2009-08-24
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar möglicherweise bärisch aufgrund steigender Aktienmärkte
Die positiv ausgefallenen Zahlen aus den Bereichen Hausverkäufe und Produktion der US-Wirtschaft steigerten die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer und lösten deutliche USD-Kursverluste zum EUR aus. Darüber hinaus setzten die steigenden Aktienmärkte den Dollar am letzten Freitag unter weiteren Abwärtsdruck. EUR/USD wurde am Freitag noch bei 1,4374 gehandelt. Aktuell notiert das Paar bei 1,4330. GBP/USD wiederum begann den Freitagshandel bei 1,6442 und bewegt sich aktuell um die Marke von 1,6535. Diese Kursbeispiele veranschaulichen bestens, welch hohe Volatilität in den vergangenen Wochen auf den Devisenmärkten zu beobachten war.
Die jährliche Konferenz der Notenbank von Kansas in der vergangenen Woche, die seit Jahren in Jackson Hole in den Rocky Mountains stattfindet, spielt gewiss eine Schlüsselrolle im heutigen USD-Handel sowie in der gesamten bevorstehenden Woche. Händler sollten Nachrichten, die in Zusammenhang mit den Ergebnissen des Jackson Hole-Treffens, bei dem die wichtigsten Geldpolitiker der Welt, namhafte Ökonomen sowie einflussreiche Banker zusammenkommen, stehen, aufmerksam verfolgen. Des Weiteren sind in dieser Woche Konjunkturdaten aus Großbritannien und der Eurozone von Bedeutung für den USD, da diese den Dollar-Kurs gegenüber seinen ausschlaggebenden Gegenwährungen mitbestimmen werden.
Auch aus den USA werden einige wichtige Indizes erwartet, die Einfluss auf den Dollar-Wert nehmen werden. Unter anderem: Verbrauchervertrauen des Conference Board, Verkäufe von Neubauten, vorläufige BIP-Zahlen und Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Sollten sich die Aktienmärkte weiterhin auf dem aufsteigenden Ast befinden, wird auch der USD seine Abwärtstendenzen voraussichtlich fortsetzen. Eine solche Entwicklung würde sich vorrangig einstellen, sollte die Risikobereitschaft der Anleger erneut steigen. Weitere wichtige Veröffentlichungen von US-Indikatoren in der anstehenden Woche: (Freitag, 14:30 Uhr) Private Einkommen & Verbrauch sowie (Freitag, 15:55 Uhr) Verbrauchervertrauen/-sentiment der Universität Michigan.
EUR – EUR steigt angesichts gesteigertem Optimismus
EUR/USD erreichte in der letzten Woche die Marke von 1,4374 und wird aktuell um 1,4330 gehandelt. Dieser Trend zeichnet sich immer deutlicher ab und wird durch die positive Entwicklung der Wirtschaftslage in den führenden Industrienationen, wie den USA, Deutschland und Frankreich bedingt, die verstärkt ihren Weg aus der Rezession zu finden scheinen. Dem entgegengesetzt, schneidet Großbritanniens Wirtschaft derzeit nicht gut ab. EUR/GBP schloss am Donnerstag noch bei 0,8608 und steht aktuell bei 0,8680. Leichte Vertrauensverluste zum GBP werden seit Donnerstag seitens der Anleger deutlich.
Die europäische Währung steht aktuell in erster Linie unter dem Einfluss positiver Konjunkturdaten aus Deutschland, Frankreich, Japan und den USA. Großbritannien hinkt in dieser Hinsicht angesichts des brüchigen Bankensystems, einer Staatsverschuldung bei 60% des BIP sowie einer aus der Kontrolle geratenen Geldpresse deutlich nach. Notenbank-Chef Mervyn King sagte, die Rezession scheine tiefer zu sein, als die Bank von England bei ihrer letzten Vorhersage im Mai angenommen hatte. Dementsprechend schlecht schnitt der GBP gegenüber EUR und CHF in der vergangenen Woche ab.
Experten gehen von einem möglichen Abstoß von GBP-Anlagen zu Beginn der Handelswoche aus. Mit Fortschreiten der Woche und weiteren Konjunkturdaten könnte sich dieser Trend jedoch wieder umdrehen. Aus der Eurozone werden heute einige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Wichtigste unter ihnen ist der Auftragseingang in der Industrie für die Eurozone im Monat Juni um 11:00 Uhr. Im weiteren Wochenverlauf sollten Händler die auf der Agenda stehenden Indikatoren aus der Eurozone nicht aus den Augen verlieren. Der EUR gilt als Schlüssel-Währung auf dem Devisenmarkt dieser Woche.
JPY – Yen gibt den Devisenhandel in dieser Woche an
Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal so stark wie in keinem anderen Industrieland gewachsen und hat somit die Talsohle schlussendlich überwunden. Der Yen zeigte sich demzufolge in der vergangenen Woche überraschend zinsbullisch. Deutliche Kursgewinne waren insbesondere zum USD zu beobachten. Dies kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Gemischte Ergebnisse von US-Konjunkturdaten spielten neben enttäuschenden US-Arbeitslosenzahlen eine wesentliche Rolle. Die gesteigerte Risikobereitschaft der Marktteilnehmer setzte dem USD überdies zu. USD/JPY rutschte in der letzten Woche bis unter 93,46 ab und wird aktuell um 94,60 gehandelt.
Aufgrund wichtiger Wirtschaftsdaten aus Japan in den kommenden Tagen, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass sich der JPY äußerst volatil verhalten wird. Diese umfassen unter anderem: die Handelsbilanz, die Haushaltsausgaben sowie die Kernrate der Tokyo-Verbraucherpreise. Die Ergebnisse der vorgenannten Indizes werden Forex-Anlegern helfen, ihre JPY-Positionen zu bestimmen. Es kann davon ausgegangen werden, dass Japans Währung in der anstehenden Woche eine Schlüsselrolle im Devisenhandel spielen wird.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der zinbsullische Trend dieses Paares gibt erste Anzeichen einer Unterbrechung aus. Die 4-Stunden-Chart lässt aktuell eine Quartette-Doji-Formation erkennen – das Paar könnte sich nun um 1,4300 stabilisieren. Ferner könnte sich heute eine mäßig rückläufige Preiskorrektur ergeben, da der RSI der Stunden-Chart mittlerweile bis unter die 80-Marke gefallen ist.
GBP/USD
Dieses Paar signalisiert weiterhin gemischte Ergebnisse ohne Ausrichtung und wird derzeit um die Marke 1,6520 gehandelt. Das zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart könnte bedeuten, dass eine zinsbullische Bewegung bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
USD/JPY
Dieses Paar befindet sich aktuell inmitten eines deutlichen Aufwärtstrends. Dabei wird es nahe der 94,80-Marke gehandelt, während die nächste bedeutende Widerstandmarke bei 95,30 liegen könnte. Sollte das Paar dieses Level durchbrechen, könnte es sogar die 96,30-Marke erreichen.
USD/CHF
Die bärische Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht erste Zeichen einer Überwindung dieser. USD/CHF kletterte bereits um 50 Punkte in die Höhe und bewegt sich nun um die Marke 1,0600. Aktuell ist ein zinsbullisches Cross auf der Tages-Chart zu beobachten, was bedeuten könnte, dass eine zinsbullische Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht, was das Paar möglicherweise bis auf 1,0680 drücken könnte.


