2009-04-08
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Leistungsschwache Aktienmärkte lassen USD verlorenes Momentum zurückgewinnen
Der USD hat in den vergangenen zwei Tagen angefangen sich leicht zu erholen. Vom Höchstwert von 1,3575 im Vergleich zum EUR ausgehend handelt der Dollar derzeit um den Wert von 1,3175. Eine noch kräftigere Kurserholung zeichnete sich heute Morgen beim frühen Handel ab, als von der Wall Street schwache Aktiendaten gemeldet wurden. Die trüben wirtschaftlichen Perspektiven für die Aktienmärkte im ersten Quartal veranlassten viele Händler zu Safe-Hafen-Investments zurückzukehren – nämlich dem US-Dollar.
Nachdem er einen kräftigen 70-Punkte-Rückgang zu verzeichnen hatte begann sich der EUR/USD-Kurs zu stabilisieren, gleichwohl er sich immer noch in einer Abwärtsbewegung verharrt. Zum GBP verzeichnete der Dollar ähnliche Kursgewinne und stieg von 1,4950 gestern bis auf 1,4682 in den heutigen frühen Morgenstunden. Überraschenderweise verzeichnete der USD keine großen Kursänderungen zum japanischen Yen, was die Vermutung aufkeimen lässt, dass der JPY ebenfalls als potentielle Safe-Hafen-Währung angesehen wird. Solange sich Aktien und andere Anlagewerte, aufgrund der sich abschwächenden weltweiten Wirtschaft und steigender Metallpreise als leistungsschwach erweisen, könnte der USD seinen jüngst verminderten Safe-Hafen-Status zurückerlangen und zu Werten zurückkehren, die er seit über zwei Wochen nicht erreicht hatte – vielleicht sogar bis zum Wert von 1,3000 am Ende des Tages.
Ein Blick auf die bevorstehenden wirtschaftlichen Publikationen könnte uns erahnen lassen, wie der USD in der zweiten Hälfte dieser Woche abschneiden wird. Der immer mehr an Bedeutung zunehmende Bericht über die Rohöl-Lagerbestände wird später am Tag veröffentlicht. Sollten die Bestände weiter ansteigen könnte das ein Zeichen dafür sein, dass es der Wirtschaft an wirklichem Wachstum mangelt, und insofern könnte der Kurs des USD im Vergleich zu seinen Paarungen und Kreuzen weiter ansteigen. Am Donnerstag erwarten wir natürlich noch die Veröffentlichung von zwei ganz besonders wichtigen Datensätzen: die US-Handelsbilanz und die neuesten US-Arbeitslosenzahlen. Beide werden morgen um 12:30 MGZ bekannt gegeben und dürften großen Einfluss auf den Kurs des Dollar haben.
EUR – Die jüngste Wertminderung des EUR dürfte diese Woche noch kein Ende finden
Der EUR wurde offensichtlich von der jüngsten Erholung des US-Dollar schwer getroffen, und nicht nur von USD allein. Mit Rückgängen im Vergleich zu all seinen Haupt-Währungsrivalen ist der EUR drauf und dran im Rest dieser Handelswoche erhebliche Kursverluste zu verzeichnen. Nachdem er diese Woche schon verglichen zum USD mit 1,3575 gehandelt hat verliert der EUR derzeit an Momentum und könnte von seinem jetzigen Wert sogar bis auf 1,3000 absinken. Im Vergleich zum GBP und zum JPY verzeichnet die 16-Nationen-Währung ähnliche Kursverluste.
Viele Experten sind der Ansicht der Stärkeverlust der Währung der Eurozone sei nicht nur in der ihr innewohnenden Schwäche begründet, sondern in der Tatsache, dass der jüngste Kursaufschwung direkt mit der Erholung an den Aktienmärkten in Verbindung stand. Da Aktien und andere Anlagewerte in dieser Woche eine kräftige Wertminderung hinnehmen mussten, begann die Erholung des EUR zu implodieren. Solange der Aktienmarkt nicht anfängt sich wieder zu erholen wird der EUR seinen Kursverlust fortsetzen, während andere Währungen, wie der USD und der JPY, ihren Safe-Hafen-Status zurückerlangen.
