2008-12-29

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD-Wertverlust aufgrund enttäuschender Nach-Weihnachtsverkäufe für Einzelhändler
Nach den Feiertagen erwarteten viele Einzelhändler eine leichte Umkehrung der konjunkturellen Situation. Üblicherweise führen die Preisnachlässe nach den Weihnachtsfeiertagen zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherausgaben. In diesem Jahr scheint sich das Augenmerk der Verbraucher jedoch, angesichts anhaltender Finanzkrise und wirtschaftlicher Rezession, verstärkt auf Eigenheimfinanzierung und individuelle Spareinlagen zu richten. Insbesondere der Einzelhandel bekommt dies zu spüren.
Zum ersten Mal in Jahrzehnten sprechen Ökonomen wieder von einer bevorstehenden Weltwirtschaftskrise. Mit fortwährend fallenden Aktienmärkten, sinkendem Absatz sowie parallel schrumpfenden Wirtschaftssystemen weltweit, könnten Experten mit ihrer Voraussage richtig liegen. Allem Anschein nach bleibt einziger gewinnträchtiger Bereich für Investoren derzeit der Währungs- und Devisenhandel. Anleger könnten erhebliche Gewinne erzielen, indem sie aus schwachen, weniger gewinnträchtigen Währungen jetzt aussteigen und in “sichere” Devisen, wie USD und EUR investieren, um deren Kurswert in die Höhe zu treiben.
Der USD scheint über die Feiertage an Stärke verloren zu haben und wird aktuell nahe der 1,4200-Marke zum EUR gehandelt. Diese Tendenz zeigt sich auch gegenüber dem Schweizer Franken, der derzeit unter 1,0600 gehandelt wird. Der heutige Anstieg der Ölpreise könnte darüber hinaus eine Wertminderung des Dollar initiieren.
In Bezug auf den USD-Handel könnte es für Anleger ratsam sein, sowohl die Tendenzen des Ölpreises als auch die des EUR im Auge zu behalten. In den USA herrscht, im Hinblick auf den Jahreswechsel am Mittwoch, nach wie vor ein geringes Handelsvolumen.

EUR – EUR dezimiert Wettbewerb im Vorfeld seines 10-jährigen Jubiläums
Bislang bleibt der EUR über die Weihnachtsfeiertage die Wahlwährung unter den Anlegern. Tatsächlich erlangt die europäische Währung nahezu Parität mit dem Pfund Sterling, klettert konstant gegenüber dem USD in die Höhe und erreicht aktuell die 1,4200-Marke. Dieser Aufschwung, könnte einen Trend indizieren, der -rechtzeitig zum Jahreswechsel- ein neues Hoch bei 1,4700 bewirkt, sollte er sich fortsetzen.
Am kommenden Donnerstag ist Neujahr, was gleichzeitig das 10-jährige Jubiläum des Bestehens der Währung EUR repräsentiert. Seit Einführung als offizielles Zahlungsmittel half der EUR dabei, die Inflationsrate zu senken und den freien Handel innerhalb Europas zu fördern. Als stabilisierender Faktor trug der EUR bislang einen großen Teil dazu bei, dass der europäische Kontinent seine in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg verlorene Stärke wiedererlangte. Aktuell, in Zeiten einer globalen Rezession, scheint der EUR, angesichts des schwächelnden USD, zu einem “sicheren Hafen” avanciert zu sein.
Bei geringer Handelsaktivität während der Feiertagssaison, können Forex-Anleger von einer Fortsetzung der jüngsten Trends ausgehen. Investoren sollten den EUR nicht aus den Augen verlieren, der derzeit in seinem Aufwärtstrend nicht zu stoppen ist. Eine eventuell bevorstehende Weltwirtschaftskrise sei damit jedoch nicht abzuwenden, allerdings könnten kluge Köpfe ihre Gewinne optimieren.

JPY – JPY-Wertzuwachs ist kein Segen für den japanischen Export
Jede andere Zentralbank würde einen Wertzuwachs ihrer Währung als reinen Segen betrachten. Für Japans Wirtschaft bedeutet dies jedoch schlechte Nachrichten. Da die Bank of Japan (BoJ) ihren Währungskurs absichtlich niedrig hält, um den japanischen Export anzukurbeln, signalisiert der steigende JPY eine Rezession für die Wirtschaft des Inselstaats. Während die Exportrate zurückgeht, befinden sich die Aktienmärkte nur unweit eines weiteren Zusammenbruchs.
Dennoch zählte der japanische Yen in der vergangenen Woche zu den vermehrt gehandelten Währungen, da die Banken in Europa und den USA über die Feiertage geschlossen blieben. Ungeachtet dessen, ergaben sich für Japans Währung keine eindeutigen Kursbewegungen. Die meisten Marktteilnehmer blieben den Märkten fern, während die Zahl der aktiven Investoren zu gering war, um tatsächlich Einfluss zu nehmen. Auch in der anstehenden Woche wird eine Trendwende für den JPY nicht erwartet. Treibende Feder bleiben nach wie vor USD und EUR – zumindest bis die Märkte erneut zum Jahreswechsel am 31. Dezember geschlossen werden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines starken Aufwärtstrends und testet täglich neue Höhen. Die äußerst wichtige Widerstandsmarke von 1,4150 wurde überwunden und eine Fortsetzung des zinsbullischen Trends ist wahrscheinlich. Der Slow Stochastic der Tages-Chart verdeutlicht, dass der Aufwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Kaufen könnte hier die beste Wahl für Anleger sein.

GBP/USD
Die Tages-Chart zeigt, dass dieses Paar bereits seit 8 Handelsstunden innerhalb einer Handelsspanne ohne klare Ausrichtung schwankt wird. Das äußerst starke Widerstandslevel bei 1,4699 konnte hier durchbrochen werden, während das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart andeutet, dass sich abschnittsweise eine begrenzte Abwärtsbewegung ergeben könnte, die das Kurspaar möglicherweise zurück bis zu seinem vorherigen Richtpreis bei 1,4600 bringt.

USD/JPY
Die 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass USD/JPY keine eindeutige Ausrichtung erkennen lässt. Die Chart zeigt bereits seit einer Woche kaum eine Bewegung an. Dabei deutet das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart darauf hin, dass die nächste Tendenz ein Abwärtstrend sein könnte. Eine gute Strategie lautet eventuell: Bei äußerst eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/CHF
Dieses Paar bewegt sich innerhalb einer relativ ausgedehnten Handelsspanne auf der Tages-Chart. Momentan scheint es jedoch abwärts zu gehen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist gemäßigt negativ geneigt, während der RSI bestätigt, dass die Tendenz rückläufig ist. Auch hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

 

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