2009-04-15

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Nervosität an der Wall Street bestimmt weiterhin die Währungsentwicklung
Angesichts der neuerlich gestiegenen Nachfrage nach riskanteren Währungen setzt die US-Währung ihren Aufschwung fort. Der Rückgang an den Aktienmärkten hat Händler dazu veranlasst ihre Positionen bei riskanteren, höhere Erträge abwerfenden Währungen zu reduzieren. Viele der Unsicherheiten an den Devisenmärkten sind auf Gewinn- und Verlustbekanntgaben an der Wall Street zurückzuführen.
In dieser Woche werden wir eine Anzahl von Quartalsergebnissen führender Finanzunternehmen sehen, darunter die US-Banken Citigroup und JP Morgan Chase. Und die Märkte warten nur darauf, dass andere US Unternehmen mit ihren Quartalszahlen folgen. Einige Marktteilnehmer sind der Ansicht, die Ergebnisse dieser Woche könnten Anzeichen dafür bringen, dass das Schlimmste der Finanzkrise überwunden sei, was darauf hinausliefe, dass der USD seine Haupt-Währungspartner noch vor Ablauf dieser Handelswoche überflügeln könnte.
In der vergangenen Woche stieg der USD im Vergleich zum Yen. Ausgelöst wurde dieses durch eine Erholung bei den US Aktien nachdem die US-Bank Wells Fargo kräftige Gewinne verzeichnen konnte. Sollten die US Gewinne Anlass zu der Vermutung geben die USA hätten die Talsohle des wirtschaftlichen Abschwungs durchschritten, gehen Analysten davon aus, dass die Risikofreudigkeit zunehmen könnte, was Druck auf den Yen ausübt und dem Dollar Rückenwind verleihen dürfte.

EUR – Die europäische Währung erholt sich im Vergleich zum Dollar
Beim gestrigen Handel verzeichnete die europäische Währung Kursgewinne im Vergleich zum Dollar, stieg um 1,4% und schloss bei $1,3363. Das britische Pfund Sterling gewann ebenfalls an Boden, stieg um 1,3% und schloss bei $1,4842. Zum japanischen Yen jedoch verlor der EUR recht erheblich, und das kurz bevor am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt der Bericht über die deutschen Großhandelspreise veröffentlicht wird, was weitere Argumente dafür liefert, dass die Europäische Zentralbank den Leitzinssatz weiter senken möge. Es wird erwartet, dass die Großhandelspreise im März gegenüber dem Vorjahr um 7,1% einbrechen werden.
Aufgrund von Befürchtungen, die Offiziellen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden den Leitzinssatz nicht senken um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln könnte jedoch sein, dass sich die Währung der Eurozone in den kommenden Tagen etwas abschwächt. Der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ließ schon letzte Woche verlauten, die Zentralbank suche nach unorthodoxen Wegen die europäische Wirtschaft zu beleben. Einige am Markt vertreten nach wie vor die Ansicht, der EUR sei überladen mit Erwartungen für eine weitere Senkung des Leitzinssatzes und der Aussicht auf unkonventionelle Maßnahmen zur Lockerung der Geldmarktpolitik, so dass sich der EUR verglichen zum Dollar in naher Zukunft recht wacker schlagen wird.

JPY – Carry Trades sind wieder mal Favoriten der Händler
Nach einem 5-Monats-Tief verglichen zum Dollar hat der Yen vergangene Woche angefangen an Stärke zuzulegen, da Befürchtungen hinsichtlich einer sich ausdehnenden Rezession Händler veranlasste sich dem Yen zuzuwenden. Die japanische Währung wird an den Devisenmärkten oftmals als Safe-Hafen betrachtet. Händler könnten in ihrer Suche nach höhere Erträge abwerfenden Währungen ein wenig voreilig gewesen sein, da die weltweiten Aktienmärkte in den zurückliegenden eineinhalb Monaten sich auf schwankendem Boden befanden. Es hat nur sehr wenige konkrete Hinweise auf eine anhaltende wirtschaftliche Erholung gegeben. Das hat dem Yen als Safe-Hafen-Währung wieder einmal Auftrieb verliehen.
Zudem werden Carry Trades erneut immer beliebter. Der japanische Leitzinssatz ist wieder einmal tief im Keller, und andere Nationen bieten erheblich höhere Zinssätze. Aufgrund des schwachen Yen haben sich viele Händler wieder dieser Strategie zugewandt und das hat sich in den zurückliegenden zwei Monaten mit recht erheblichen Erträgen bezahlt gemacht. Hierin könnte ein Anzeichen zu sehen sein, dass die Weltwirtschaft in ihren früheren wirtschaftlichen Kreislauf zurückkehrt.

 

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