2010-08-27
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar fällt mit gesteigertem Risikoappetit
Der USD musste im gestrigen Handel gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Verluste hinnehmen. Die steigenden Aktien- und Rohstoffkurse machten den Anlegern Mut, sich an risikoreiche Währungen heranzuwagen. Zu Handelsschluss wurde der CHF deutlich fester gegen den USD gehandelt, was das beliebte Währungspaar bis auf 1,0240 drückte. Zum EUR ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier schloss der USD bei 1,2720.
Am Mittwoch hatten die aktuelle Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Gebrauchsgüter sowie die Verkaufszahlen für Neubauverkäufe in den USA die Abwärtsbewegung des Dollar bereits ausgelöst. Die danach einsetzenden temporären Kursgewinne des Euro zum Dollar konnten am Mittwoch jedoch nicht verteidigt werden. EUR/USD konnte sich am gestrigen Donnerstag schließlich über der Marke von 1,27 etablieren und markierte ein Hoch bei 1,2764.
Überraschend positiv fiel das gestern veröffentlichte Ergebnis zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe aus. Mit 473.000 lag die Zahl der Antragsteller unter den von Experten erwarteten 491.000 Anträgen. In der vergangenen Woche waren die Erstanträge noch um 12.000 auf 500.000 geklettert. Dennoch konnten die positiven Daten den Dollar nicht stützen.
Wichtigster Konjunkturindikator aus den USA, der den USD-Trend heute beeinflussen wird: BIP-Daten 2. Quartal (2. Veröffentlichung), annualisiert, um 14:30 Uhr. Händler, Augen auf! Sollte das Ergebnis die Erwartungen der Experten übertreffen, könnte dies dem USD möglicherweise wieder Auftrieb bringen. Um 16:00 Uhr hält US-Notenbankchef Ben Bernanke im Rahmen des 34. Wirtschaftspolitischen Symposium der US-Notenbank von Kansas City eine Rede in Jackson Hole. Anleger gehen von einer hohen Dollar-Volatilität im Anschluss an diese Rede aus. Händler sollten demnach die Bewegungen der US-Währung nicht aus den Augen verlieren, nach denen sich die Tendenzen zum kommenden Wochenauftakt bestimmen lassen.
EUR – Europäische Börsen-Indizes bringen Euro Auftrieb
Am Donnerstag verbuchte der Euro Kursgewinne, nachdem auch die europäischen Börsen-Indizes im Anschluss an positive Vorgaben der Wallstreet anzogen und sich die Stimmung am Markt deutlich aufhellte. Im Ergebnis konnte sich EUR/USD über der Marke von 1,27 etablieren und markierte ein Hoch bei 1,2764. Ähnliche Entwicklungen konnten gegenüber dem GBP beobachtet werden. Die 16-Nationen-Währung schloss hier bei 0,8190.
Zur Abwechslung wurden gestern einmal positive US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Sogleich gingen auch die europäischen Börsen mit freundlicher Tendenz aus dem Handel. Händler stuften den gestrigen Donnerstag als Erholungstag ein. Der Euro-Stoxx-50 legte sogar um 0,8% zu. Wie nachhaltig diese neue Erholungstendenzen jedoch sind, bleibt fraglich.
Für weitere Erleichterung an den Märkten sorgte der GfK-Konsumklimaindikator aus Deutschland, der nach 4,0 Punkten im Vormonat für September mit einem Ergebnis von 4,1 Zählern veröffentlicht wurde. Für den EUR werden trotz Volatilität erste Anzeichen einer leichten Stabilisierung deutlich. Für Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Wirtschaftsindikatoren aus den USA, Europa und Japan richtig zu deuten, um Investitionen entsprechend zu bestimmen.
JPY – Safe-Haven-Währung Yen gewinnt gegen Währungsrivalen
Der japanische Yen verzeichnete gestern überwiegend Kursgewinne gegen die Hauptwährungen. Damit bewies Japans Währung erneut, dass sie für den Augenblick stabil ist und sich Anleger hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei baute der Yen seine Kursgewinne zum US-Dollar angesichts eines umfassenden USD-Verkaufs bis auf 84,40 aus. Der JPY verzeichnete ebenfalls Kursgewinne gegenüber dem EUR und schloss hier bei 107,30.
Händler sind über den jüngsten JPY-Kursanstieg mittlerweile besorgt, da dieser die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland mindert und somit dem Verkaufswert schadet. Die zuvor erreichten kontinuierlichen Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, lassen sich zum Teil auf die Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft zurückführen. Nutznießer dieser Marktentwicklungen ist erwiesenermaßen der JPY. In Asien wird darauf verwiesen, dass Investoren sowohl Dollar als auch Euro gegenüber der heimischen Währung verkaufen.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar gibt heute unterschiedliche Signale aus. Kurzzeit-Indikatoren schwanken im neutralen Bereich ohne eindeutige Ausrichtung. Auf der Tages-Chart bewegt sich der RSI im überverkauften Bereich. Auf der Wochen-Chart keuzt der Slow Stochastic abwärts. Bei diesem Paar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.
GBP/USD
Auch der Preis dieses Paares hat jüngst den überverkauften Bereich des RSI auf der Stunden-Chart erreicht. Die Bewegung scheint sich auf die Tages-Chart auszuweiten. Die vorgenannten Tendenzen und das jüngste Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic der Stunden-Chart ergeben, dass Kaufen heute eine vernünftige Taktik sein könnte.
USD/JPY
Die rückläufige Handelsspanne dieses Paares setzt sich unvermindert fort. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart deutet jedoch mittlerweile leichte Kurskorrekturen nach oben an. Der Wochen-RSI hat den überverkauften Bereich fast erreicht. Für den Slow Stochastic der Wochen-Chart lassen sich ähnliche Entwicklungen beobachten. Die Abwärtstendenzen gelten zunächst als vorherrschender Trend. Dennoch scheint sich eine künftige Aufwärtsbewegung bereits abzuzeichnen.
USD/CHF
Der Preis für USD/CHF hat mittlerweile in den überverkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedreht. Bereits in naher Zukunft kann sich Aufwärtsdruck einstellen. Auch auf der Wochen-Chart bewegt sich der Preis bereits im überverkauften Bereich, während der Slow Stochastic derselben Chart wiederholt aufwärts kreuzt. Dies bestätigt eine sich ankündigende Aufwärtsbewegung. Kaufen könnte heute von Vorteil sein.


