2009-08-11
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar weitet Kursgewinne gegenüber EUR und Pfund aus
Gestern konnte der US-Dollar weiterhin Boden gegenüber EUR und Pfund gutmachen. Der Dollar-Index, der den Wert des US-Dollars mittels eines Währungskorbs aus sechs Währungen wie z.B. EUR, Britisches Pfund und Yen vergleicht, kletterte am Montag um 0,4% auf 79,31 in die Höhe. Bereits in der vergangenen Woche war der Index um 0,8% gestiegen. Der USD-Handel am Montag war von überraschend positiven Ergebnissen aus den Bereichen US-Arbeitsmarkt, Produktion sowie Verbrauchervertrauen geprägt. Darüber hinaus stützten gestern neue Mutmaßungen den Aufwärtstrend des USD, nach denen die US-Wirtschaft langfristig in einem schnelleren Tempo wachsen würde, als die der Eurozone, Großbritanniens und Japans.
Des Weiteren wird laut Analysten immer deutlicher, dass der USD gegenüber dem EUR stark unterbewertet ist, was dem USD am gestrigen Handelstag zusätzlichen Aufschwung verlieh. Das Paar fiel um 70 Punkte auf 1,4130. Deutlich erholte sich der Dollar ebenfalls gegenüber dem Britischen Pfund, nachdem wiederholt Sorgen um das Bankenwesen Englands und eine Deflation in Erscheinung traten. Dies hatte einen deutlichen Kursabfall für GBP/USD um 235 Punkte bis auf die Marke von 1,6475 zur Folge. Auch zum Kanadischen Dollar verbuchte der USD Kursgewinne. Zuvor rutschte der CAD gestern aufgrund enttäuschender Zahlen aus dem Metall- und Energiesektor ab, von dem Kanadas Wirtschaft hochgradig abhängig ist.
Mit dem Blick auf die Wirtschaftsagenda von heute, können Marktteilnehmer mit einer hohen Volatilität auf den Devisenmärkten rechnen, die sich im Anschluss an den gestrigen Aufwärtstrend des USD einstellen sollte. Im Gegensatz zum Börsengang am Montag, bleiben die USA dem Wirtschaftskalender heute nicht fern. Wichtigste Indikatoren, die den USD-Kurs heute bestimmen werden, sind: Produktivität exklusive Agrar, 2. Quartal, (1. Veröffentlichung) sowie die Lohnstückkosten, 2. Quartal, (1. Veröffentlichung) um 14:30 Uhr und um 16:00 Uhr die US-Lagerbestände und Umsätze im Großhandel für Juni.
EUR – Pfund rutscht ab aufgrund Sorgen um Verschlechterung der englischen Wirtschaft
Das Britische Pfund verzeichnete gestern überraschend starke Kursverluste gegenüber den Hauptwährungen. Wieder einmal ist die konjunkturelle Lage des Inselstaats Ursache für diese Entwicklung. Der Beschluss der Notenbank Englands (BoE), ihre Sonderpolitik der quantitativen Lockerung der Geldmenge zu verstärken sowie ein Einsturz der Aktien aus dem Banken- und Energiesektor am Montag, lösten die Sorge aus, dass die Wirtschaft Englands doch noch in den Abgrund stürzen könnte. In der Eurozone erfuhr der EUR Kursverluste angesichts neu entstandener Spekulationen, dass die europäische Wirtschaft in geringerem Tempo wachsen würde als die US-Wirtschaft. Dies hatte gestern eine gesteigerte Nachfrage nach USD zur Folge und setzte der europäischen Währung weiter zu.
