Advance Decline Gruppe – Advance Decline Line ADLIN – Cumulative Volume Index
Einer der bekanntesten Vertreter aus dem Segment der Advance Decline Indikatoren ist die Advance Decline Line ADLIN. Wesen kennzeichnend für diesen Marktbreiteindikator ist die Abbildung des Verhältnisses aus gestiegenen und gefallenen Werten innerhalb einer bestimmten Periode in Form einer fortlaufenden Summierung. Konkret wird zunächst die Differenz aus gestiegenen und gefallenen Werten gebildet, um diese danach aufzuaddieren, was formelmäßig folgendermaßen aussieht:
adLine(t) = adLine(t-1) + ( adAdv(t) – addec(t) )
Was die Verwertbarkeit der Werte des ADLIN anbetrifft ist in erster Linie auf die Messung des Trends der Marktbreite hinzuweisen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein steigender Index von einem Überhang an steigenden Aktien begleitet wird, ein fallender dagegen von einem Mehr an fallenden Aktien gekennzeichnet ist. Der Indikatorwert soll nun eine Hilfe darstellen, den Verlauf dieser Verteilung abzubilden und so eventuelle Divergenzen und damit einhergehend mögliche Wendepunkte im Chartverlauf auszumachen.
Ausgehend vom ADLIN kommen wir direkt zum Cumulative Volume Index, indem wir nicht die Anzahl, sondern das Volumen der gestiegenen bzw. gefallenen Aktien zur Indikatorberechnung heranziehen. Analog wird also die Differenz aus gestiegenen und gefallenen Aktien gebildet, um diese dann aufzusummieren. Die rechnerische Indikatorermittlung sieht folgendermaßen aus:
CVI(t) = CVI(t-1) + (VolAdv(t) – VolDec(t))
Was die Interpretationsmöglichkeiten anbetrifft gilt das Gesagte zur Advance Decline Line. Vorhandene Divergenzen zwischen Index- und Indikatorentwicklung können auf mögliche Trendwechsel hindeuten.


