Realignment
Hierunter versteht man eine gleichzeitige und aufeinander abgestimmte Auf- und Abwertung der Währungen verschiedener Länder innerhalb eines Wechselkursregimes mit festen Wechselkursen oder eines Bandbreitensystems. Die historischen Wurzeln des Realignment befinden sich mit dem Smithsonian Agreement im Jahre 1971, als Wechselkurskorrekturen einer Reihe von Ländern erfolgten.
Die praktische Bedeutung des Realignments soll an zwei Beispielen erläutert werden: Der Einsatz ist zum ersten dann angezeigt, wenn eine Währung unter stetigem Abwertungsdruck steht und die betreffende Zentralbank ansonsten zur Wechselkurszielsicherung die eigene Währung über Käufe stützen müsste. Auf einen zweiten sinnvollen Anwendungsbereich ist bei ständigen Exportüberschüssen hinzuweisen: Im Falle fester Wechselkurse oder eines Bandbreitensystem wäre die Zentralbank verpflichtet das durch die Exportüberschüsse verursachte Fremdwährungsüberangebot immer wieder aufzukaufen um das Wechselkursziel einzuhalten (importierte Inflationsgefahr!).


