Die Volatilitätskennziffer Beta ist ein Gradmesser für das systematische Investmentrisiko im Sinne der Bewertung von Chancen und Risiken eines Basistitels im Vergleich zum Gesamtmarkt.
Diese Vertragsart zeichnet sich durch eine Vereinbarung bezüglich der Lieferung einer bestimmten Menge eines bestimmten Gutes zu einem Zeitpunkt in der Zukunft aus.
Konjunkturindikatoren beschreiben die allgemeine wirtschaftliche Situation anhand bestimmter statistischer Messgrößen.
Nostrokonten sind Konten einer Bank bei einem anderen Kreditinstitut aus der Sicht der Kontoinhaberbank, weshalb im Deutschen auch oft von einem “Unser-Konto” gesprochen wird.
Verantwortlich für die Geld- und Währungspolitik eines bestimmten Währungsraumes zeichnet die jeweilige Notenbank. Das Aufgabenspektrum der nationalen und supranationalen Notenbanken ist sehr unterschiedlich.
Bei Obligationen handelt es sich um auf einen bestimmten Nennwert lautende Teilschuldverschreibungen, die ihrem Inhaber einen fest vereinbarten Zins während eines bestimmten Anlagezeitraums garantieren.
Sehr ähnlich, aber - entgegen weitverbreiteter Darstellung - nicht deckungsgleich sind die beiden Termini Option und Optionsschein, zwei Arten von sog. bedingten Termingeschäften.
Devisenankaufs oder -verkaufsgeschäfte mit feststehendem Erfüllungstermin in der Zukunft ohne entsprechend gegenlaufendes Kassageschäft werden als “Outright” bezeichnet.
Eine Option befindet sich “out-of-the-money” wenn der Terminkurs kleiner als der Ausübungspreis ist (Call-Option) bzw. der Terminkurs größer als der Ausübungspreis ist (Put-Option).
Der Freiverkehrsmarkt der USA für Aktien und Anleihen im Interbankengeschäft ohne zeitliche und örtliche Beschränkungen wird als Over-the-counter Market oder OTC-Markt bezeichnet.
Der Paritätsbegriff findet in verschiedenen Wirtschaftsbereichen Verwendung. Neben der Wechselkursparität (festes Umtauschverhältnis zwischen einer Währung und einer Bezugsgröße) gibt es auch die Kaufkraftparität und die Put-Call-Parität bei Optionsscheinen.
Die Performance einer Anlageform entspricht der prozentualen Wertentwicklung und berücksichtigt im Gegensatz zum jährlichen Effektivzins auch Zinseszins-Effekte.
Devisenkurse werden immer mit vier Nachkommastellen notiert. Die vierte Nachkommastelle wird als Pip bezeichnet und stellt die kleinstmögliche Kursveränderung dar.
Derivative Wertpapiere wie beispielsweise Optionsscheine werden als Plain Vanilla bezeichnet wenn sie nur über typische und keine abweichenden Merkmale verfügen.
Im allgemeinen Sinne eine Sammlung von Objekten einer bestimmten Form bezeichnend wird der Portfolio-Begriff in der Finanzwelt für die Gesamtheit aller Wertpapiere, die ein Anleger besitzt, verwendet.
Hiermit wird jener Zinssatz bezeichnet, zu welchem Kreditbanken in den USA kurzfristige Darlehen an Unternehmen erster Bonität vergeben.
Nicht der realisierte, sondern der unrealisierte Gewinn oder Verlust aus offenen Tradingpositionen bestimmt den Profit & Loss einer Transaktion.
Neben dem Call stellt der Put die zweite Grundvariante eines Optionsgeschäfts dar. Er verbrieft das Recht, eine festgelegte Menge eines bestimmten Basiswerts zu einem a priori bekannten Ausübungspreis zu verkaufen.
Die gleichzeitige und aufeinander abgestimmte Auf- bzw. Abwertung der Währungen innerhalb eines Regimes fester oder Bandbreitenwechselkurse wird auch als Realignment bezeichnet.
Einer bekannten Faustregel folgend sollte das Risiko/Gewinnverhältnis im Devisenhandelsbereich niemals weniger als zu 1 zu 3 betragen.
Die Anwendung verschiedener Techniken beispielsweise der Finanzanalyse mit dem Ziel der Reduzierung des Gesamtrisikos des Anlegerportfolios wird als Risikomanagement bezeichnet.
