2008-08-15
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD bei 5-Monatshoch gegen den EUR – Trend setzt sich wahrscheinlich fort
Der USD setzte gestern seinen aktuellen Anstieg gegenüber den meisten Währungen weiter fort. Dabei erreichte er einen Höchststand der letzten fünfeinhalb Monate und wurde bei 1,4776 gegen den EUR gehandelt. Hauptgrund für den zinsbullischen Trend war der Kern-Verbraucherindex, der sich im Vergleich zum Vormonat um 0,3% verbesserte und damit positiver als erwartet ausfiel. Der Verbraucherpreisindex steigerte sich ebenfalls mehr als Experten voraussagten. Dieser zog um 4,0% auf 0,8% an. Darüber hinaus äußerte sich FOMC-Mitglied Stern auf zinsbullische Weise in seiner Einschätzung der US-Wirtschaft, die sich seiner Meinung nach bereits auf kurze Sicht erholen wird. Der Erdgasbericht Natural Gas Storage ergab eine Höhe von 50 Mrd., was einen Rückgang um 3 Mrd., verglichen mit der Vorwoche bedeutet, sich jedoch nach wie vor in den positive Zahlen bewegt. Nur kurze Zeit nach dieser Veröffentlichung um 2:35 GMT, machte der USD viel Boden gegen den EUR gut. Das Paar fiel um 100 Pips. Nur die Arbeitslosenrate fiel schlechter als prognostiziert aus. Dennoch besser aus als bei der Vormessung mit 450.000 Anträgen. Aber auch diese Zahl konnte dem USD nicht schaden. Die positiven Worte von FOMC-Mitglied Stern taten das ihrige.
Heute stehen einige wichtige Wirtschaftsdaten auf dem US-Kalender, die entscheidende Indikatoren darlegen. Experten erwarten jedoch für die Mehrheit der Indizes negative Entwicklungen, so dass der USD gegebenenfalls leichte Abwärtstendenzen verzeichnen wird. Der Empire State Manufacturing Index, der regionale Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York, wird bei -4,3 erwartet. Dazu kommen die TIC Net Long-Term Transactions, die bei 60,0 Mrd. und 7,0 Mrd. weniger als zur letzten Veröffentlichung vorausgesagt werden. Industrieproduktion soll sich voraussichtlich, verglichen mit dem Vormonat nicht verändern. Eine positive Entwicklung könnte dabei die beiden anderen vorgenannten Indizes dieses Tages aufwiegen. Ein weitaus bedeutenderer Index, der heute veröffentlich wird, ist der Bericht zur vorläufigen Verbraucherstimmung der Universität von Michigan, der Preliminary University of Michigan Consumer Sentiment. Dieser Indikator soll erwartungsgemäß den USD stärken und wird bei 62,0 vorausgesagt, was eine Steigerung von 0,8, bezogen auf den vorangegangenen Monat, bedeuten würde. Bei den zu erwartenden Veränderungen der US-Daten, werden sich voraussichtlich hohe Kursschwankungen für den Dollar ergeben.
Anleger sollten die Marktgeschehnisse heute aufmerksam verfolgen. Es könnten sich gute Gelegenheiten ergeben, aus der Situation der heutigen Kursschwankungen Kapital zu schlagen.
EUR – Europas Wirtschaftsrückgang bringt seine Währung auf 1,45
Im gestrigen Handel ging der EUR gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner zurück. Dies war am deutlichsten beim 1%igen Fall gegen den USD zu spüren. Ursache für diese Entwicklungen sind größtenteils die schlechten Wirtschaftsdaten, die gestern aus der Eurozone veröffentlicht wurden und die sich gegenteilig zur US-Wirtschaft verhalten. Das vorläufige deutsche BIP fiel schlechter als erwartet, bei -0,5% aus. Gleiches gilt für das vorläufige BIP aus Frankreich, dass bei -0,3% lag. Die französischen Non-Farm Payrolls verzeichneten einen 0,1%igen Rückgang, trotz prognostizierter positiven Entwicklungen. Verbraucherpreisindex und Kern-Verbraucherpreisindex wurden bei 4,0% und 1,7% festgelegt, ebenfalls leicht unter den Erwartungen liegend. Der finale deutsche Verbraucherpreisindex fiel wie erwartet bei 0,6% aus. Ebenso das Flash BIP, das bei den vorausgesagten -0,2% ausgegeben wurde. Wieder einmal konnte der EUR den stark positiven Tendenzen aus der US-Wirtschaft und deren Aktienmärkten nicht standhalten. Die15-Nationen-Währung erlebte einen erneuten abwärts tendierenden Augusttag.
Für heute werden keine Veröffentlichungen aus der Eurozone erwartet. Zum Feiertag Mariä Himmelfahrt bleiben die Banken geschlossen. Entwicklungen für den EUR werden sich aus den USD- und JPY-Tendenzen ergeben.
JPY – JPY scheint sich weiterhin innerhalb seiner Kreuzkurse zu verbessern
Gegenüber seinen Währungsgegnern schloss der JPY gestern mit gemischten Ergebnissen. Dabei ging er leicht gegen den USD auf 109,72 zurück. Zum Großteil des gestrigen Handels unterlag er Kurschwankungen. Gegenüber dem EUR konnte der JPY knapp 100 Punkte dazu gewinnen und schloss bei 162,09 um Mitternacht GMT. Aus Japan stammten gestern keine Datenveröffentlichungen und der JPY wurde überwiegend von seinen Währungsgegnern USD und EUR bestimmt. Da es an den Aktienmärkten der USA eher ruhig blieb, ergab sich keine gute Gelegenheit für das beliebte Carry Trading.
Auch am heutigen Tag bleibt Japan wieder abwesend vom Wirtschaftskalender. Anleger sollten ihre Aufmerksamkeit auf den USD richten, da jede Richtungsänderung dieser Währung, ein gesundes Maß an Marktrisikobereitschaft antreiben könnte.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar hat seinen Abwärtstrend gestern weiter fortgesetzt und fiel um fast 200 Pips. Auf der 4-Stunden-Chart ist deutlich zu erkennen, dass der Preis des Paares bis unter die Grenze der Bollinger Bands gefallen ist, was wiederum darauf hindeutet, dass ein weiterer Abwärtstrend bevorsteht. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Verkaufen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart bildet sich eine sehr deutliche rückläufige Handelsspanne aus, in deren unteren Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Alle Oszillatoren der Tages-Chart bewegen sich auf abwärts gerichtetem Territorium. Der Abwärtstrend kann sich weiter fortsetzen. Für heute könnte es für dieses Paar richtig sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Das zinsbullische Momentum dieses Paares setzt sich in vollem Umfang fort. Die 110,20-Marke wurde gestern bereits überschritten. Als nächstes wird das 110,70-Level anvisiert. Sollte ein Durchbruch stattfinden, wird sich voraussichtlich ein weiterer Aufwärtstrend einstellen.
USD/CHF
Gestern durchbrach dieses Paar im Zuge seines zinsbullischen Sprints die 1,0970-Marke. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet. Das Paar könnte bald die 1,1100-Marke antesten. Dies wäre ein Rekord innerhalb der letzten sechs Monate.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


