Asymmetrical RSI ARSI

Auf Sylvain Vervoort zurückgehend handelt es sich hierbei um eine Verbesserung des bekannten Standardindikators Relative Strength Index RSI. Den bekannten Schwachpunkten des sehr stark verbreiteten Relative Strength Index – langer Aufenthalt zwischen den Extremzonen, Tendenz zur Mittellinie – wird durch einfache Anpassungen mit dem Ziel eines verbesserten Reaktionsverhaltens und einer deutlicheren Ausbildung von Divergenzen begegnet.

Vom Grundsatz her basiert die Berechnung des ARSI – anlaog dem zu verbessernden Mutterindikator – auf der Summe des Momentums aus steigenden und fallenden Perioden. Im Anschluss daran erfolgt beim Original-RSI eine Glättung über den Berechnungszeitraum mit Hilfe eines Simple Moving Average, beim ARSI hingegen erfolgt die Glättung exponentiell und asymmetrisch. Konkret bestimmt die Ausprägung der Kursveränderung die jeweilige Glättungsintensität: Beim positiven Momentum hängt diese Intensität von der Anzahl der “grünen” Perioden ab, beim negativen Momentum analog von der Anzahl der “roten” Perioden. Die eigentliche Indikatorlinie stellt letztlich einen typischen Oszillator dar.


Die aufgezeigte Verbesserung der Glättungskomponente impliziert die dem Mutterindikator analoge Interpretation des Ganzen: Grundsätzlich zeigt der Oszialltorverlauf die einem Trend innewohnende Stärke an, wobei die beiden verwendeten Extremzonen die Einordnung der Marktsituation erleichtern sollen: Von einem starken Aufwärtstrend, eventuell aber auch von einem überkauften Markt ist in der oberen Extremzone auszugehen, in der unteren entsprechend von einem starken Abwärtstrend oder von einem überverkauften Markt.

Wer den Asymmetrical RSI nutzt sucht in erster Linie nach Divergenzen zwischen Basiswert- und Indikatorverlauf. Beispielsweise kann auf einen möglichen Trendwechsel spekuliert werden, wenn der Basiswert in einem Aufwärtstrend noch neue Höchststände markiert, der Indikator aber nicht mehr. In einem Abwärtstrend sieht das Signal für den möglichen Trendwechsel entsprechend aus: Der Basiswert markiert neue Tiefs, der Oszialltor jedoch nicht mehr.

 

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