2009-04-14
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Trübe Aussichten am Aktienmarkt setzen USD unter Druck
Da in den vergangenen Tagen nur wenig neue Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht wurden haben sich die meisten aktive Investoren an den Aktienmärkten orientiert, die in jüngster Zeit eine leichte Abwärtstendenz verzeichneten. Folglich ging der Kurs des USD im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern ebenfalls leicht zurück. So schloss der Dollar mit leichten Verlusten bei 1,3316 verglichen zum EUR und bei 1,4831 zum britischen Pfund Sterling. Während des frühen heutigen Handels schien sich der USD jedoch wieder etwas erholt zu haben und machte einige seiner Verluste wett. Wir könnten also heute im Verlauf des Tages möglicherweise eine weitere Erholung erleben.
Da für heute einige wichtige Wirtschaftsdaten erwartet werden, könnte der USD während des heutigen Handels sehr viel mehr Volatilität erfahren. Mit neuen Zahlen über die US Einzelhandelsumsätze und Inflationsrate wird die US-Wirtschaft beim heutigen späteren Handel wohl die Triebfeder sein. Außerdem wird gegen Ende des Tages der US-Notenbankpräsident Ben Bernanke eine Rede im Morehouse College in Atlanta zur derzeitigen Finanzkrise halten. Seine Auftritte sorgen stets für Bewegung am Markt, da Händler über mögliche zukünftige Währungspolitische Entscheidungen spekulieren, die sich in kleinen Andeutungen in seinen Reden abzeichnen.
In jüngster Zeit hatten die Aktienmärkte einen relativ starken Einfluss auf den Kurs der einzelnen Währungen. Das liegt daran, dass viele Marktteilnehmer die wirtschaftlichen Indikatoren äußerst genau beobachten, um festzustellen ob schon Anzeichen für eine beginnende Erholung der Wirtschaft auszumachen sind. Dieser hoffnungsvolle Optimismus könnte der Wirtschaft zu einer rascheren Erholung verhelfen, da Spekulation ein immer größer werdender Faktor beim Marktwachstum wird. Sollte das tatsächlich zutreffen, wird sich der USD kurzfristig erholen, langfristig jedoch abschwächen, da sein Safe-Hafen-Status schwindet.
EUR – EUR nicht Markt bestimmend; Händler richten sich am USD aus
Der EUR scheint der Verlierer des gestrigen Tages zu sein, da er im Vergleich zu allen Haupt-Währungen, mit Ausnahme des Dollar, an Boden verlor. Nachdem er gestern mit 1,3316 zu Dollar noch im Plus lag hat der EUR inzwischen alle Kursgewinne wieder verloren und befindet sich derzeit zum Dollar wieder auf Talfahrt. Der Rückgang auf 0,8970 zum Pfund Sterling und auf 132,70 zum japanischen Yen zeigen deutlich die wachsende Schwäche der Währung der Eurozone.
Da aus der Eurozone heute wirtschaftlichen Nachrichten erwartet werden steht zu erwarten, dass in den vor uns liegenden Stunden die 16-Nationen-Währung sich nicht wird von seinen Währungsrivalen absetzen können. Da in der Europäischen Währungsunion in dieser Woche so gut wie keine wichtigen Nachrichten veröffentlicht werden ist es sehr wahrscheinlich, dass die Triebfeder hinter den EUR das GBP und der USD sein werden. Ganz im Gegensatz dazu werden für den USD in dieser Woche eine ganze Anzahl wichtiger Publikationen erscheinen, so dass viele vorhersagen, dass diese Woche der USD das Geschehen am Markt bestimmen wird.
Da der Grad des Vertrauens in das europäische Wirtschaftssystem recht niedrig ist, haben Händler angefangen nach Schwächen in anderen Währungs-Paarungen Ausschau zu halten, um zu entscheiden, welche Position sie beim EUR einnehmen. Ohne einen kräftigen Schock für das System in Form von Lockerung der Geldmarktpolitik, einer reduzierten Leitzinsrate oder einem weiteren Konjunkturpaket wird der EUR nur Mitläufer anstelle von Anführer sein, und andere Welt-Währungen werden seine Richtung und Momentum bestimmen. Händler können davon ausgehen, dass diese Woche der Dollar die Richtung am Markt bestimmen wird.
JPY – JPY verzeichnete den ganzen Tag über Verluste, erholte sich aber beim frühen Handel
Der JPY hat sich in den letzten paar Stunden kräftig erholt. Nachdem er im Vergleich zu den meisten seiner Währungs-Rivalen beständig an Boden verloren hatte, beginnt die japanische Währung nunmehr durch eine Korrektur am Markt seine Verluste wett zu machen. Gestern schloss der Yen bei 100,33 im Vergleich zum USD und handelt derzeit bei 99,67. Nachdem er zum EUR bis auf 134,21 gefallen war handelt der JPY derzeit bei 132,80 verglichen zur 16-Nationen-Währung, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich an der jüngsten Entwicklung etwas ändert.
Da viele Aktien den Druck jüngster Banken- und Wirtschafts-Daten zu spüren bekamen, rückten traditionelle Safe-Hafen-Anlagen immer mehr in den Vordergrund. Die gestrige Abwesenheit wichtiger Wirtschaftsdaten lässt die wachsende Schwäche an den weltweiten Aktienmärkten sehr deutlich werden, und die traditionellen Safe-Hafen-Anlagen reagierten ebenfalls mit Abwärtstrends. Um dieser Abwärtsbewegung Einhalt zu bieten hat der Yen angefangen sich zu erholen, und wird das wahrscheinlich auch noch den ganzen Tag über tun.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Das 4-Stunden-Chart zeigt beachtliche rückläufige Signale, da der zinsbullische Trend anfängt sich umzukehren. Beim RSI bewegt sich die Paarung im überkauften Bereich und beim Slow Stochastic hat sich ein rückläufiges Cross gebildet. Bei den Bollinger Bands hat die Paarung begonnen sich vom oberen Grenzwert auf den unteren zu zu bewegen. Hier könnte sich Händlern heute eine gute Gelegenheit bieten zu verkaufen.
GBP/USD
Am frühen Morgen stieg diese Paarung auf ein Tages-Hoch von 1,4913 und könnte für eine Umkehr bereit sein. Der RSI auf dem Tages- und dem 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich diese Paarung im überkauften Bereich bewegt. Der Slow Stochastic Oszillator auf dem 4-Stunden-Chart zeigt ein rückläufiges Cross. Das könnte ein Anzeichen für einen bevorstehenden Kursrückgang sein. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte hier die richtige Wahl sein.
USD/JPY
Eine Korrektur bei den Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart könnte bevorstehen, da der Kurs den unteren Grenzwert erreicht hat. Das könnte heißen, dass der Kurs eine Korrektur in Richtung oberer Grenzwert einschlägt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute eine kluge Entscheidung sein.
USD/CHF
Die jüngste Abwärtskorrektur könnte die Paarung in den überverkauften Bereich beim RSI auf dem 4-Stunden-Chart gedrängt haben, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur schließen lässt. Beim Slow Stochastic hat sich auf den Charts ein zinsbullisches Cross gebildet, was besagt, dass eine Korrektur der kräftigen Abwärtsbewegung von heute Morgen ansteht. Händler sollten erwägen bei dieser Paarung eine Long-Position einzugehen.