Wenn Veränderungen von Wechselkursen oder Zinssätzen Wertveränderungen verursachen, so handelt es sich bei dem Aktivum oder Passivum um eine Risikoposition.
Vor allem am Euromarkt üblich zeichet sich diese mittel- bis langfristige Kreditvariante für Unternehmen und Staaten durch einen variablen, an einer Referenzgröße orientierten Zinssatz aus.
Die Reward-to-Variability-Ratio wird im Deutschen als Sharpe-Ratio bezeichnet. Mathematisch stellt sich die Kennzahl als Quotient aus Überschussrendite und Volatilität dar.
Anleger mit bearishen Tendenzen, welche von einer negativen Kursentwicklung überzeugt sind, nehmen an der Börse umgangssprachlich eine Short-Position ein.
Über den Kauf von Derivaten wie Futures, Optionen oder Swaps können die Verluste aus einem risikobehafteten Ursprungsgeschäft über ein entgegengesetzt wirkendes Sicherungsgeschäft begrenzt werden.
Das “Special Drawing Right”, auf deutsch Sonderziehungsrecht, stellt eine durch den IWF im Jahre 1969 künstlich geschaffene, korbbasierte Währung dar.
Der englische Begriff Daytrading als Bezeichnung für taggleiche Geschäfte kann im Deutschen am besten mit “Tagesgeschäft” übersetzt werden.
Es wird die Wertveränderung einer Option bei einer 1%igen Veränderung der impliziten Volatilität beschrieben.
Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse geht die Technische Analyse von einem Kurswert aus, der alle notwendigen Informationen bereits beinhaltet.
Bei Terminkontrakten liegt der Zeitpunkt der Vertragserfüllung, also der Abnahme oder Lieferung einer Ware oder eines Instruments zu einem bestimmten Preis, in der Zukunft.
Terminmärkte zeichnen sich durch Festlegung der gültigen Konditionen wie Preis, Menge und Termin bei Vertragsabschluss sowie Erfüllung zu einem zukünftigen Zeitpunkt aus.
Zu unterscheiden sind die Begriffe Terminvertrag und Terminabschluss. Sie beziehen sich auf zukünftige Austauschvereinbarungen bzgl. Waren oder Verpflichtungen.
Die Veränderung der Prämie bei Optionsscheingeschäften pro Zeiteinheit, mathematisch als 1. Ableitung der Optionsprämie nach dem Zeitfaktor definiert, heißt Theta.
Vergleichbar den Pips der Währungsmärkte wird die kleinste Kursbewegung in Terminmarktverträgen als Pip bezeichnet.
Beschreibt die Zeitspanne, welche eine Anlage benötigt, um ein vorangegangenes Kurshoch wieder zu erreichen.
Wird bei einem Tagesgeldgeschäft die Kassaseite am auf den Abschlusstag folgenden Geschäftstag und die Terminseite am darauf folgenden Geschäftstag fällig, spricht man von Tom/Next-Geschäften.
Bei Trailing-Stop-Orders erfolgt eine automatische Nachzeichnung der aufgebauten Position, sobald eine bestimmte minimale Kursbewegung eintritt.
Als Überbestand wird eine Marktposition bezeichnet, in welcher eine Währung gekauft wird, die sich bisher noch nicht im Besitz des Käufers befand.
Auch die Börse hat ein Monatsultimo, es ist - wie sich leicht erahnen lässt - der letzte Handelstag des jeweiligen Monats.
Wenn der aktuelle Kurswert höher ist als die letzte Börsennotierung, so wurde ein Uptick vollzogen.
An US-Börsen darf eine Aktie nur dann short verkauft werden, wenn der letzte Abschluss vor dem Leerverkauf nicht niedriger ist als der Kurs für das Shortgeschäft selbst.
Bei Termin- oder Futurekontrakten kann aufgrund des Aufbrauchens der ursprünglichen Sicherheitsspanne der “Nachschuss” der Valuation margin notwendig werden.
Bezeichnung des Datums für die Wertstellung von Buchungen im Bankverkehr, insbesondere von Bedeutung im Zusammenhang mit der Zinsverrechnung.
Die wertmäßige Veränderung einer Option bei einer Veränderung der (impliziten) Volatilität um 1% wird mit dem griechischen Wort Vega bezeichnet.
Abhängig vom Ort der Börse und vom gehandelten Instrument ist der Verfalltag als letzter Tag der Ausübungsmöglichkeit der Option bei Optionsgeschäften.
“Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende” - unter diesem Motto wird bei einem bestimmten Kurs der Auftrag zum Schließen einer Position erteilt um die Verluste zu begrenzen.
