Beta Faktor
Einen guten Maßstab für das Marktrisiko im Sinne der Bewertung von Chancen und Risiken einer Investmentalternative stellt der sog. Betafaktor dar. Vereinfacht ausgedrückt kann mit dieser Volatilitätskennziffer die Schwankungsbreite eines bestimmten Basiswertes mit einem zugehörigen Index verglichen werden.
Bei einem theoretischen Beta Faktor von 1 wäre die Volatilität beim Basistitels und beim Index genau gleich, Chancen und Risiken also ebenfalls identisch. Basistitel mit höheren Beta-Werten nehmen überproportional an der Entwicklung des Gesamtmarktes teil, entsprechend höher sind Chancen und Risiken einer Anlage. Genau umgekehrt verhält sich der Fall bei niedrigem Beta, hier reagiert der Basistitel träger als der Gesamtmarkt, die Gewinn-Verlust-Schere ist entsprechend geringer. Die mathematische Herleitung dieser Volatilitätskennziffer ist relativ komplex und soll daher unerwähnt bleiben. Hohe Praxisbedeutung kommt dem Betafaktor insbesondere im Zusammenhang mit der Risikogewichtung von auf marktphasengetriebenen Anlagestrategien basierenden Portfolios zu.


