2009-08-28
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD fällt deutlich aufgrund dürftigem Handel und Marktoptimismus
Nach einer Phase eines kontinuierlichen Kursanstiegs, geriet der USD gestern zu später Handelsstunde an den europäischen Märkten in den freien Fall und schloss bei 1,4364 zum EUR, 1,6284 zum Britischen Pfund und selbst bei 1,0877 zum CAD. Hauptursache für diese Kursbewegung ist der aktuell dürftige Handel des Sommers, der sich aus unterschiedlichen Gründen ergibt: Zum einen verursacht der durch globales industrielles Wachstum ansteigende Ölpreis Abwärtsdruck für die US-amerikanische Währung. Außerdem verlieren „sichere“ Anlagen wie der USD angesichts der prognostizierten Wachstumschancen an Attraktivität. Darüber hinaus, gehen viele Experten von einen deutlichen Anstieg an den US-Aktienmärkten sowie Kursgewinnen für Rohöl und andere risikoreiche Investitionen aus, nachdem gestern die US-BIP-Daten für das 2. Quartal überraschend nicht nach unten revidiert wurden und das Tempo der Abschwächung sich merklich verlangsamt hat. Jeder vorgenannte Aspekt könnte dem US-Dollar in den kommenden Tagen weiteren Abwärtsdruck verleihen. So, wie auch der gestrige US-Kursabfall augenscheinlich unabdingbar war.Sollten die heutigen Zahlen zu den Persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA den aktuell steigenden Wachstumstrend bestätigen, wird der USD bereits heute Abwärtstendenzen an den Tag legen. Des Weiteren steht die Veröffentlichung des Index für Verbraucherstimmung der Universität Michigan (August) auf der heutigen Agenda, der, sollte auch dieser neuen Marktoptimismus zu erkennen geben, den Erholungstrend zusätzlich stützen wird. Händler können sich heute auf einen bärischen US-Dollar einstellen, sollten die Konjunkturdaten die jüngsten Trends festigen.
EUR – EUR zinsbullisch zum Monatsende
Der allgemeine Aufwärtstrend des EUR gegenüber den Hauptwährungen setzte sich gestern im Laufe des Handelstages fort. Für den jüngsten Abwärtstrend des Kurspaares EUR/USD ergab sich somit an den europäischen Märkten ein Umschwung zu Börsenschluss. Bei überraschenden 1,4364 zum Dollar notierte der EUR gestern und verbuchte dabei deutliche Kursgewinne. Ursachen hierfür waren gesteigerter Marktoptimismus, Risikobereitschaft und ein dürftiger Handel. Zum Ende des Monats lässt sich eine nicht unerhebliche Verlagerung von Positionen beobachten. Für einige Anlagen könnten sich zum Beginn des Monats September Trendwenden ergeben.
Konjunkturdaten aus der Eurozone und England haben in der letzten Zeit einen positiven Effekt auf die 16-Nationen-Währung. Deutschlands Ifo-Geschäftsklimaindex verdeutlichte am Mittwoch, dass sich das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland im August stärker als erwartet aufgehellt hat. Während wirtschaftliche Indikatoren in Großbritannien zum Teil ebenfalls positive Ergebnisse ausgeben, wirken sich derzeit sowohl das fehlende Vertrauen in das britische Bankensystem, als auch der Geldzufluss durch die Geldpolitik der „Quantitativen Lockerung“, negativ auf den GBP aus. Diese Tendenz wird sich in naher Zukunft voraussichtlich nicht umkehren, doch der Handel zum Monatsende erzeugt in der Regel ein gewisses Maß an Volatilität, das selbst erfahrene Händler überraschen kann.
Aus der Eurozone werden heute keine bedeutenden Indizes veröffentlicht. Lediglich England wird die revidierten Zahlen zum BIP des 2. Quartals ausgeben. Die Prognosen liegen bei einem Wachstumsrückgang von 0,8%. Die Schweiz meldet heute ihr KOF-Konjunkturbarometer für August, das die relative Konjunkturstärke der Schweizer Wirtschaft misst. Dieser Bericht kann Kursschwankungen für den CHF auslösen, was in einer durchschnittlichen Handelswoche selten zu beobachten ist.
JPY – JPY beendet den August bei negativen Daten
Der gestrige Handelstag entpuppte sich als äußerst bärisch für den japanischen Yen. Mit Verlusten an allen Fronten schloss der JPY zum EUR bei 134,48, zum GBP bei 152,35 sowie bei 93,64 zum US-Dollar. Der jüngste Marktoptimismus setzt den Yen unter starken Abwärtsdruck. „Safe-Haven-Währungen“ verlieren derzeit an Attraktivität.
Darüber hinaus trugen negative Konjunkturdaten aus Tokio ihren Teil zum Abwärtstrend am Freitagmorgen bei. Sowohl die Haushaltsausgaben, Japans Verbraucherpreisindex als auch die Arbeitslosenrate enttäuschten die Prognosen bei weitem. Die Arbeitslosigkeit erreichte im Juli einen Rekordstand: 5,7% der Erwerbstätigen waren arbeitslos gemeldet. Diese kläglichen Konjunkturdaten zum Monatsende steuern entschieden wenig zur Stärkung des JPY bei.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar fiel gestern um 115 Punkte auf 1,4356. Die Oszillatoren der 4-Stunden- und Tages-Chart geben gemischte Signale aus. Der RSI der Stunden-Chart hat die 70-Marke überwunden, was bedeuten könnte, dass eine rückläufige Trendwende bevorsteht. Der MACD der Stunden- und Wochen-Chart lässt wiederum erkennen, dass sich heute eine bärische Preiskorrektur ergeben könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, zahlt sich bei diesem Paar heute möglicherweise aus.
GBP/USD
Trotz vieler Kursverluste in dieser Woche, machte das Paar GBP/USD gestern Boden wieder gut. Der Stochastic Slow der Tages-Chart deutet auf eine Fortsetzung dieses jüngsten Aufwärtstrends hin. Andererseits signalisieren RSI und MACD der Stunden-Chart sowie Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart einen bärischen Umschwung. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar heute Gewinne einbringen.
USD/JPY
USD/JPY wurde in den letzten Tagen innerhalb einer Spanne zwischen 93,19 und 94,56 gehandelt. Der Stochastic Slow der Tages-Chart sowie der RSI der Tages-Chart stützen einen Aufwärtstrend für heute. Der MACD der Tages-Chart lässt jedoch einen möglichen Abwärtstrend vermuten. Klare Signale abzuwarten, könnte heute die richtige Wahl sein.
USD/CHF
Für USD/CHF ergab sich gestern eine bewegte bärische Kurskorrektur. Zuvor verzeichnete das Paar in den vergangenen Tagen deutliche Aufwärtstendenzen. Der RSI der Wochen-Chart bestätigt einen weiteren Kursabfall während des Freitagshandels. Diese Tendenz wird sowohl vom MACD der Wochen-Chart, als auch vom Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt. Eine gute Taktik wäre, bei diesem gängigen Trend heute einzusteigen.