Bei einem durch die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Märkte gekennzeichneten Anlageverfahren spricht man auch von Vermögensmanagement oder Asset Allocation.
Wenn in der Finanzmathematik von Volatilität gesprochen wird, so ist hiermit ein Maßstab für die Schwankungsbreite bestimmter Finanzmarktparameter wie beispielsweise Aktienkursen oder Zinsen gemeint.
Der Versicherungswert oder auch Volatilitätswert einer Option steigt mit der Volatilität des zugrunde liegenden Basiswerts. Die Option wird hiermit entsprechend teurer.
Wenn von einer Währung gesprochen wird, so versteht man hierunter das durch einen Staat geregelte Geldwesen eines bestimmten Landes oder auch einer privaten Gemeinschaft, insbesondere die Festlegung des Noten- und Münzsystems.
Bindet sich eine Volkswirtschaft im Rahmen eines festen Wechselkurssystems nicht an eine Einzelwährung, sondern an eine aus gewichteten Einzelwährungen bestehende Kunstwährung, so spricht man von einem Währungskorb.
Die Festsetzung der Geldeinheit, der Träger der Geldpolitik sowie die Schaffung von Rahmenbedingungen zur Geldemission und zur Geldmengenkontrolle zählen zu den geldpolitischen Hoheitsaufgaben des Staates.
Wird ein Geschäft in Fremdwährung abgewickelt, wobei der Hin- und Rücktausch zeitlich auseinanderfällt und es sich um ein flexibles Wechselkursverhältnis handelt, so ist das Währungsrisiko zu beachten.
Die Vereinbarung von Basel vom 10. April 1972 zur Bildung eines Interventionssystems zwischen den Währungen der damaligen sechs EG-Staaten wird auch als Währungsschlange bezeichnet.
Eine Währungszone kann sowohl nationaler als auch supranationaler Natur sein, auch regionalisierte Varianten (z. B. auf Basis von Tauschgeld) sind denkbar.
Das System der Wechselkurspolitik - neben fixen und flexiblen Systemen gibt es zahlreiche Sonder- und Zwischenformen - wird als Wechselkursregime bezeichnet.
Wenn ein Kurs schnelle Bewegungen nach oben oder unten macht, die von einer genauso schnellen Umkehrbewegung gefolgt sind, spricht man von “whipsaw”.
Bei der charttechnischen Analyse wird mit den Begriffen Widerstandslinie und Widerstandszone eine obere Kursgrenze bzw. eine obere Bandbreite festgelegt, deren Durchbruch als unwahrscheinlich gilt.
Der Begriff bezeichnet den maximalen Verlust, welcher ein einzelner Fonds oder ein kompletter Index während eines bestimmten Zeitraums verzeichnet.
In der Bundesrepublik Deutschland zeichnet die Deutsche Bundesbank für die monatliche Erstellung der Zahlungsbilanz verantwortlich, die Aufschluss über ökonomische Verflechtungen einer bestimmten Volkswirtschaft mit dem Ausland gibt.
Der Zusammenschluss der zehn Nationen Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Schweden und USA (später auch Schweiz) dient primär der kurzfristigen Kredithilfe für einzelne IWF-Mitgliedsländer.
Zentralbanken sind für die Währungs- und Geldpolitik eines Landes zuständig. Es gibt Zentralbanken auf nationaler und supranationaler Ebene.
Beim sog. Zerobond handelt es sich um ein verzinsliches Wertpapier ohne laufende Zinszahlungen. Der Gewinn des Anlegers errechnet sich aus dem Unterschied zwischen niedrigerem Ausgabekurs und vereinbartem Rückzahlungskurs.
Internationale Zinsdifferenzen mit einer guten Kombination aus Devisengeschäft und Geldmarktanlage auszunutzen ist Ziel eines Zinsarbitragegeschäftes. Kurze Reaktionszeiten sind hierbei grundlegende Voraussetzung.
Vereinfacht dargestellt bezeichnet der Begriff der Zinsparität die Gleichwertigkeit von Anlagen im In- und Ausland aufgrund einer Übereinstimmung von inländischem und ausländischem Zinsniveau zuzüglich der erwarteten Veränderung des Wechselkurses.
Wenn eine Volkswirtschaft sowohl ein Budget- als auch ein Leistungsbilanzdefizit aufzuweisen hat, spricht man meist von einem Zwilligsdefizit, machmal auch als Doppeldefizit bezeichnet.

