2009-04-22

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Rezessionsängste bringen Dollar Kursgewinne gegenüber EUR
Die Rezessionsangst der Marktteilnehmer vor einer weiteren Verschlechterung der globalen wirtschaftlichen Situation bringt den Dollar aktuell auf ein 5-Monatshoch gegenüber dem EUR. Das Interesse der Investoren an der US-amerikanischen Währung hat sich deutlich gesteigert, während sich eine Risiko-Aversion unter den Anlegern ausbreitet. Analysten zufolge werden sowohl Dollar als auch Yen derzeit von den Händlern klar bevorzugt. Der USD wurde gestern in Tokio um 9:13 Uhr bei $1,2899 zum EUR gehandelt, in New York bei $1,2921.
Zum Australischen und Neuseeländischen Dollar sowie dem CHF verlor die US-Währung um mehr als 1%, nachdem sich die Sorgen um die Bankbilanzen etwas gelegt hatten. Eventuell könnte dies die Anleger erneut veranlassen, in Währungen zu investieren, die höhere Erträge abwerfen. Seitdem sich die Gemüter hinsichtlich des Konjunktureinbruchs leicht beruhigt haben, verlor der Dollar in den vergangenen zwei Monaten über 10% gegenüber AUD und NZD.
Darüber hinaus erklärte US-Finanzminister Geithner, dass die meisten US-Banken ausreichend Kapital hätten, um als gut kapitalisiert zu gelten. Die Märkte erwarten die Stresstest-Ergebnisse der US-Behörden – eine Überprüfung von 19 US-Banken auf ihre Kapitalausstattung. Von diesen hängt ab, ob die Regierung den Banken neues Kapital zukommen lassen muss. Die US-Notenbank will die Ergebnisse am 4. Mai veröffentlichen, nach denen eingeschätzt werden kann, ob die Banken selbst bei einer Verschlechterung der Lage in den nächsten zwei Jahren ausreichend kapitalisiert sind.

EUR – EUR erholt sich nach positivem Ergebnis der ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschlands
Zum ersten Mal seit vier Tagen konnte der EUR zum Yen Boden gutmachen. Der Bericht der ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland verdeutlichte, dass die Stimmung unter Deutschlands Investoren einen neuen Höchststand innerhalb der letzten zwei Jahre erreichte. Auch zum US-Dollar verbesserte sich die europäische Währung, nachdem der ZEW-Index im Vergleich zum Vormonat März von -3,5 Punkten auf 13 Punkte gestiegen war. Der EUR wurde gestern nach einem Anstieg um 0,3% bei 126,84 Yen und 1,2957 Dollar, zuvor 1,2921 Dollar gehandelt. Zunächst war der EUR bis auf 1,2990 Dollar geklettert.
Derzeit verhält sich der Währungsmarkt äußerst volatil, geprägt von täglich extremen Trendumschwüngen. Der ZEW-Stimmungsindikator hatte die Marktteilnehmer mit deutlich verbesserten Werten überrascht. Die EUR-Zugewinne könnten jedoch von kurzer Dauer sein und sind mit Vorsicht zu genießen. Nach wie vor leidet die europäische Währung unter einer geminderten Risikobereitschaft und dem erwarteten deutlichen Wandel der Geld- und Währungspolitik innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB).
Jeder Kursgewinn des EUR ist derzeit eher begrenzt. Bis zum Monatsende könnte die Währung bis auf $1,24 abschwächen. Diese Tendenz ist außerdem auf die Ungewissheit darüber zurückzuführen, welcher unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen sich die Europäische Zentralbank im kommenden Monate bedienen werde. Erwartet wird eine weitere Leitzinssenkung unter das aktuelle Level von 1,25%. Analysten gehen davon aus, dass die EZB darauf zurückgreifen wird, ihr Bankensystem durch die Bereitstellung von Liquidität bei Kreditgewährung und Wachstum zu unterstützen. Welche finanzpolitischen Instrumente dabei zum Einsatz kommen, bleibt jedoch ungewiss.

JPY – Gute Exportzahlen bringen Yen einen zinsbullischen Tag
Japans Währung erreichte gestern einen Kursgewinn gegenüber 15 der 16 meist-gehandelten Währungen. Laut dem japanischen Finanzministerium sei der zollfreie Export im Monat März um 45,6% zurückgegangen, nachdem zuvor im Monat Februar ein Rekordrückgang von 49,4% gemessen wurde. Darüber hinaus verdeutlicht die Handelsbilanz, dass der Konjunktureinbruch in Japan voraussichtlich bereits im letzten Quartal des Jahres etwas abklingen könnte.
Zum Dollar und EUR verbuchte der Yen wieder Gewinne, insbesondere nachdem die Handelsbilanz verdeutlichte, dass die Exporte im Monat März zunahmen. Der JPY kletterte bis auf 98,29 USD, vom gestrigen Stand bei 98,73 USD. Zum EUR verbesserte sich die japanische Währung von 127,81 auf 127,09.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar bewegt sich kürzlich innerhalb einer begrenzten Handelsspanne. Aktuell wird EUR/USD bei 1,2940 gehandelt. Eine doppelte Dojy-Formation auf der Tages-Chart verdeutlicht eine bevorstehende starke Bewegung für das Paar. Das zinsbullische Cross des Slow Stochastic deutet auf eine unmittelbare Aufwärtsbewegung hin. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.

GBP/USD
Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass die rückläufigen Handelsspanne mittlerweile überwunden wurde. Derzeit wird GBP/USD um 1,4640 gehandelt. Darüber hinaus ist der RSI der Stunden-Chart bis unter den “überkauften” Bereich abgeflacht und derzeit aufwärts gerichtet. Der zinsbullische Trend könnte sich fortsetzen. Kaufen scheint hier die beste Strategie für heute zu sein.

USD/JPY
Dieses Paar setzt sein rückläufiges Momentum fort und wird nun um die
98,30-Marke gehandelt. Das abwärts gerichtete Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart zeigt, dass die rückläufige Tendenz weiteres Potenzial in sich trägt. Eventuell könnte USD/JPY noch die 97,6-Marke erreichen.

USD/CHF
Für dieses Paar hat sich in den letzten Tagen nur wenig Bewegung ergeben. USD/CHF wird aktuell bei 1,1680 gehandelt. Eine dreifache Doji-Formation auf der 4-Stunden-Chart lässt eine heftige Entwicklung erwarten, während der MACD abwärts gerichtet ist. Allem Anschein nach, könnte Verkaufen heute die richtige Wahl für dieses Paar sein.

 

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