Der näher rückende Jahreswechsel und die illiquiden Devisenmärkte generieren ausgiebige Kurzzeit-Preisbewegungen. Anlegern könnten sich hier großartige Handelsgelegenheiten bieten, von diesen raschen Kurssteigerungen zu profitieren, indem sie die Stunden-Charts heute aufmerksam verfolgen. Während wichtige Marktteilnehmer dem Börsengang fern bleiben, gehen Experten von einer hohen Volatilität aus, bevor die Bücher eines historischen Jahres geschlossen werden.
Zum ersten Mal in Jahrzehnten sprechen Ökonomen wieder von einer bevorstehenden Weltwirtschaftskrise. Mit fortwährend fallenden Aktienmärkten, sinkendem Absatz und parallel schrumpfenden Wirtschaftssystemen weltweit, könnten Experten mit ihrer Voraussage richtig liegen. Allem Anschein nach bleibt einziger gewinnträchtiger Bereich für Investoren derzeit der Währungs- und Devisenhandel.
Die Konjunkturaussichten bleiben trüb. Die schwache US-Wirtschaft beschäftigt die Marktteilnehmer weiterhin. Experten zufolge wird der Dollar seinen Abwärtstrend weit bis in das neue Jahr 2009, trotz jüngster Leitzinssenkungen und Rettungspakete, fortsetzten.
Der Ölpreis verhält sich in den vergangenen 24 Stunden äußerst volatil. Dies kann momentan auf eine begrenzte Marktliquidität sowie eine geringe Marktteilnahme zurückgeführt werden. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen ist der Preis aktuell um über 8% gefallen. Hier bietet sich Händlern eine ausgezeichnete Gelegenheit, dem Markt bei einem hohen Preisausschlag beizutreten.
Während Investoren die dramatische Leitzinssenkung der US-Notenbank zum Wochenbeginn nach wie vor verarbeiten, setzt der USD seinen Abwärtstrend überwiegend fort. Einigen Anlegern kam die Maßnahme der US-Notenbanker gelegen, Kredite für Darlehensnehmer, die knapp bei Kasse sind zu eröffnen. Für andere Marktteilnehmer wiederum, scheinen die Auswirkungen der Leitzinssenkung weniger positiv zu sein, als erhofft.
Der Ölpreis erholt sich zunächst als Reaktion auf die von der OPEC angekündigte Produktionskürzung in Rekordhöhe. Der Dollar wiederum setzte seinen Abwärtstrend fort und verliert immer weiter an Boden, den die US-amerikanische Währung während der ersten drei Monate der globalen Finanzkrise gutgemacht hatte. Der Dollar trug seinerseits einen Teil dazu bei, dass sich die Ölpreise zu später Handelsstunde gestern deutlich erholten.
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wird heute im späteren Tagesverlauf ein Treffen abhalten, bei dem die Mitgliedsländer über eine deutliche Reduzierung ihrer Fördermengen debattieren werden. In den Augen der OPEC soll eine Drosselung von 2 bis 2,5 Millionen Barrel den Ölpreis in den kommenden Wochen wieder auf die $50-$60-Marke bringen. Sollte sich das Kartell nicht auf einen Produktionsabbau einigen, könnten sich die jüngsten Kursschwankungen des USD noch verstärken. Anleger sollten das OPEC-Treffen heute unbedingt im Auge behalten. Die Ergebnisse aus Algerien werden im Laufe des Tages bekannt gegeben.
Der Dollar verzeichnete zum siebten Tag in Folge Verluste gegenüber dem EUR. Diese Abwärtstendenzen werden zusätzlich von dem verzögerten Inkrafttreten des Rettungsplans für die angeschlagene US-Automobilindustrie, negativer Konjunkturerwartungen und einer geplanten US-Leitzinssenkung angetrieben. Die Augen der Marktteilnehmer sind heute allesamt auf die US-Notenbank gerichtet, die voraussichtlich eine Leitzinssenkung um 0,5% plant. Jede Abweichung der erwarteten Reduzierung könnte starke Kursschwankungen für den USD auslösen.
Der EUR konnte in der letzten Woche, insbesondere am Freitag, deutliche Gewinne gegenüber dem US-Dollar verbuchen. Diese Entwicklungen könnten die ersten Anzeichen für einen Umschwung des USD-Aufwärtstrends der letzten Monate sein.
