2009-04-17
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar aufgrund positiver Wirtschaftsdaten im Aufwind
Der Dollar verzeichnete am Donnerstag Anstiege im Vergleich zu den meisten anderen Haupt-Währungen aufgrund von Spekulationen, dass die US-Wirtschaft beginnt leichte Anzeichen von Stabilisierung zu zeigen, was die Nachfrage nach dem US-Dollar ankurbelte. Wirtschaftsdaten aus den USA wiesen einen Rückgang bei den Arbeitslosenunterstützungs-Erstansprüchen und bei den US Haus-Neubauten aus, sowie eine Verminderung der Rückgangsrate beim verarbeitenden Gewerbe in der Philadelphia Region.
Beim Handel am späten Nachmittag lag der Dollar im Vergleich zum EUR mit $1,3170 um 0,4% im Plus, nachdem er zuvor einen Tages-Höchstkurs von 1,3128 erreicht hatte. Der USD lag zum GBP ebenfalls um 0,4% im Plus bei $1,4917. Zum japanischen Yen jedoch musste der Dollar fast all seine Kursgewinne wieder zurückgeben. Zum Handelsschluss lag er um 0,1% im Minus bei 99,28 Yen.
Der Dollar tendierte dazu in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und finanzieller Unruhe von fallenden Aktien zu profitieren, da Investoren sich anderen Dollar-Nominierten Anlagewerten zuwandten. Auf schlechte Nachrichten reagiert der Dollar oftmals mit Kursanstieg, da er in Perioden der Marktunsicherheit und verminderter Risikofreudigkeit gerne als sichere Geldanlage betrachtet wird. Anzeichen dafür, dass die Weltwirtschaft sich immer noch abmüht sind Zahlen von Donnerstag, die belegen, dass die Wachstumsrate der chinesischen Wirtschaft im 1. Quartal auf den niedrigsten Wert aller Zeiten geschrumpft und die Industrieproduktion der Eurozone im Februar kräftig eingebrochen ist.
Die schwachen weltweiten Wirtschaftsdaten haben die Zuversicht sinken lassen, dass eine globale wirtschaftliche Erholung bevorstehen könnte und demzufolge verzeichnet der Dollar Zuspruch als Safe-Hafen-Währung.
EUR – EUR verliert an Momentum
Die europäische Währung verzeichnete die meisten seiner Kursverluste zum Dollar und lag letztlich bei 1,3177 mit 0,3% im Minus. Zum Yen schloss der EUR bei 130,95 nachdem er während des Tages schon bis zu 1,6% auf 129,37 gefallen war. Der EUR könnte seinen Abschwung im Vergleich zum JPY sogar noch fortsetzen, da er in diesem Monat ohnehin schon auf den niedrigsten Stand gefallen war. Angefacht wurde das durch Mutmaßungen darüber, dass sich die Offiziellen der Europäischen Zentralbank in ihren Vorstellungen darüber, wie man der Rezession ein Ende bereiten kann, nicht einig sind.
Zahlen belegen, dass die Industrieproduktion der Eurozone im Februar gegenüber dem Vorjahr um den Rekordwert von 18,4% geschrumpft ist und dass die Inflationsrate um die Hälfte auf ein Rekordtief zurückgegangen ist. Das verstärkt die Annahme, dass die Wirtschaft des 16-Nationen-Verbunds sich weiter abschwächt und dass eine weitere Leitzinssenkung bevorstehen könnte. Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am 7. Mai bekannt gibt, ob sie dem Beispiel der USA und Großbritanniens folgen wird, indem sie durch das Aufkaufen von Staatsanleihen Geld in die Wirtschaft pumpt. Einige EZB Offizielle haben bereits durchblicken lassen, dass sie eine solche Maßnahme befürworten und auch zu einer Senkung des Leitzinssatzes von derzeit 1,25% auf 1,00% raten.
Experten sind allerdings der Meinung der EUR könne sein rückläufiges Verhalten, aufgrund des Misstrauens des Marktes in die europäischen Konjunkturaussichten, auch weiterhin aufrechterhalten. Später im Monat könnte die europäische Währung gegebenenfalls sogar unter den psychologisch wichtigen Wert von 1,2900 fallen.
JPY – Yen verzeichnet Kursgewinne da China enttäuschendes Bruttoinlandsprodukt ausweist
Am Donnerstag verzeichnete der Yen im Vergleich zum Dollar und anderen Haupt-Währungen einen kräftigen Aufschwung, nachdem bekannt wurde, dass Chinas Wirtschaftswachstumsrate auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gefallen ist, was wiederum Marktteilnehmer, die in Erwartung besserer Zahlen höhere Erträge abwerfende Währungen gekauft hatten, sehr enttäuschte.
Die jährliche Zuwachsrate des chinesischen Bruttoinlandsprodukts ging im 1. Quartal auf 6,1% zurück, gegenüber 6,8% in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres. Das veranlasste Marktteilnehmer ihre Positionen umzukehren und den Yen zurückzukaufen. Die japanische Währung stieg um 0,3% zum USD auf 99,15 Yen und um 2% zum GBP auf 148,63 Yen.
Die größten Kursgewinne verzeichnete die japanische Währung gestern im Vergleich zum australischen und zum neuseeländischen Dollar, da gemutmaßt wird, dass ein Nachlassen des chinesischen Wirtschaftswachstums die weltweite Rezession verstärken wird. Der JPY stieg im Vergleich zum AUD um 2,4% auf 70,69 Yen und verglichen zu NZD um 2,9% auf 56,05 Yen. Diese Kursgewinne könnten sich noch den ganzen April hindurch fortsetzen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Es scheint sich ein kräftiger Durchbruch des oberen Grenzwerts der Bollinger Bands auf dem Stunden-Chart abzuzeichnen, was bedeuten kann, dass eine kurzfristige Aufwärtskorrektur bevorsteht. Das Verengen der Bollinger Bands auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart lässt jedoch darauf schließen, dass sich eine weitere volatile Bewegung ergeben wird. Der jüngste Druck hat gezeigt, dass diese Paarung auch weiterhin einem gewissen Abwärtsdruck unterliegt. Zu verkaufen könnte für heute eine kluge Wahl sein.
GBP/USD
Beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart scheint sich ein zinsbullisches Cross zu bilden, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hinweist. Da andere Oszillatoren zeigen, dass sich der Kurs im neutralen Bereich bewegt und die Bollinger Bands sich auf allen Charts verengen, kann es sein, dass eine volatile Aufwärtsbewegung im Entstehen ist. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute eine gute Strategie sein.
USD/JPY
Nach der gestrigen moderaten Aufwärtsbewegung scheint sich diese Paarung nunmehr zu nivellieren, da alle Oszillatoren und Indikatoren Neutralität anzeigen. Eine Trendumkehr könnte möglicherweise im Entstehen sein, doch sollten Händler lieber auf ein klareres Signal warten, bevor sie bei dieser Paarung heute eine Short-Position einnehmen.
USD/CHF
Die jüngste volatile Aufwärtsbewegung hat den Kurs dieser Paarung bei RSI auf dem Stunden- und 4-Stunden-Chart in den überkauften Bereich gedrängt, was darauf hindeutet, dass eine Abwärtskorrektur im Entstehen ist. Das neuerliche rückläufige Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Entscheidung sein.