EUR/USD rutschte dementsprechend auf 1,4170 ab. Könnte der glanzvolle EUR-Aufwärtstrend gegenüber dem USD nun ein Ende finden? Derzeit drohen darüber hinaus einigen deutschen Großbanken Herabstufungen, die den EUR-Kurs zunehmend belasten. Das Paar GBP/USD setzte seine Talfahrt gestern um 235 Punkte fort. Englands Wirtschaftslage bleibt im Vergleich zu den USA aktuell stark unsicher. Allem Anschein nach, zeichnen sich auf dem Devisenmarkt Entwicklungen ab, nach denen der US-Dollar sich möglicherweise aktuell auf einem bevorzugten Kurs befindet. Mittelfristig könnte sich hier eine Preiserholung gegenüber GBP und EUR ergeben.
Analysten gehen heute von einer fortdauernden bärischen Tendenz für EUR und GBP gegenüber den Hauptwährungen aus. Hier könnte sich angesichts der aktuell konjunkturellen Begebenheiten ein Börsengang zugunsten des USD ergeben. Eine Reihe wichtiger Indizes aus der Eurozone wird heute die Märkte bestimmen: GB-Handelsbilanz (Juni) und DCLG HPI-Index um 10:30 Uhr. Deutschland – Verbraucherpreise Juli (endgültig) und Großhandelspreise Juli um 08:00 Uhr. Frankreich – Staatshaushalt um 08:45 Uhr. Die Ergebnisse dieser Indikatoren werden sich voraussichtlich stark auf die EUR- und GBP-Crosse des heutigen Handels auswirken.
JPY – JPY gewinnt gegen Hauptwährungen
Am Montag ergaben die japanischen Kern-Bestellungen von Werkzeugmaschinen ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis im Monat Juni. Zum ersten Mal in 4 Monaten ergab sich hier eine Steigerung. Dennoch verdeutlichten weitere japanische Konjunkturdaten, dass sich die Wirtschaft des Inselstaats nach wie vor in einer Notlage befindet. Trotzdem verzeichnete der Yen gestern Kursgewinne gegenüber den meist gehandelten Währungen. GBP/JPY fiel dementsprechend um 280 Punkte auf die Marke bei 159,74. Verluste an den globalen Aktienmärkten führten während des gestrigen Börsengangs zu einem Rückgang risikoreicher Anlagen wie dem GBP. Des Weiteren ergaben sich deutliche Preiskorrekturen für GBP/JPY und USD/JPY, die in den vergangenen Wochen einen zinsbullischen Trend markierten.
Angesichts der sich aktuell wieder destabilisierenden gesamtwirtschaftlichen Lage ergibt sich auch heute eine weitere Gelegenheit für den Yen, seine jüngsten Gewinne auszubauen. Im Hinterkopf zu behalten ist jedoch die Prognose, dass die US-Wirtschaft zum 3. Quartal ein Wirtschaftswachstum ausweisen soll. Heute stehen drei wichtige Indikatoren auf dem japanischen Wirtschaftskalender, die den Kurs des JPY beeinflussen werden: eine Stellungnahme der japanischen Regierung zu Geld- und Währungspolitik, die Overnight Call Rate (Übernachtgeld) sowie eine Pressekonferenz der Bank of Japan. Die Reaktion des JPY-Kurses auf diese Veröffentlichungen könnte ein zinsbullischer Trend sein, der sich heute erneut gegenüber Dollar, Britischem Pfund und EUR fortsetzt.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur stattfindet. Eine gute Entscheidung könnte sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
GBP/USD
Ein neues Cross des Slow Stochastic, Tendenz steigend, hat sich auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine zinsbullische Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
USD/JPY
USD/JPY zeigte sich in den vergangenen 2 Tagen äußerst bärisch und wird aktuell um 96,66 gehandelt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist ebenfalls negativ geneigt und bestätigt diese Tendenz. Der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart signalisiert, dass sich noch heute ein zinsbullischer Umschwung ergeben könnte. Klare Signale abzuwarten, könnte heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Auch hier bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass eine abwärts gerichtete Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Wieder könnte die richtige Strategie lauten: bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald ein bärischer Durchbruch erfolgt.


