2008-08-14

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Verbraucherpreisindex auf dem Wirtschaftskalender
Der USD beendete den gestrigen Handel gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner mit gemischten Ergebnissen. Während der ersten Tageshälfte notierte der USD sowohl gegen den EUR als auch gegen den Yen leichter, nachdem die Einzelhandelsumsätze einen Rückgang von 0,1% auswiesen. Experten hatten 0,5% vorausgesagt. Zuvor erreichte Kursgewinne hielten nicht lange an: Neue Besorgnisse um die Benzinversorgung setzten ein, nachdem aus den US-Bestandsaufnahmen hervorging, dass die Rohölvorräte in der vergangenen Woche zurückgegangen waren und einen Tiefstand der letzten zehn Jahre erreicht haben.
Im Anschluss an diese Veröffentlichung schossen die Rohölpreise über $4 pro Barrel in die Höhe und trafen den USD gegenüber dem EUR empfindlich. Die Sorgen um den globalen Konjunkturausblick verstärkten sich wieder einmal. Dennoch konnte sich der USD zu späterer Stunde wieder erholen sowie Boden gutmachen, verbesserte sich gegen den Yen, fiel jedoch gegen den EUR. Des Weiteren stiegen die Importpreise mehr als erwartet, um 1,0% an und erreichten somit einen Wert von 1,7%. Dieser Zunahme war ein starker Anstieg der Preise für Energie und Lebensmittel vorausgegangen. Importgüter verzeichneten die schnellste, je festgehaltene Preissteigerung innerhalb eines Jahres.
Auch heute stehen wieder wichtige Daten für den Dollar an. Der Kern-Verbraucherpreisindex soll sich voraussichtlich von 0,3% des Vormonats um 0,1% verschlechtern. Der Verbraucherpreisindex soll wiederum auf 0,4% zurückgehen. Die Inflation innerhalb der US-Wirtschaft scheint nachzugeben. Einer der einflussreichsten Indikatoren, die Arbeitslosenanträge, sollen sich laut Experten von 455.000 in der letzten Woche um 15.000 Anträge reduzieren. Außerdem wird der Präsident der US-Notenbank von Minneapolis eine Ansprache zu den “Nachwirkungen des finanztechnischen Schocks” halten. Dabei wird deutlich werden, ob sich die US-Notenbank weiterhin in zinsbullischem Stil äußert. Anleger sollten ihr Augenmerk auf die Arbeitslosenzahlen und den Verbraucherpreisindex richten, die den heutigen USD-Trend bestimmen werden.

EUR – Wird EUR nach BIP-Zahlen fallen?
Gestern hatte der EUR gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten zu verzeichnen. Gegen den Dollar schwankte der EUR, während er dem JPY gegenüber anzog. Zu Beginn des gestrigen Handels, stieg der EUR um weniger als 0,1% gegen den USD an, gab jedoch wieder nach, nachdem sich eine Annahme in Europa verstärkte, laut der das Wirtschaftswachstum in der Eurozone stärker lahmte als in den Vereinigten Staaten. Zu späterer Stunde des New Yorker Börsenhandels, wurde die Währung der 15 Nationen bei 0,2% über der 1,4935-Marke gehandelt. Gegenüber dem JPY stieg der EUR um 0,5% an.
Der gestrige Handelstag brachte nur wenige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone. Die einzigen Zahlen waren die der Industrieproduktionen, die unverändert, verglichen mit dem Monat Mai, blieben, jedoch 0,5% unter dem Vorjahresergebnis lagen.
Für heute wird eine ganze Reihe von Veröffentlichungen für den EUR erwartet. Unter anderem stehen sowohl Deutschlands, Frankreichs als auch Europas Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt an. Das BIP gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft hergestellt werden und ist somit ein vorrangiges Maß zur Bestimmung der wirtschaftlichen Lage eines Landes. Für alle Berichte soll sich das BIP heute, laut Experten, verschlechtern. Außerdem wird die EZB heute einen Bericht abgeben, indem es um die Untersuchung der Inflationsrate sowie der aktuellen Wirtschaftslage geht. Darüber hinaus steht auch der Verbraucherpreisindex auf dem europäischen Wirtschaftskalender, der sich in diesem Monat voraussichtlich um 4,1% verbessern soll. Ein solches Ergebnis könnte dem EUR dabei helfen die Verluste der vergangenen Tage wieder etwas auszugleichen, so dass sich der EUR zur Abwechslung auch mal zinsbullisch zeigen könnte.

JPY – JPY-Schwäche setzt sich in vollem Umfang fort
Gegen seine Hauptwährungskontrahenten verzeichnete der JPY gestern Abwärtstrends. Insbesondere gegen den USD und EUR gab der JPY nach. Dem vorausgegangen war die neu entfachte Besorgnis um das eigene Wirtschaftswachstum, nachdem die gestern veröffentlichten Daten verdeutlichten, dass die zweitgrößte Weltwirtschaft sich während des zweiten Quartals um 0,6% verschlechtert hat. Auch das Anziehen der Rohölpreise trug seinen Teil zur JPY-Abwärtstendenz bei, da die Befürchtung nach wie vor besteht, dass hohe Energiepreise die exportorientierte japanische Wirtschaft stärker schwächen wird. Die einzige Veröffentlichung aus Japan, stellte gestern der Tertiary Index dar, der die Ausgaben im Dienstleistungsbereich misst und im Vergleich zum Monat Mai um 0,8% gesunken war. Dies ist bereits der zweite Monat infolge, in dem der Index zurückgeht. Für heute bleibt der JPY abwesend vom Wirtschaftskalender. Anleger sollten Veröffentlichungen aus den USA und der Eurozone achtsam verfolgen, die den JPY im heutigen Handel hauptsächlich bestimmen werden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar hat sich bereits seit einigen Tagen um die 1,4900 konsolidiert, ohne einen bedeutenden Durchbruch zu verzeichnen. Allerdings verengen sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart, was darauf hindeutet, dass eine starke Preisbewegung bevorsteht. Eine gute Strategie könnte heute sein, auf den Durchbruch zu warten, um anschließend dem Markt beizutreten.

GBP/USD
Dieses Paar setzt sein rückläufiges Momentum in vollem Ausmaß fort. Die 1,8650-Marke wurde bereits überwunden. Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass das Paar bis unter den Bereich der Bollinger Bands gefallen ist. Dies könnte bedeuten, dass sich der Abwärtstrend noch weiter ausdehnt. Hier könnte es richtig sein, zu verkaufen.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart bildet sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren Mitte das Paar mittlerweile schwankt. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet. Der nächste Richtpreis könnte bei 110,00 liegen.

USD/CHF
Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint zum Stillstand gekommen zu sein. USD/CHF haben sich nun um die 1,0850-Marke konsolidiert. Auch hier könnte sich eine starke Preisbewegung ergeben, da sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verdichten. Sollte das Paar die 1,0910-Marke durchbrechen, könnte sich ein starkes zinsbullisches Momentum einstellen.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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