Acceleration Bands

Price Headley stellt in seinem Werk “Big Trends in Trading” den Indikator Acceleration Bands vor. Grundlegender Vorteil des Ansatzes ist der Meinung Headleys folgend eine deutliche Verbesserung der Bollingerbänder, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung in Trendmärkten und zur Entwicklung von Ausbruchsstrategien.

Der Tradingansatz beruht grundsätzlich auf einer kleinen fundamentalen Basis und diversen Ausbruchsstrategien. Headley bewegt sich in Märkten, welche ein gleichermaßen hohes wie lange anhaltendes Gewinnwachstum versprechen. In diesem Zusammenhang zu nennen sind beispielsweise Biotecs, Technologie oder auch die Telekommunikationsindustrie. Auf das Wesentliche verkürzt geht Headly davon aus, dass sich der optimale Einstiegszeitpunkt in kleinen Ausbrüchen aus schmalen Handelsspannen in der Nähe von Allzeit- oder Jahreshochs finden lässt. Er glaubt belegen zu können, dass die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Gewinnrallye innerhalb einer 15%-Spanne des Jahreshochs besonders signifikant ist. Die Strategie soll auch für Short-Geschäfte in gleichem Maße funktionieren.

Der Ansatz basiert im Wesentlichen also auf einem bewussten Gegensatz zum vor allem bei Anfängern verbreiteten Fehler, welche meinen nur dann Profit erzielen zu können, wenn sie “am Boden” kaufen. Die Acceleration Bands filtern ihrerseits Aktien heraus, welche sich bereits in einem trendartigen Verlauf befinden. Den Nachteil der Bollinger Bänder sieht Headley insbesondere in ihrer zu kurzen Reaktionszeit und dem recht späten Ausbruch der Kurse aus den Bändern.


Analysetechnisch sieht die Berechnung folgendermaßen aus:
Upperband = ( High * ( 1 + 2 * (((( High – Low )/(( High + Low ) / 2 )) * 1000 ) * Factor )))
Lowerband = ( Low * ( 1 – 2 * (((( High – Low )/(( High + Low ) / 2 )) * 1000 ) * Factor )))

Das Ergebnis dieser recht kompliziert anmutenden Formel nach einer Glättung durch einen Moving Average sind zwei recht träge dem Kurs folgende Bänder. Während schwacher Trendpasen wird der Kurs dabei vollständig umhüllt. Es existieren zwei variable Parameter, die Periode und der Verrechnungsfaktor. Der Glättungsgrad und die damit die Bänderträgheit wird durch die Periode bestimmt, der Faktor steuert die notwendige Volatilität der Bewegung des zugrundeliegenden Wertes, um die Bänder verlassen zu können.

Folgerichtig zum Einstiegszeitpunkt (Kurs verlässt die Bandbreite nach oben) sieht Headley den optimalen Ausstiegszeitpunkt beim Wiedereintritt des Kurses in die Acceleration Bänder. Er empfiehlt zudem eine Einstiegssignalbestätigung in der Form abzuwarten, dass sich zwei aufeinanderfolgende Schlusskurse über dem oberen Acceleration Band befinden.

 

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