2009-08-27
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar steigt angesichts Konjunkturerholung
Der Dollar verbuchte gestern gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen Kursgewinne, nachdem aktuelle Konjunkturdaten aus dem US-Wohnungswesen einen Hinweis auf eine Stabilisierung der Lage gaben. Das überraschend positive Ergebnis stützte die US-Währung. Seit geraumer Zeit stoßen Händler ihre Dollar-Anlagen aufgrund von wachsendem Marktoptimismus in den USA ab. Im Laufe des gestrigen Handelstages kletterte der USD gegenüber dem EUR jedoch um 50 Punkte in die Höhe und schloss bei 1,4249.
Als weiterer Indikator von Bedeutung am Mittwoch galten die US-Neubauverkäufe. Die Zahl der Verkäufe ist im Juli deutlich stärker gestiegen als erwartet und erreichte ein Rekordhoch der letzten 10 Monate. Auch der US-Ordereingang langlebiger Güter stieg gestern sprunghaft. Experten gehen davon aus, dass das dritte Quartal erstmals wieder ein Wachstum aufweisen werde. Die Verkäufe von Neubauten erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat um 9,6% und erreichten ihren höchsten Stand seit September letzten Jahres. Beobachter werteten diese Entwicklung als weiteren Beleg für eine Stabilisierung am US-Häusermarkt.
Heute stehen einige wichtige Veröffentlichungen aus den USA auf der Agenda. Diese umfassen unter anderem die vorläufigen Zahlen zum US-BIP 2. Quartal, annualisiert sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche, die beide um 14:30 Uhr ausgegeben werden. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diese Indizes richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen sogar übertreffen, könnte dies den USD kurzfristig weiter stärken. Sollten die Daten die Prognosen jedoch enttäuschen, könnte es heute auf einen ziemlich bärenhaften Börsengang für den Dollar hinauslaufen.
EUR – Gemischte Ergebnisse für EUR
Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptgegenwährungen. Die Währung der 16 Nationen erweiterte am Mittwoch ihre Gewinne gegenüber dem Pfund Sterling und wurde bei über $0,8775, angesichts eines umfassenden GBP-Verkaufs, gehandelt. Auch gegenüber dem CHF ergab sich für den EUR eine ähnliche Entwicklung. Dieses Paar kletterte bis zum Ende des Tages von 1,5185 auf 1,5220. Gegen den USD wiederum verlor der EUR an Boden und rutschte über 50 Punkte ab, um bei 1,4249 zu notieren.
Ein wichtiger Indikator aus der Eurozone war gestern Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex. Deutschland, Europas stärkste Wirtschaftszone, spielt eine entscheidende Rolle im europäischen Raum. Dementsprechend stark ist die Auswirkung der Konjunkturzahlen in der Regel auf den EUR. Der Indikator stieg überraschend deutlich auf 90,5 im Monat August, nachdem er im Vormonat bei revidiert 87,4 notiert hatte. Analysten deuteten dieses Ergebnis als weitere positive Wachstumsüberraschung und erwarten, dass sich die Erholung bis in das kommende Jahr hinein fortsetzt.
Die Konjunkturerwartungen in der Eurozone haben sich in den letzten Wochen aufgrund positiver Fundamentaldaten stark verbessert. Für den EUR werden trotz Volatilität der Nicht-EUR-Crosse erste Zeichen von Stabilität deutlich. Für EUR-Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Wirtschaftsindikatoren aus den USA, Europa und Japan richtig zu deuten, um Investitionen korrekt zu tätigen.
JPY – Japans Yen setzt zinsbullischen Trend fort
Japans Yen verzeichnete gestern zum zweiten Tag in Folge Kursgewinne gegenüber dem EUR. Unter den Marktteilnehmern verbreitet sich die Sorge um eine Verzögerung der globalen Wirtschaftserholung. Diese richteten ihren Fokus auf die „Safe-Haven-Währung“ JPY. Zum Britischen Pfund kletterte der Yen bis auf ein 5-Wochen-Hoch, nachdem das enttäuschende Ergebnis der japanischen Handelsbilanz im Juli die Marktteilnehmer dazu veranlasste, risikoreichen Anlagen den Rücken zuzukehren.
Die Aussichten für die japanische Wirtschaft bleiben nach wie vor ungewiss, angesichts des verstärkten Exportrückgangs des Inselstaates im Monat Juli. Allem Anschein nach ist die lange Durststrecke der zweitgrößten Volkswirtschaft noch nicht zum Ende gekommen. Der Export fiel um 36,5% im Vergleich zum Vorjahr und markierte einen stärkeren Rückgang als im Vormonat.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Nachdem dieses Paar die 1,4400-Marke nicht überwinden konnte, hat das es sein zinsbullisches Momentum verloren. Mittlerweile wird EUR/USD um 1,4230 gehandelt. Der RSI der Tages-Chart ist bis unter die 70-Marke gefallen, was bedeuten könnte, dass der Abwärtstrend anhalten wird. Für heute könnte es bei diesem Paar richtig sein, zu verkaufen.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche rückläufige Handelsspanne, in deren unteren Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Darüber hinaus deutet das abwärts gerichtete Cross des MACD der 4-Stunden-Chart darauf hin, dass das rückläufige Momentum weiteres Potenzial in sich trägt. Der nächste Richtpreis könnte bei 1,6160 liegen.
USD/JPY
Nach einer volatilen Abwärtsbewegung der vergangenen 3 Tage, scheint dieses Kurspaar heute bereit zu sein, für eine maßvolle Kurskorrektur. USD/JPY bewegt sich im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden, 4-Stunden- und Tages-Chart. Auf der Stunden-Chart ist ebenfalls ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic zu erkennen. Die Informationen ergeben, dass es am heutigen Handelstag richtig sein könnte, bei diesem Paar auf steigende Kurse zu setzen.
USD/CHF
Allem Anschein nach, scheint dieses Paar seine zinsbullischen Tendenzen wieder aufzunehmen. Das Währungspaar USD/CHF testet derzeit die Marke von 1,0710. Aktuell verdeutlicht ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic der Tages-Chart, das sich der Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Verkaufen könnte die richtige Strategie für heute sein.


