Terminmarkt
Für den Begriff des Terminmarktes Wesen kennzeichnend ist die Tatsache, dass die Erfüllung eines Geschäftes in der Zukunft liegt. Handelsgegenstand an Terminmärkten sind also keine physischen Waren oder auch Wertpapiere, sondern Verträge über zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erfüllende Geschäfte. Diese Verträge werden im Börsenjargon oft auch als Derivate oder derivative Instrumente bezeichnet. Unabhängig von der Geschäftserfüllung ist die Festlegung der zugrundeliegenden Konditionen zu sehen: Preis, Menge sowie der Erfüllungstermin werden zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses bestimmt.
Der historische Ursprung von Terminmärkten ist in der Unsicherheit zwischen Käufer und Verkäufer bezüglich zukünftiger Geschäfte zu sehen: Ein Verkäufer befürchtet, dass der Preis seiner Waren bis zum Erfüllungszeitpunkt sinken könnte, beim Käufer sieht es genau umgekehrt aus. Derivative Instrumente können diese Unsicherheit beseitigen. Heute dienen Terminmärkte allerdings primär risikofreudigen Spekulanten als Betätigungsfeld, beispielsweise an der Deutsch-Schweizerischen Terminbörse Eurex lässt sich so in kürzester Zeit viel Geld gewinnen oder natürlich auch verlieren.


