Forexfonds
Investmentfonds dürften den meisten Anlegern gut bekannt sein, im Schatten von Aktien-, Renten- und Immobilienfonds entwickelte sich während der letzten Jahre jedoch eine weitere Gattung mit Fokussierung auf den spekulativen Devisenhandel an der Foreign Exchange. Derartige Devisenfonds oder auch Forexfonds sind durchaus den anderen Fondsgattungen vergleichbar, auch hier erfolgt die Einsammlung von Kapital durch eine Investmentgesellschaft mit dem Ziel das Fondsvermögen möglichst gewinnbringend einzusetzen. Der Unterschied besteht schlicht und einfach darin, dass das Fondsmanagement keine Aktien oder Renten kauft, sondern eben Devisen.
Die Teilnahme an einem Forexfonds ist in Abhängigkeit vom jeweiligen Anbieter manchmal bereits ab 100 Euro, in anderen Fällen aber erst ab 10.000 Euro möglich. Dem mit dieser Geldanlage verbundenen Risiko wird versucht durch eine gezielte Risikostreuung Rechnung zu tragen. Da die Fondsgesellschaft über ein entsprechend hohes Tradingkapital verfügt ist es möglich mit vielen Währungen zu handeln was das Verlustrisiko geringer macht als bei einem Einzelanleger mit beschränktem Kapitaleinsatz und damit verbunden beschränkten Möglichkeiten der Diversifizierung.
Neben der angesprochenen Risikominderung ist das wichtigste Argument für ein Engagement in einen derartigen Devisenfonds die unbestreitbare Tatsache, dass ein von vermeintlichen Fachleuten gemanagtes Investment bessere Renditechancen aufweist als die Transaktionen eines durchschnittlichen Traders. Professionelles Forex Trading erfordert zudem einen hohen Zeiteinsatz, den nicht jeder zu leisten imstande bzw. bereit ist.
Was die Nachteile der spekulativen Geldanlage in Devisenfonds anbetrifft so ist an erster Stelle das im Vergleich zu Aktien- oder Immobiliendfonds noch höhere Risiko zu nennen. Auch Profis können mit ihren Entscheidungen falsch liegen, insbesondere Phasen extremer Marktvolatilität sind durch ein besonders hohes Investmentrisiko gekennzeichnet. Des Weiteren müssen natürlich – wie bei allen Fondsgattungen – die Managementgebühren und eventuelle Ausgabeaufschläge berücksichtigt werden.


