nur geringfügig, könnte aber längerfristig größer werden, sollten Investitionen und Verbraucherausgaben in den kommenden Monaten ansteigen.

Die heutigen Daten des Verbrauchervertrauen von Conference Board, Inc., (CB), dürfte gemäßigten Optimismus aufweisen, was den Dollar kurzzeitig in Abwärtsbewegung versetzen könnte. Die jüngsten Nachrichten haben wenig dazu beigetragen die derzeitige Richtung an den Devisenmärkten zu ändern, wenngleich die Nachrichten auch für stabile Kurse sorgen können so sie entsprechend den Vorhersagen eintreffen.

Zum Abschluss eines langzeitigen Konsolidierungstrends verzeichnete die EUR/USD-Paarung vergangene Woche einen Anstieg und erzielte ein 4-Tages-Hoch bei 1,3900. Heute Morgen jedoch traf das Paar auf Widerstand und handelt derzeit nahe dem Wert von 1,3865.

Das britische Pfund Sterling (GBP) wird diese Woche mit leichter Aufwärtstendenz beschließen, nachdem Berichte über Einzelhandelsumsätze und Inflation für den zurückliegenden Monat einen kräftigen Aufwärtsknick aufwiesen. Zum US Dollar (USD) handelte das Pfund Sterling mit starker Aufwärtstendenz, während die Rückläufigkeit des Dollar anderen Währungen, insbesondere in Europa, zu Aufschwüngen verhalf.

Die gestrigen Inflationsdaten aus Großbritannien legen die Vermutung nahe, dass, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, der in Europa verbreitete Pessimismus noch nicht den Weg über den Kanal gefunden hat. Ausgaben für die Feiertage und der jüngste Aufschwung bei den Fertigungsdaten sollten den Anstieg des britischen Pfund Sterling in diesem Monat unterstützen.

Die heutigen Daten über amerikanische Inflation und Investments dürften leichten Optimismus aufweisen und den Kurs des Dollar kurzzeitig senken. Die jüngsten Nachrichten haben wenig dazu beigetragen die derzeitige Richtung an den Devisenmärkten zu ändern, wenngleich die Nachrichten auch dazu beitragen könnten die Kurse stabil zu halten, sollten sie in etwa den Prognosen entsprechen. Von dem US Erzeugerpreisindex und den TIC-Langzeit-Anschaffungen wird angenommen, dass sie in diesem Monat stabil bleiben werden, was sich positiv auf den Kurs riskanterer Anlagewerte auswirken könnte, wenngleich es noch weiterer Daten bedarf um das zu bestätigen.

Berichte aus den USA und Kanada über das Verbrauchervertrauen und den Handel zeigten in der vergangenen Woche, dass es um die weltweite Konjunktur etwas besser gestellt ist als von vielen angenommen. Wenngleich mit leichten Defiziten behaftet, wies die Import-Export-Bilanz vom Freitag auf Marktwachstum hin, während in den Vereinigten Staaten und Kanada die Unternehmen begannen saisonale Einstellungen für die bevorstehenden Feiertage vorzunehmen.

Da heute eine ungewöhnlich dichte Nachrichtenlage erwartet wird sind Händler sehr gespannt auf die US Berichte, die ein klareres Bild hinsichtlich Inflation, Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen zeichnen dürften. Heute wird auch der Haushaltssaldo veröffentlicht, wobei dessen Einfluss nicht so hoch sein dürfte wie das beim Bericht über die Einzelhandelsumsätze der Fall sein wird. Händler können sich auf weitere Aufwärtstendenz beim Dollar einstellen, sollten die Nachrichten enttäuschen.

In mehreren Haupt-Volkswirtschaften werden heute verschiedene Berichte zu Handelsaktivitäten und Haushalten veröffentlicht. Nachrichten dieser Art wirken sich für gewöhnlich mit Verzögerung auf das Marktgeschehen aus, jedoch dürfte beim späteren Handel heute mit erhöhtem Handelsvolumen zu rechnen sein. Erwartet werden vor allem die Handelsbilanzen in der Reihenfolge China, Großbritannien, Kanada und USA.

Heute wird es bei der US Notenbank eine ganze Reihe von Reden zum Thema geldmarktpolitische Maßnahmen und konjunkturelle Aussichten geben. Nach der Veröffentlichung dieser Reden dürfte es beim Handel am Nachmittag wahrscheinlich zu erhöhter Liquidität kommen.

Die heutigen kanadischen Wohnungsmarktdaten dürften leichten Optimismus verbreiten, was den Kurs des kanadischen Dollar (CAD) kurzzeitig steigen lassen könnte. Die jüngsten Wirtschaftsnachrichten haben wenig dazu beigetragen die derzeitige Richtung an den Devisenmärkten zu ändern, gleichwohl sie auch bewirken können, dass die Kurse stabil bleiben, sollten die Daten den Prognosen entsprechen.

Die US Banken und die kanadischen Banken werden wegen eines gesetzlichen Feiertags (Columbus Day in USA, Thanksgiving in Kanada) heute geschlossen bleiben. Liquidität wird sich auf ein Minimum beschränken, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass es an den Märkten zu größeren Kursschwankungen kommen wird.

Nach dem jüngsten Statement der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Leitzinssatz, auch bekannt als Mindestbietungssatz, verzeichnete der Euro einen Anstieg zum USD. Der vor dem Statement des EZB Präsidenten Jean-Claude Trichet noch schwächelnde EUR zeigte sich dann an den Märkten recht stabil.

Im Vorfeld des heutigen Treffen der EZB verzeichnete der EUR einen Kursrückgang, da Investoren darauf spekulierten, dass die Europäische Zentralbank den Leitzinssatz senken werde um das Wirtschaftswachstum in der Region anzukurbeln. Das Pfund Sterling verzeichnete ebenfalls einen Kursrückgang, da auch seitens der Bank of England eine Entscheidung bezüglich des Leitzinssatzes und des Programms für den Kauf von Anlagevermögen erwartet wird.

Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) wird heute die wichtigste Wirtschaftspublikation sein, die nach ihrer Veröffentlichung um 12:15 MGZ die Kursentwicklung des USD mit beeinflussen wird. Die anderen Publikationen die sich heute auf die Devisenmärkte auswirken dürften, und dabei insbesondere auf Währungen wie den Dollar und den EUR, sind um 9:00 MGZ der Bericht über die Einzelhandelsumsätze der Eurozone und um 14:30 MGZ der Bericht über die US Rohöllagerbestände. Händlern dürfte sich nach Bekanntgabe dieser wichtigen Daten gute Gelegenheit bieten ins Marktgeschehen einzugreifen.

Der EUR sank auf ein 10-Jahres-Tief zum japanischen Yen während sich die Befürchtungen hinsichtlich einer Zahlungseinstellung Griechenlands verfestigen. Die Gemeinschaftswährung fiel auch unter den Wert von $ 1,33 zum USD als Investoren sich in die Sicherheit des JPY und des US Dollar flüchteten.