Forexpositionen, Devisenfutures und Risiken
Der Handel an der Foreign Exchange besteht – wie bereits angemerkt – vom Grundsatz her schlicht und einfach darin, eine bestimmte Währung für eine andere zu kaufen oder zu verkaufen. Das Ziel des Handelnden liegt dabei auf der Hand: Aus den ständigen Bewegungen am Währungsmarkt möchte er einen Gewinn erzielen.
Im Gegensatz zu den großen Devisenfuture-Märkten bietet der Forex den großen Vorteil, dass er aufgrund kleiner Kontrakte auch für den Kleinanleger interessant ist. Der Anleger kann seine Positionen besser den eigenen Möglichkeiten anpassen und das Risiko wesentlich stärker minimieren. Während ein FX-Konto bei vielen Anbietern bereits mit einer Einlage von 1.000 US-Dollar eröffnet werden kann, sind beim Future-Markt andere Größenordnungen üblich. Zur Verdeutlichung des konkreten Unterschiedes für den Anleger ein kleines Beispiel: Eine Position von 10.000 US-Dollar (“Mini-Lot”) verändert ihren Wert von 1,3000 auf 1,30010. Beim FX-Konto beträgt der Wert der Veränderung nun 10 US-Dollar. Ein Future gleicher Ausgangsposition macht beim kleinstmöglichen Kontrakt eine Bewegung von 62,50 US-Dollar mit.
Wie überall im Leben kommt es auch im Währungsbereich auf die richtige Strategie an. Dies ist ohne Zweifel leichter gesagt als getan, aber entsprechende Erfahrung und ausreichende Hintergrundinformationen helfen ohne Zweifel dabei ein ausgewogenes Risikomanagement zu entwickeln. Es empfiehlt sich in jedem Falle gerade für Anfänger, nicht allzu große Positionen zu handeln, da die Bewegungen gerade im Intraday-Geschäft in der letzten Vergangenheit immer größer wurden. Der konkrete Ablauf des Handelns ist an sich denkbar einfach und sollte auch Anfänger vor keine allzu großen Probleme stellen. Eine ideale Möglichkeit, sich an das Ganze „heranzutasten“ ist die Eröffnung eines sog. Demo-Kontos, welches zahlreiche Broking-Plattformen anbieten.
Entscheidender Vorteil des FX-Kontos im Vergleich zum Devisenfuture-Handel ist die Möglichkeit, die Größe der eigenen Position selbst zu bestimmen. Wer Futures handelt, muss immer einen normalen Kontrakt handeln. Da die entsprechenden Positionen höher ausfallen, ist auch das Risiko entsprechend größer. Konten geringen Volumens laufen so die Gefahr, auch bei kleineren Bewegungen schnell „ausgestoppt“ zu werden. Um einen Future zu bewegen, sollte das Konto mindestens ein Volumen von 10.000 US-Dollar besitzen. Da aber gerade im FX-Bereich viele „Hobby-Spekulanten“ mit sehr geringem Kontovolumen „unterwegs sind“ ist hier der Forex ohne Zweifel die bessere Alternative.
Wenn vom sog. „margin“ die Rede ist, so ist hiermit – wie im letzten Kapitel bereits angemerkt – eine Art Sicherheitsleistung gemeint, welche auf dem Konto des Spekulanten vor dem Trade vorhanden sein muss. Wer am Forex spekuliert leiht sich in gewisser Weise also das Kapital vom Broker. Wie viel Kapital geliehen werden kann, hängt von zwei Faktoren ab: Der Größe des FX-Kontos und dem eingesetzten Hebel. Je höher dieser Hebel gewählt wird umso höher fällt der Gewinn oder auch Verlust des Handelnden aus. Kleinste Bewegungen von nur wenigen Pips können so einen ansehnlichen Gewinn oder auch einen kapitalen Verlust bewirken.


