2008-12-11

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – US-Dollar im Minus trotz Rettungspaket für US-Automobilindustrie
Die vorläufige Einigung auf das Rettungspaket für die US-Automobilindustrie löste Optimismus unter den Marktteilnehmern aus und bewegte die Märkte am gestrigen Handelstag. Berichten zufolge hatte man sich auf finanzielle Unterstützung in Höhe von $15 Milliarden geeinigt, um den drei führenden Autoherstellern in den USA zunächst das Überleben zu sichern. Die Nachricht über die geplante Hilfe stützte die Aktienmärkte und den Ölpreis, war jedoch weniger vorteilhaft für den US-Dollar.
Gegenüber dem EUR erreichte der Dollar gestern ein 2-Wochentief, da eine erhöhte Risikobereitschaft die US-amerikanische Währung dämpfte und die Nachfrage nach “sicheren” Währungen nachließ. Seit Beginn der vorherrschenden Finanzkrise gilt der Dollar als stark und stabil, trotz ungewissem Konjunkturklima. Das Anlegervertrauen in den Dollar brachte seinen Wert in die Höhe. Mit nachgebender Marktunsicherheit, könnte der Dollar einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder einbußen.
Zu Handelsschluss notierte der US-Dollar gestern bei 1,3046 zum EUR. In den vergangenen zwei Tagen war der Handel eher begrenzt und Amerikas Währung verzeichnete Verluste.
Anleger sollten heute besonders auf die beiden folgenden Indikatoren Acht geben: die US-Handelsbilanz und die US-Arbeitslosenerstanträge. Für die Handelsbilanz wird eine positive Entwicklung erwartet, was den USD kurzfristig ankurbeln könnte. Des Weiteren erwartet die Marktteilnehmer der wöchentliche Bericht der Arbeitsmarktzahlen. Wie zuvor berichtet, erreichen die Arbeitslosenanträge der US-Wirtschaft derzeit neue Rekordzahlen. Auch in dieser Woche ist eine Veränderung dieses Trends nicht zu erwarten. Das Ergebnis aus dem Arbeitsmarktbereich könnte den USD neue Abwärtstendenzen einbringen.

EUR – Pfund Sterling auf Rekordtief zum EUR
Zum EUR schloss der Britische Pfund gestern bei 0,8822 und erreichte während des Börsengangs somit einen neuen Tiefstand. Bereits im vergangenen Monat beobachteten Anleger, wie das Kurspaar GBP/USD ein Tief bei 1,4467 verzeichnete. Allein in den letzten 18 Monaten, verlor Großbritanniens Währung nahezu 25% ihres Wertes.
Analysten zufolge ist der Wertverlust des Pfund Sterling auf die Höhe der Staatsverschuldung des Vereinigten Königreichs zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten in ausländischer Währung betragen mittlerweile fast 500% des Bruttoinlandproduktes. Andere Experten behaupten wiederum, dass der Abwärtstrend der Landeswährung auf die Gewichtung von Vermögenswerten zu Aktien und Staatsanleihen zurückzuführen ist. Im Zuge des jüngsten Konjunkturabschwungs haben die Vermögenswerte einen starken Wertverlust erleiden müssen. Somit begab sich auch der Britische Pfund auf Talfahrt. Demnach würde sich eine Erholung des Pfund erst einstellen, sollten die globalen Märkte einen Umschwung signalisieren.

JPY – BoJ hat wenig Einfluss auf JPY
Im gestrigen Handelsverlauf konnte ein leichter Wertverlust des japanischen Yen zum US-Dollar beobachtet werden, der schlussendlich bei 92,44 schloss. Erhöhte Risikobereitschaft der Anleger veranlasste Investoren, ihre Yen-Positionen aufzulösen, um in gewinnträchtigere Währungen zu investieren.
Gestern hielt der Präsident der Bank of Japan (BoJ) Shirakawa eine Ansprache, in der er eine mögliche Intervention in die Währungsmärkte seitens der Regierung zur Regulierung des JPY-Wertes nicht ausschloss. Der jüngste und drastische Wertzuwachs des Yen traf den Export der japanischen Wirtschaft empfindlich.
Diese Angabe wurde von der Regierung jedoch bereits zuvor gemacht. Deutliche Maßnahmen hat Japan bislang dennoch nicht ergriffen. Bis zum Ende der Woche erwarten Experten das Kurspaar USD/JPY innerhalb der Handelsspanne zwischen 92-93.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar hat einen stark zinsbullischen Kurs eingeschlagen und testet aktuell die 1,3200-Marke. Nach wie vor oberhalb des oberen Bereichs der Bollinger Bands, bleibt das zinsbullische Momentum verhältnismäßig stark. Eine Überwindung der 1,3200-Marke könnte den Aufwärtstrend erweitern.

GBP/USD
Auf der Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne, in deren Mitte sich das Paar mittlerweile bewegt. Da auch alle Oszillatoren aufwärts gerichtet sind, hat es den Anschein, dass der Aufwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Heute könnte es richtig sein, zu kaufen.

USD/JPY
Die Kursschwankungen auf der 4-Stunden-Chart setzen sich fort und USD/JPY wird nun um 92,00 gehandelt. Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend einsetzen könnte. Ein Durchbruch der 91,50-Marke würde diese Tendenz bestätigen.

USD/CHF
Seit Wochenbeginn sind hier Abwärtstendenzen zu erkennen. Dieses Kurspaar testet aktuell die 1,1900-Marke. Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Tages-Chart deutet darauf hin, dass sich der Abwärtstrend für GBP/USD fortsetzen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist möglicherweise die richtige Entscheidung für heute.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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