Sicherungsgeschäft
Wenn eine risikobehaftete Geldanlage durch ein entgegengerichtetes Geschäft abgesichert werden soll, so spricht man von Hedging oder ins Deutsche übersetzt auch von einem Sicherungsgeschäft. Der Sinn eines derartigen Geschäftes besteht darin, das einem Ursprungsgeschäft innewohnende Risiko zumindest teilweise zu kompensieren. Hierzu wird ein weiteres risikobehaftetes Geschäft abgeschlossen, das allerdings entgegengesetzt wirkt, wobei eine vollständige Kompensation nur in Ausnahmefällen möglich ist. In der Praxis wird die Absicherung in den allermeisten Fällen durch den Kauf bzw. Verkauf von Derivaten wie Futures, Optionen oder Swaps erreicht.
Ein einfaches Beispiel soll den Grundgedanken eines Sicherungsgeschäfts aufzeigen: Ein Anleger kauft Aktien eines aussichtsreichen Unternehmens, für das er eine positive Entwicklung in unmittelbarer Zukunft sieht. Da das Unternehmen aber noch recht jung ist und zudem noch einer risikoanfälligen Branche angehört sichert er die Transaktion durch den Kauf von Verkaufsoptionen ab (“Protective Puts”). Fallen die Kurse unerwartet und stark, können die Aktien zu dem in der Verkaufsoption ausgewiesenen Preis weit über Marktwert veräußert und der Verlust begrenzt werden.


