2009-08-20
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar fällt aufgrund US-Aktienmarkterholung
Gegenüber 11 der 16 Hauptwährungen verzeichnete der US-Dollar am Mittwoch Verluste im Vorfeld zu veröffentlichender US-Konjunkturdaten. Die vom Sitzungsrat des Conference Board erhobenen Frühindikatoren für den Monat Juli sollen sich demnach zum vierten Mal in Folge verbessern. Der erwartete Anstieg dieser soll auf ein Rezessionsende hinweisen und veranlasste Investoren in gewinnträchtigere Anlagen zu investieren. Der US-Dollar erreichte dementsprechend ein 1-Wochen-Tief zum EUR und wurde bei $1,4230 EUR, von zuvor $1,4127, gehandelt.
Zu Handelsbeginn wurde die US-amerikanische Währung von Kursverlusten an den US- sowie an den chinesischen Aktienmärkten gestützt. Anleger konzentrierten sich zunächst vermehrt auf risikoarme Anlagen.
Insgesamt verbuchte der Dollar Kursverluste gegenüber dem japanischen Yen. Ein deutlicher Einbruch an den Aktienmärkten der Volksrepublik China ließ die Sorge um sich verschlechternde globale Konjunkturaussichten aufkommen und steigerte die Attraktivität der Währung Japans.
In den vergangenen Monat war ein Trend zu beobachten, bei dem der USD Verluste verzeichnete, sobald die Aktienkurse sowie die Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmer anzog. Anleger kehrten dem US-Dollar als Safe-Haven-Währung den Rücken zu. Werden keine neuen Konjunkturdaten ausgegeben, richtet sich der Währungskurs des Zahlungsmittels hauptsächlich nach den Aktienmärkten. Da heute nur wenige Indikatoren aus den USA veröffentlicht werden, können sich Anleger auf einen volatilen und wechselhaften Handel einstellen. Bewegungen an den Aktienmärkten werden heute zum entscheidenden Motor für die US-amerikanische Währung.
EUR – EUR-Hoch bei $1,42
Die europäische Währung erzielte gestern Kursgewinne gegenüber 11 der 16 Hauptwährungen. Analysten erwarten für den bevorstehenden Einkaufsmangagerindex (EMI) ein neues Rekordhoch dieses Jahres. Der Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland beruht auf der Befragung von rund 450 Einkaufsleitern (und Geschäftsführern) aus Unternehmen der verarbeitenden Industrie und wird am 21. August veröffentlicht. Der EUR kletterte gegenüber dem US-Dollar um 0,6% in die Höhe, nachdem sich Kursverluste an den US-Aktienmärkten ergaben und der Ölpreis stark anzog. Zum Yen hingegen rutschte der EUR um 0,1% auf 133,60 Yen ab. Das Monatstief beläuft sich auf 132,16.
Experten gehen davon aus, dass der Produktions- und Dienstleistungssektor in Gesamt-Europa aktuell in einem langsameren Tempo schrumpfe als noch im Vormonat und als Anzeichen eines Rezessionsendes gedeutet werden könnte. Der EUR verbuchte Kursgewinne gegenüber dem Britischen Pfund. Englands Währung ließ um 0,9% nach und schloss bei 86,07 Pence pro EUR. Gegenüber dem US-Dollar rutschte der GBP um 0,2% auf $1,6534 ab.
Die Kursverluste des GBP setzten sich fort, nachdem die Bank von England (BoE) mit ihren Sitzungsergebnissen bestätigte, dass sich einige politische Entscheidungsträger für eine Erweiterung der Quantitativen Lockerung aussprechen. Die Zentralbank stellt derzeit die Summe von 175 Mrd. Pfund für den Ankauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren zur Verfügung. Das Anwerfen der Notenpresse bringt Inflationsgefahren mit sich.
JPY – JPY gewinnt, während chinesische Aktien über 2% abrutschen
Am Mittwoch ergaben sich für den japanischen Yen Kursgewinne gegenüber einigen Hauptwährungen, nachdem ein Abrutschen chinesischer Aktien die Investoren dazu veranlasste, sich zurückhaltend gegenüber risikoreichen Anlagen zu verhalten. Der Yen erreicht demnach gegenüber dem US-Dollar das höhste Level in 3 Wochen. Die chinesischen Aktienbörsen sind am Mittwoch erneut um mehr als 4% auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen. Investoren zeigten sich angesichts der starken Kursrückgänge angespannt und befürchteten eine Verzögerung der Konjunkturerholung.
Der Shanghai A Index verlor weitere 4,3%, während der Component Index rutschte um 4,8% ab. In Rezessionszeiten tendiert Japans Währung in der Regel zum Aufschwung, da der Handelsüberschuss die Abhängigkeit der Nation von Auslandskapital reduziert. Der JPY zeigte sich ebenfalls zinsbullisch gegenüber allen 16 Hauptwährungen, nachdem die britische Zeitung „Daily Telegraph“ Bundestagsabgeordneten Hartmut Schauerte zitierte, der angab, dass vorbereitende Maßnahmen mit der Bundesbank in Erwartung einer neuen Kreditverknappung zu Beginn des kommenden Jahres getroffen werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Neue bärische Crosse des MACD und Slow Stochastic auf der Stunden- sowie 4-Stunden-Chart deuten auf einen bevorstehenden Abwärtstrend hin. Das wöchentliche Momentum verlagert sich mittlerweile in eine Abwärtsposition. Bereits in den kommenden Stunden könnten Forex-Anleger Abwärtstendenzen beobachten. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Dieses Paar gibt aktuell gemischte Signale aus. Diverse Indikatoren haben unlängst zinsbullische und bärische Crosse geformt, die einander widersprechen. Das Langzeit-Momentum verbleibt bärisch und die Doji-Candlestick-Anordnung auf der Tages-Chart deutet darauf hin, dass eine Abwärtskorrektur unmittelbar bevorsteht. Verkaufen ist auch bei diesem Paar möglicherweise eine gute Strategie.
USD/JPY
Die jüngste Aufwärtsbewegung hat den Kurs dieses Paares in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden-Chart gedrückt und bedeutet Abwärtsdruck. Auch das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart gibt ein zinsbullisches Cross aus. Auch für den MACD der 4-Stunden-Chart kündigt sich ein solches an. Ein Aufwärtstrend könnte unmittelbar bevorstehen. Das zinsbullische Cross des MACD der Stunden-Chart bestätigt diesen Trend wiederum und verstärkt den Druck. So früh wie möglich zu kaufen, könnte eine gute Entscheidung für heute sein.


