Währungskorb
Werden mehrere Währungen unter Beachtung einer bestimmten Gewichtung zusammengefasst, so spricht man auch von einem Währungskorb. Es handelt sich also gewissermaßen um eine künstlich geschaffene Währung, die praktische Bedeutung ist primär im Bereich der Währungspolitik zu sehen, aber auch Unternehmen nutzen derartige Systeme zum Schutz gegen Wechselkursschwankungen.
Feste Wechselkurssysteme können neben der Bindung an eine Einzelwährung alternativ auch auf der Bindung an einen Währungskorb basieren. Was den Anteil einer einzelnen Währung (also deren Gewichtung) anbetrifft, so wird diese anhand der Bedeutung des entsprechenden Währungsraumes für die eigene Volkswirtschaft festgemacht. Die imaginäre Währung des Korbes ergibt sich aus der anteiligen Zusammenfassung der im Korb enthaltenen Währungen. Legt sich eine Volkswirtschaft auf das beschriebene Wechselkurssystem fest, so ist es Ziel der Währungspolitik, den Kurs zwischen der Inlandswährung und dem Währungskorb konstant zu halten (durch Interventionen am Devisenmarkt etc.). Bekanntestes Praxisbeispiel war die Bindung der Mitgliedsstaaten des Europäischen Währungssystems EWS an die imaginäre Korbwährung ECU.


