2009-08-25

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar gewinnt gegenüber den meisten Gegenwährungen
Der Dollar erholte sich am Montag gegenüber einigen Hauptwährungen von seinen vorherigen Abwärtstendenzen, nachdem die Zentralbanken einiger führender Industrienationen bekannt gaben, dass sie ihre Zinsraten niedrig halten wollten.
Einige Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft mit der Zeit positiv auf die Währung der Nation auswirken wird und das derzeitige inverse Verhältnis, ausgelöst durch die Kreditkrise, nach dem negative Konjunkturdaten einen Kauf des „Safe-Haven-Dollar“ auslösten, ein Ende findet. Genau dieses Verhältnis bremste am Montag die Dollar-Kursgewinne.
Zum EUR und Yen machte die US-Währung gestern ebenfalls an Boden gut, nachdem zuvor erreichte Kurssteigerungen an der Wall Street wieder abgetreten wurden und Investoren ihre Anlagen im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden US-Verbraucher- und Immobiliendaten neu positionierten. Stabile US-Daten sowie eine optimistische Einschätzung der Wirtschaftslage durch US-Notenbank-Chef Ben Bernanke am Wochenende, veranlasste die Marktteilnehmer, gewinnträchtige Investitionen zu Lasten der risikoarmen Währungen Yen und Dollar vorzunehmen.

EUR – Pfund Sterling unter Druck – 11-Wochen-Tief gegenüber EUR
Zuvor erreichte Kursgewinne des EUR zum Dollar wurden gestern wieder ausgeglichen, nachdem die Rendite für Bundesanleihen weiter zurückging und die Europäische Zentralbank (EZB) vor einem allzu großen Optimismus im Euroraum warnte. Auch zum japanischen Yen ergab sich eine Trendwende, nachdem die Zahl der Industrieaufträge in der Eurozone überraschend stark angestiegen war.
Bereits der Einkaufsmanagerindex (Eurozone) der vergangenen Woche hatte die Erwartungen der Investoren übertroffen. Die Marktteilnehmer erwarten in dieser Woche mit Spannung Deutschlands Ifo-Geschäftsklimaindex, der als einer der wichtigsten Indikatoren der kommenden Tage gilt.
Das Britische Pfund verbuchte gestern Kursverluste gegenüber 16 der 14 meist gehandelten Währungen. Dem vorausgegangen waren Mutmaßungen, nach denen Englands Notenbank die Renditen für britische Staatsanleihen drücken könnte und UK-Anlagen für ausländische Investoren dementsprechend an Attraktivität abnahmen. Das Pfund Sterling erreichte gestern ein 11-Wochen-Tief gegenüber dem EUR und rutschte um 0,6% auf das niedrigste Level seit dem 8. Juni ab. Analysten zufolge wurde der EUR dabei bis über die wichtige Options-Grenze von 87 Pence geschoben, was den Boden für weitere Kursgewinne des Paares bereite. Die Marktteilnehmer sind der Meinung, dass die anhaltende Niedrigzinsphase die britische Währung belaste.

JPY – Yen steigt bei fallenden Aktienkursen
Japans Yen schloss am Dienstag deutlich fester im Vorfeld der Daten zum US-Immobilienmarkt. Dabei hat die Börse in Tokio in Folge von Gewinnmitnahmen schwächer geschlossen. Anleger versuchen derzeit Sicherheit über die Stärke der wirtschaftlichen Erholung zu gewinnen. Die japanische Währung mit niedrigen Renditen tendiert in der Regel dazu, Kursgewinne zu verbuchen, sobald Aktien und gewinnbringende Währungen fallen oder schwache Konjunkturdaten unter den Marktteilnehmern Unsicherheiten in Bezug auf eine globale Erholung der Wirtschaftslage aufkommen lassen.
Des Weiteren stieg der JPY in seinem Kurs gegenüber den 16 Hauptwährungen, nachdem die in Atlanta ansässige amerikanische Regionalbank SunTrust, erklärte, dass sie mögliche zusätzliche Verluste für US-amerikanische Kreditinstitute befürchte, nachdem ein deutlicher Rückgang von Gewerbeimmobilien ausgewiesen wurde. Nach wie vor stellt der Ausfall von Hypotheken für viele US-Kreditinstitute ein Problem dar. Erst am Wochenende mussten erneut einige US-Regionalbanken Gläubigerschutz anmelden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Ein neues Cross, Tendenz fallend, hat sich für den Slow Stochastic der Tages-Chart herausgebildet, das eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Dieses Cross signalisierte gestern bärische Tendenzen und wird momentan um die Marke 1,6415 gehandelt. Die Oszillatoren der Charts deuten größtenteils auf eine zinsbullische Preiskorrektur für heute hin. Auch der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar heute große Profite bringen.

USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic, dass sich eine zinsbullische Preiskorrektur ankündigt. Die steigende Tendenz des Tages-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Eine gute Entscheidung könnte sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF
Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich bald eine zinsbullische Preiskorrektur ergibt. Auch hier könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

 

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