Anleger sollten heute besonders auf die beiden folgenden Indikatoren Acht geben: die US-Handelsbilanz und die US-Arbeitslosenerstanträge. Wie zuvor berichtet, erreichen die Arbeitslosenanträge der US-Wirtschaft derzeit neue Rekordzahlen. Auch in dieser Woche ist eine Veränderung dieses Trends nicht zu erwarten. Das Ergebnis des Arbeitsmarktberichts könnte den USD neue Abwärtstendenzen bringen.
Für heute erwarten die Marktteilnehmer wenig USD-Volatilität, da nur einige Wirtschaftsnachrichten aus den USA veröffentlicht werden. Auf der Agenda stehen: Rohöllagerbestände, Handelsbilanz und Lagerbestände Großhandel. Jeder dieser Indikatoren wird erwartungsgemäß ansteigen, jedoch wenig Einfluss auf den USD nehmen.
Gestern lösten viele Marktteilnehmer ihre “sicheren” Positionen für risikoreiche Anlagen auf, nachdem der künftigen Präsidenten Barack Obama die Umsetzung neuer Hilfspläne verkündete. Die in der vergangenen Woche erzielten Gewinne, als sich Investoren auf den Dollar und den Yen stürzten, wurden wieder zurückgeführt. Eine erhöhte Risikobereitschaft verhilft den Märkten nun zu neuem Kapital, was gewinnträchtige Positionen sowie den Öl-Handel ankurbelt.
Mit Blick auf den Forex-Handel scheint dem USD eine verhältnismäßig ruhige Nachrichtenwoche bevorzustehen. Die Hauptwährungen, GBP, CHF, JPY und EUR werden demnach die Marktentwicklungen dieser Handelswoche bestimmen. Anleger sollten die Veröffentlichung der Wirtschaftsindikatoren aus den entsprechenden Nationen aufmerksam beobachten.
Heute sollten USD-Anleger ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung des ADP-Arbeitmarktberichts, exklusive der Landwirtschaft, richten. Laut Prognose wird hier ein Rückgang von 320.000 Arbeitsplätzen für den Monat November innerhalb der US-Wirtschaft erwartet. Diese Zahlen werden starken Einfluss auf den USD nehmen und könnten das Kurspaar EUR/USD bis knapp über 1,2800 bringen.
Angesichts der anhaltenden enttäuschenden Wirtschaftszahlen weltweit, suchen die Gesetzgeber nach finanzpolitischen Möglichkeiten, dem derzeitigen Abwärtstrend den Wind aus den Segeln zu nehmen. Für heute haben sich die Notenbanker wie folgt entschieden: Die Bank of England und die Europäische Zentralbank sollen ihren Leitzins voraussichtlich gegen 12:00 Uhr bzw. 12:45 Uhr MGZ senken. Werden diese Maßnahmen das Verbrauchervertrauen ausreichend stärken und die ums Überleben kämpfenden Wirtschaftssysteme wiederbeleben?
Mit einem der höchsten Referenzzinssätze weltweit, bereitet sich Neuseeland auf eine deutliche Senkung vor. Diese soll heute im weiteren Tagesverlauf um 150 Basispunkte erfolgen. In Zeiten einer internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise, ergreifen viele Industrienationen finanztechnische Maßnahmen wie diese, um ihre Märkte wieder unter Kontrolle zu bekommen. Für morgen sind weitere Leitzinssenkungen in der Eurozone und Großbritannien geplant.
Der USD konnte gestern im Vorfeld der erwarteten Leitzinssenkungen als Antwort der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Bank of England (BoE) auf die fortschreitende Rezession an Boden gegenüber dem EUR und dem GBP gewinnen. Europas Inflationsrate war im November bereits auf 2,0% von zuvor 3,2% im Monat Oktober gerutscht. Diese Entwicklung bereitet den Boden für weitere Zinssenkungen, die von der EZB im Rahmen ihres für Donnerstag anberaumten Treffens diskutiert werden.
Viele Experten erwarten in den kommenden Wochen einen steten Anstieg des USD-Kurswertes, da die US-amerikanischen Verbraucher, angesichts der anstehenden Weihnachtsfeiertage, ihre Einkäufe erwartungsgemäß tätigen werden. Diese Phase erhöhter Verbraucherausgaben findet in keinem Land so deutlich wie in den USA statt. Europäische Verbraucher sind tendenziell sparsamer als US-Bürger.


