Sharpe Ratio
Aus dem Bereich der Performance-Analyse – insbesondere im Zusammenhang mit dem Vergleich von Investmentfonds verwendet – stammt der Begriff der Sharpe-Ratio, im Englischen als Reward-to-Variability-Ratio bezeichnet. Die Kennzahl bringt die Überschussrendite ins Verhältnis zum Gesamtrisiko, steigende Werte stehen für steigende Erträge im Verhältnis zum eingegangenen Risiko.
Eine detailliertere Betrachtung soll folgen: Wie bereits im ersten Absatz angedeutet wird mit der Sharpe-Ratio die Überschussrendite eines Anlageprodukts pro Risikoeinheit ausgedrückt. Die Bedeutung der Kennzahl liegt darin, Produkte mit verschiedenen Renditen und unterschiedlichen Risikostrukturen besser vergleichen zu können. Im Zähler der Berechnung steht die sog. Überschussrendite, welche ausdrückt um wieviel Prozent eine Anlage erfolgreicher war als die sichere Geldmarktanlage (annualisiert). Beispielsweise führt eine Geldmarktrendite von 2,5% und ein Fondsertrag von 6,5% zu einer Überschussrendite von 4%. Im Nenner des Ausdrucks steht die Volatilität, welche das Anlagenrisiko qualifiziert.
Was die Interpretation anbetrifft, drückt eine Sharpe-Ratio > 1 aus, dass eine Mehrrendite im Vergleich zur risikolosen Geldmarktanlage erwirtschaftet werden konnte und gibt zudem das Verhältnis dieser Mehrrendite zum eingegangenen Risiko an. Im umgekehrten Fall (Sharpe-Ratio < 0) konnte dementsprechend noch nicht einmal die Geldmarktverzinsung übertroffen werden. Wer sich also zwischen zwei der Rendite nach vergleichbaren Fonds entscheiden soll, tut gut daran jenen zu wählen, der ceteris paribus die höhere Reward-to-Variability-Ratio besitzt.


