Advance Decline Gruppe – Stochastik des Hughes-Breadth-Index
Viele Indikatorausprägungen aus dem Bereich der Advance Decline Gruppe sind sich sehr ähnlich und unterscheiden sich oft nur durch Berechnungs- oder Glättungsperioden. Zumindest ein wenig Neues bringt hier die Stochastik des Hughes-Breadth-Index mit sich, entwickelt von Trevor Chande.
Das Konzept sieht bei diesem Indikator so aus, dass eine fortlaufende Summierung des HBI (Division der Nettoveränderung der gestiegenen und gefallenen Werte durch die Summe der gestiegenen und gefallenen Werte) erfolgt und danach die bekannte Stochastik-Berechnung Verwendung findet. Die Stochastik misst hierbei die Lage des Hughes-Breadth-Index innerhalb einer Maximalspanne der letzten n Tage. Ziel ist dabei die Generierung von konkreten Handelssignale sowie das Ersichtlichmachen von Divergenzen und Extremzuständen. Zur rechnerischen Ermittlung:
HBIcum(t) = (AdAdv(t) – AdDec(t)) / ( AdAdv(t) + AdDec(t)) + HBIcum(t-1)
HHBIcum(n) = Max(HBIcum(t) …. HBIcum(t-n))
LHBIcum(n) = Min(HBIcum(t) …. HBIcum(t-n))
StochHBI(t) = (HBIcum(t) – HHBIcum(n)) / (HHBIcum(n) – LHBIcum(n))
Was den konkreten Wert für die Berechnung der Stochastik anbetrifft sind fünf Tage ein gern genommener Mittelwert, es sind natürlich auch andere Werte möglich. Die Interpretation anbetreffend gelten die grundsätzlichen Möglichkeiten der bekannten Stochastik-Oszillatoren. Bei Indikatorwerten über 80 kann von einem überkauftem Markt und dementsprechend von einer zu erwartenden Korrektur ausgegangen werden. Indikatorwerte geringer als 20 zeigen dagegen überverkaufte Situationen an, es kann eine Rallye erwartet werden. Allerdings sollten auch hier weitere Indikatoren zur Unterstützung herangezogen werden, da Zustände innerhalb der genannten Extremzonen durchaus auch länger andauern können.
Als konkrete Handelssignale oft herangezogen werden die Schnittpunkte zwischen der Signal- und der Indikatorlinie. Bei einem Schnittpunkt zwischen Indikator- und Signallinie von unten nach oben kann von einem Kaufsignal ausgegangen werden, ein Schnittpunkt unterhalb der unteren Extremzone verstärkt dabei die Aussagekräftigkeit des Signals. Analog ist ein Verkaufssignal anzunehmen wenn der Indikator die Signallinie von oben nach unten schneidet, ein starkes Signal ist anzunehmen wenn das Ereignis innerhalb der oberen Extremzone eintritt.