Da aus den regionalen Bereichen der Eurozone fortlaufend negative Wirtschaftsdaten gemeldet werden, wird konsequenterweise die Schwäche des EUR weiterhin zunehmen. Die noch für diese Woche zu erwartenden Wirtschaftsnachrichten sehen auch nicht so aus, als könnten sie dem EUR in irgendeiner Weise Unterstützung angedeihen lassen. Da in der zweiten Wochenhälfte nur sehr wenige Indikatoren veröffentlicht werden, scheint nichts das Abwärts-Momentum des EUR im Vergleich zu seinen verschiedenen Handels-Paarungen aufhalten zu können.
JPY – Mit zurückerlangtem Händler-Vertrauen macht JPY Verluste wett und stabilisiert sich
Etwas überraschend für den Markt kam diese Woche das plötzliche Wiederaufleben der Unterstützung für den JPY. Während er in den vergangenen Tagen im Vergleich zu seinen Währungsrivalen noch durchwegs an Boden verloren hatte, scheint der Yen nun einen Teil seines früheren Safe-Hafen-Status zurückzuerlangen. Da die weltweiten Aktienmärkte dürftige Zahlen für das 1. Quartal veröffentlichten, verzeichnete der USD im Vergleich zu all seinen Währungsrivalen kräftige Kursanstiege, mit Ausnahme des JPY. Mögliche Erklärungen dafür sind entweder, dass der JPY von der Erholung des USD unberührt geblieben ist, was sehr unwahrscheinlich erscheint, oder dass die Suche nach Safe-Hafen-Investments dem Yen ebenfalls etwas Auftrieb verlieh.
Die japanische Währung erfuhr eine etwa 50 Punkte Steigerung verglichen zu all seinen Haupt-Währungspaarungen und -Kreuzen, ausgenommen dem USD zu dem sie derzeit um die 99,70 handelt. Da in dieser Woche nur sehr wenig hinsichtlich der japanischen Wirtschaft veröffentlicht wird, dürften Ereignisse an den Aktienmärkten der Welt sowie um den US-Dollar das Marktgeschehen bis Freitag und in die kommende Woche hinein beeinflussen. Aufgrund des Rückgangs an den weltweiten Aktienmärkten besteht eine klare Möglichkeit, dass niedrige Ertragabwerfende Safe-Hafen-Währungen, wie USD und JPY, während der kommenden Woche einige ihrer jüngst zu verzeichnenden Verluste wieder wett machen können.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf dem Tages-Chart bildet sich ein stark ausgeprägter rückläufiger Channel, dieweil die Paarung sich derzeit im unteren Bereich bewegt. Zusätzlich weisen alle Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart abwärts, was darauf schließen lässt, dass sich der Abwärtstrend noch fortsetzen wird. Zu verkaufen könnte für heute die richtige Strategie sein.
GBP/USD
Es scheint, als hätte diese Paarung ihre zinsbullische Korrektur beendet nachdem sie bei 1,4941 ihren Spitzenwert erreicht hatte. Jetzt zeigt ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass sich der allgemeine Abwärtstrend noch fortsetzen wird. Zu verkaufen könnte für heute die bevorzugte Wahl sein.
USD/JPY
Das Tages-Chart zeigt, dass die Paarung derzeit dem Range Trading in einer sehr begrenzten Handelsspanne unterliegt. Da jedoch der RSI auf dem Tages-Chart unter den 70-Wert gefallen ist scheint es, als könnte sich ein rückläufiges Momentum entwickeln. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
Nachdem sie bei 1,1253 ihren tiefsten Stand erreicht hatte ist diese Paarung einen starken Aufwärtstrend eingegangen und handelt derzeit um den Wert von 1,1490. Jetzt zeigt eine Flag-Formation auf dem 4-Stunden-Chart an, dass in der Aufwärtsbewegung noch viel Kraft steckt.


