Alexander’s Filter ALF
Mehr der Vollständigkeit halber an dieser Stelle aufgeführt werden soll der Indikator Alexander’s Filter. Dies soll nicht heißen, dass dieser Indikator wertlos wäre (ganz im Gegenteil!), er bringt jedoch keine wirklich neuen Ansätze im Vergleich zu den bekannten Momentum Indikatoren, ja liefert sogar optisch ein absolut identisches Bild wie Momentum und Rate of Change. Die optische Übereinstimmung und damit Ersetzbarkeit wird auch dadurch nicht beeinflusst, dass beim Momentum absolute statt relative wie bei Alexander’s Filter und Rate of Change Verwendung finden.
Den drei genannten Indikatoransätzen gemeinsam ist die Messung der Kursveränderungen im Verhältnis zum heutigen Schlusskurs. Anstatt der einfachen Differenz zwischen dem aktuellen Schlusskurs und der Vergleichsperiode wie beim Momentum wird bei der Rate of Chance und beim Alexander’s Filter ein Quotient gebildet. Es sei ausdrücklich nochmals darauf hingewiesen, dass die formeltechnisch durchaus unterschiedlich anmutenden Ansätze optisch exakt (!) zum Ergebnis führen.
Die formeltechnische Ermittlung ist recht einfach und nachvollziehbar: Zunächst wird der Quotient aus aktuellem Kurs und Kurs der Vergleichsperiode gebildet, das Ergebnis von 1 abgezogen und dann mit 100 multipliziert. Was die Vergleichsperiode anbetrifft ist dem Analysten viel Spielraum gelassen, gebräuchlich sind Ansätze zwischen 10 und 50 Handelstagen. Die zugehörige Formel sieht folgendermaßen aus:
ALF = (1 – ( Close(t) / Close(t-n) )) * 100
Was die Interpretation anbetrifft sind die im Rahmen der Darstellung der zahlreichen Momentum Indikatoren vorgestellten Anwendungskonzepte anzuführen. Stellvertretend genannt sei die immer beliebte Suche nach Divergenzen zwischen Indikator- und Kursverlauf. Der Indikator ist ein Maß für die hinter einer Bewegung stehende Kraft, steigende Werte signalisieren dementsprechend eine Zunahme dieser Kraft, fallende ein Nachlassen bzw. ein Zunehmen der Kraft einer einsetzenden Gegenbewegung.


