2008-12-01

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Aufwärtstrend trotz negativer Wirtschaftszahlen
Gleich zu Beginn dieser Wirtschaftswoche verzeichnet der US-Dollar einen guten Start und kann Boden gegenüber den Hauptwährungen gutmachen. Nachdem der Dollar zum Wochenende bei 1,2691 zum EUR und 1,5367 zum Britischen Pfund schloss, wird er aktuell bei 1,2650 bzw. 1,5310 gehandelt.
Eine allzu deutliche Preisbewegung ist zwar nicht zu erkennen, jedoch kündigt sich ein zinsbullischer USD-Trend bereits deutlich an. Viele Experten erwarten in den kommenden Wochen einen steten Anstieg des USD-Kurswertes, da die US-amerikanischen Verbraucher, angesichts der anstehenden Weihnachtsfeiertage, ihre Einkäufe erwartungsgemäß tätigen werden. Diese Phase erhöhter Verbraucherausgaben findet in keinem Land so deutlich wie in den USA statt. Demnach könnte der USD gegenüber seinen Währungskontrahenten an Boden gewinnen. Europäische Verbraucher sind tendenziell sparsamer als US-Bürger.
In der kommenden Woche stehen wichtige Daten aus der US-Wirtschaft an. US-Notenbankchef Ben Bernanke wird in dieser Woche gleich zweimal eine Ansprache halten. Darüber hinaus werden, wie in jeder Woche, die US-Arbeitsmarktdaten, die dem USD in dieser Woche volatile Handelstage bescheren könnten, veröffentlicht. Trotz Prognose erneuter Aufwärtstendenzen für den USD, sollen sich die Ergebnisse der Wirtschaftsindikatoren erneut verschlechtern. Obwohl gerade enttäuschende US-Daten in den vergangenen Wochen wenig Einfluss auf den USD genommen haben, besteht die Möglichkeit, dass sich hier eine Kehrtwende in Hinsicht auf das aktuelle Aufwärtsmomentum ergibt.

EUR – Wird sich Großbritannien tatsächlich dem EUR anschließen?
Die gemischten Ergebnisse gleich zum frühen Morgenhandel wurden heute in Anbetracht der rückläufigen Tendenzen der vergangenen Wochen als positive Entwicklung für den EUR gewertet. In der Regel deuten Kursschwankungen Kursschwäche und Anlegerverunsicherung an. Für die 15-Nationen-Währung könnte dies ein Zeichen einer potentiell positiven Korrigierung darstellen.
Die jüngste Entscheidungsfindung Großbritanniens bezüglich des Anschlusses an die Gemeinschaftswährung Europas stützt dabei die letzte Stabilisierung des EUR. Ein solcher Entscheid könnte die existierende Währungskonkurrenz beenden und das europäische Wirtschaftssystem stärken sowie diesem finanz- und währungspolitische Vorteile bringen. Auch wenn Großbritannien damit nicht gleich zum Mitglied der Europäischen Währungsunion wird, stellt die Diskussion bereits jetzt die entsprechenden Weichen. Des Weiteren wird deutlich, dass die britische Wirtschaft schwächer ist und ihr Abschwung schneller eintritt als von vielen Analysten erwartet. Dem GBP stehen demnach schwere Handelswochen bevor. Viele Anleger werden ihr Vertrauen in den Pfund Sterling womöglich überdenken.
Anleger sollten die Entwicklungen zu diesem Entscheid aufmerksam verfolgen und ihren Vorteil aus der Lage ziehen, sollte sich ein deutlicher GBP-Abwärtstrend ergeben. Der EUR wird davon voraussichtlich stark profitieren. In der Tat verhalf eine ganz ähnliche Situation Wirtschaftsmogulen wie George Soros und Warren Buffet zu ihrem Wohlstand in den 90er Jahren.
In dieser Woche könnten sich hohe Kursschwankungen sowohl für den EUR als auch den GBP ergeben. Eventuelle Leitzinssenkungen werden für den späteren Wochenverlauf erwartet. Während die britische Wirtschaftsaktivität weiter abnimmt steigt die Möglichkeit eines Anschlusses Großbritanniens an die Eurozone. Anleger sollten versuchen, die aufkommenden Trends frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig den entsprechenden Märkten beizutreten, um hohe Profite zu erzielen.

JPY – JPY-Stärke bremst Japans Exportfähigkeit
Bei stark zinsbullischen Tendenzen seit Beginn der neuen Handelswoche, steigert der JPY seinen Kurswert gegenüber den Hauptwährungen. In den Augen der japanischen Regierung ist dies keine ausschließlich positive Entwicklung. Ein starker Yen schwächt Japans auf Export ausgerichtete Wirtschaft.
Einer der Gründe für diesen Preisanstieg sei nach wie vor die Sorge um die Auflösung der Carry Trades. Experten beziehen sich hierbei auf die devisenmäßige Vereinnahmung. Der JPY, mit seiner niedrigen Zinsrate, wird von Investoren bereits seit langem dazu genutzt, gewinnbringende Währungen im Rahmen von Carry Trades zu finanzieren. Doch mit dem Wertzuwachs des Yen und den weltweiten Leitzinssenkungen lösen Anleger ihre Carry Trades vermehrt auf und beginnen, JPY-Positionen zu eröffnen.
Japans Wirtschaft ist jedoch auf den Export ausgerichtet. In einer Zeit, die von Konjunkturabschwung und Finanzkrisen geprägt ist, bringt die sich stärkende japanische Währung ihre Nation noch tiefer in die Rezession. Während die globale Wirtschaftsaktivität nachlässt, könnten Anleger in der kommenden Handelswoche einen verstärkten Aufwärtstrend des Yen beobachten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Etliche Versuche das Widerstandslevel von 1,3000 auf der 4-Stunden-Chart zu durchbrechen sind fehlgeschlagen. Das Paar konsolidiert sich mittlerweile um 1,2680. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Tages-Chart bestätigt die aktuelle Tendenz. Dennoch wird auf der 4-Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic deutlich. Dies könnte bedeuten, dass sich innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens eine Aufwärtskorrigierung ergeben könnte. Hier ist es eventuell von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie heute auf deutlichere Signale auf der Stunden-Chart.

USD/JPY
Auf der Tages-Chart konsolidiert sich dieses Paar um die 95,00-Marke. Auch hier wird eine eindeutige Tendenz nicht deutlich. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale für USD/JPY aus. Ihr Slow Stochastic schwankt dabei im neutralen Bereich. Auch die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verengen sich, was darauf hindeutet, dass eine starke Preisbewegung bevorsteht. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und anschließend dem Markt beitreten.

USD/CHF
Die Tages-Chart zeigt, dass dieses Paar sich nach wie vor innerhalb einer breiten zinsbullischen Handelsspanne bewegt. Dennoch wird auf der 4-Stunden-Chart ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich. Dies könnte wiederum bedeuten, dass sich innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens eine Abwärtskorrigierung einstellen könnte. Hier ist es möglicherweise von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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