2009-08-12
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Gemischte USD-Handelsergebnisse vor FOMC-Bekanntgabe
Am Dienstag ergab sich für den Dollar im Vorfeld der Tagung des FOMC-Gremiums ein Handelstag mit gemischten Ergebnissen. Dabei setzte die amerikanische Währung ihren Aufwärtstrend gegenüber Rohstoffanlagen fort, rutschte leicht gegenüber dem EUR ab und verbuchte schwere Kursverluste gegen Japans Yen. Dementsprechend wurde der US-Dollar heute Morgen um -1,2% bei 95,80 Yen, von zuvor 95,99 Yen gehandelt. Zum EUR fiel der Dollar von gestrigen $1,4149 auf $1,4161 pro EUR.
Das mit Spannung erwartete Ergebnis der Sitzung des FOMC-Gremiums wird heute um 20:15 Uhr veröffentlicht. Noch am Freitag wurde der US-Dollar nicht seinem Rezessionstrend entsprechend gehandelt und kletterte überraschend in die Höhe, nachdem unerwartet positive US-Arbeitsmarktdaten ausgegeben wurden. Die Marktteilnehmer deuteten dies als Zeichen eines sich ankündigenden Rezessionsendes. Möglicherweise profitiert der US-Dollar schlussendlich von optimistischen Konjunkturzahlen der Vereinigten Staaten. Der Zinsentscheid bringt die erste Probe für diesen neuen Trend und wird zeigen, ob die neueste Dollar-Stärke angesichts positiver Wirtschaftszahlen aufrechterhalten werden kann.
Da Analysten nicht von einer Anpassung der Leitzinsrate ausgehen, werden vielmehr jegliche Anhaltspunkte zu einer Fortsetzung, bzw. einer Beendigung der Sonderpolitik der quantitativen Lockerung Marktvolatilität auslösen. Der Offenmarktausschuss, der Rat der US-Notenbank, liefert mit seiner Bekanntgabe eine Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage der weltgrößten Volkswirtschaft. Vor allem werden Konjunkturaussichten bereitgestellt, die voraussichtlich den kurzfristigen USD-Trend bestimmen werden.
EUR – EUR setzt Abwärtstrend gegenüber Yen fort
Der EUR setzt seinen Abwärtstrend gegenüber Japans Yen fort und weitet die Kursverluste auf 1,9% aus. Der Kursabfall verschärfte sich, nachdem die Verbraucherpreise Deutschlands im Juli ihren ersten jährlichen Rückgang in über 22 Jahren markierten und die Frage in den Raum stellten, ob die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsrate auf dem aktuellen Rekordtief belassen wird. Der EUR wurde am späten Montag bei $1,4154, von zuvor $1,4142 gehandelt. Zum Yen notierte Europas Währung bei 135,74 Yen von zuvor 137,32.
Das Britische Pfund setzt seine Kursverluste gegenüber dem Dollar wiederum fort und erreicht mittlerweile einen Stand von $1,6476. Dieser Abwärtsdruck ergab sich für das Pfund aus einer enttäuschenden Handelsbilanz sowie fallenden Aktienkursen heraus, denen eine Talfahrt von Finanztitel vorausging. Da der Finanzsektor einen der größten Märkte der britischen Wirtschaft darstellt, tendieren Aktienmarktentwicklungen in der Regel eine große Wirkung auf den GBP-Wert zu haben. Darüber hinaus investieren Händler derzeit mit Vorsicht im Vorfeld der Stellungnahme der Notenbank von England zur Inflationsrate.
Aus Großbritannien werden heute eine Menge wichtiger Indikatoren erwartet, die den Trend des Pfunds voraussichtlich bis zum Ende der Woche bestimmen werden. Darunter: Arbeitsmarktdaten Juli (Arbeitslosengeldbezieher) um 10:30 Uhr, Quartalsbericht der Bank of England (BoE) zur Inflation sowie der Index des Durchschnittseinkommens um 11:30 Uhr. Die Ergebnisse erleichtern Marktteilnehmern die Abschätzung der aktuellen Wirtschaftslage in Großbritannien und liefern einen Ausblick auf Erholungsaussichten der Konjunktur. Weitere heutige Veröffentlichung: der Index der Industrieproduktion (Juni) für die Eurozone um 11:00 Uhr. Sollte das Ergebnis die Prognosen enttäuschen, könnte dies den Abwärtsdruck auf den EUR verstärken.
JPY – JPY gewinnt gegen Hauptwährungen
Der japanische Yen erreichte gestern ein neues Rekordhoch der Woche gegenüber dem EUR. Ursache hierfür war die wieder aufkeimende Sorge um die Erträge der Finanzunternehmen, die zum Stillstand zu kommen scheinen. Bei 135,82 Yen pro EUR wurde Japans Währung heute Morgen gehandelt, was einen Kursanstieg von 1,1% darstellt. Zum US-Dollar wird der JPY bei 95,96 pro USD gehandelt. Er notiert bei 158,17 zum Britischen Pfund. Gegenüber beiden europäischen Währungen verzeichnete der Yen Kursgewinne.
Enttäuschende Konjunkturdaten aus China und Kursverluste an den globalen Aktienmärkten dämpften die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern. Einige Analysten spekulieren bereits, ob Japans Wirtschaft ihren Weg schneller aus der Rezession finden wird, als die USA. Folglich erfuhr der JPY weiteren Aufschwung und Investoren richteten ihr Augenmerk wieder auf den JPY.
Da Japan heute keine bedeutenden Indizes veröffentlicht, werden die kurzfristigen Tendenzen des Yen voraussichtlich von Konjunkturdaten aus den USA und Europa beeinflusst. Insbesondere das Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank spielt hier eine entscheidende Rolle.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar erweitert seine Kursschwankungen und wird nun um die 1,4150-Marke gehandelt. Dennoch bildet sich aktuell ein zinsbullisches Cross des MACD auf der 4-Stunden-Chart, was bedeuten könnte, dass sich eine Trendwende ankündigt. Ein Durchbruch der 1,4220-Marke wäre ein weiteres Anzeichen für eine zinsbullische Tendenz.
GBP/USD
Die Kursschwankungen dieses Paares setzen sich ebenfalls fort. GBP/USD wird gegenwärtig bei 1,6480 gehandelt. Nachdem dieses Paar um nahezu 600 Punkte abrutschte, scheint es sich mittlerweile auf seinem aktuellen Level zu stabilisieren. Dennoch zeichnet sich ein bärisches Cross des MACD auf der Tages-Chart ab, was bedeutet, dass GBP/USD seinen bärischen Trend bei einem nächsten Richtpreis um 1,6375 fortsetzen könnte.
USD/JPY
Seitdem dieses Paar die 97,75-Marke erreicht hat, befindet es sich kontinuierlich auf dem Abwärtstrend und wird aktuell um die 95,50-Marke gehandelt. Da alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet sind, könnte dies der Auftakt zu einem erweiterten Abwärtstrend sein.
USD/CHF
Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Ergebnisse aus, ohne eine deutliche Tendenz zu markieren. Eine Triple-Doji-Formation auf der 4-Stunden-Chart deutet auf eine starke Preisbewegung hin. Dabei ist ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart zu erkennen. Die nächste Tendenz könnte ein Abwärtstrend sein.


