2008-12-30
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Hohe Preisvolatilität für den Dollar angesichts geringem Handelsvolumen
Wie erwartet ergab sich gestern ein äußerst geringes Handelsvolumen bei hoher Preisvolatilität für das Kurspaar EUR/USD. Demnach kletterte das Paar bis zur Marke 1,4360. Nachdem das Unterstützungslevel bei 1,4000 überwunden war, konnte eine entsprechende Erholung für Rohöl, angesichts des schwachen Dollar, beobachtet werden. Zum Ende des Tages wurde EUR/USD bei 1,4043 gehandelt.
Der Wertverlust des EUR seit Beginn der Finanzkrise wird nach und nach zum Jahreswechsel wieder ausgeglichen, während der Dollar aktuell zwischen 1,3900 und 1,4200 gehandelt wird. Diese Art von Handel könnte sich noch bis zum Jahresende fortsetzen. Die Währungsmärkte sind derzeit von hohen Preisschwankungen und Illiquidität geprägt. Hier bieten sich Anlegern möglicherweise noch in den nächsten beiden Tagen gewinnbringende Handelsgelegenheiten.
Eine Frage bleibt jedoch zu stellen: Welchen Kurs wird der Dollar im kommenden Jahr einschlagen? Wird das große Deleveraging ein Ende finden? Zu rechnen ist zumindest mit einem Deleveraging, das den Dollar kurzfristig stärken könnte. Auf der anderen Seite ist es möglich, dass neue Entscheidungen seitens der US-Regierung hinsichtlich ihrer Geld- und Kreditpolitik den Dollar erneut schwächen.
Zunächst steht jedoch heute der Index für das Verbrauchervertrauen des Conference Board auf dem US-Wirtschaftskalender. Dieser Bericht soll erwartungsgemäß einen leichten Anstieg des US-Verbrauchervertrauens widerspiegeln. Die aktuellen Marktkonditionen könnten heute erneut hohe Volatilität für EUR/USD sowie andere Dollar-Crosse bringen.
EUR – Mögliche Leitzinssenkung zum neuen Jahr lässt GBP stürzen
Großbritannien plant erneut eine eventuelle Leitzinssenkung und bringt den GBP damit auf neue Tiefstände zum EUR. Während weniger erfreuliche Nachrichten im Hinblick auf GBP/USD kursieren, hat der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Trichet, angegeben, dass die Zinssätze der EZB vorerst unverändert bleiben, was dem EUR zusätzliche Unterstützung verleihen könnte. In der vergangenen Woche erreichte das Kurspaar EUR/GBP flüchtig einen Höchstkurs nahe einer 1-1 Handelsparität. Zum Ende des Tages schloss das Paar schließlich bei 0,9690.
Den GBP trifft es bereits seit Beginn der globalen Finanzkrise am Schwersten. EUR/GBP ist sei September über 43% gestiegen. Experten zufolge ergibt sich hier bereits in naher Zukunft eine Korrigierung. Denkbar ist auch eine neue Festlegung der “Hackordnung” im Währungsmarkt.
JPY – Hohe Volatilität für den Yen bei wenig Veränderungen
Die japanischen Märkte bleiben von heute bis zum Jahresende aufgrund eines Feiertags geschlossen. Dies könnte den momentanen Druck auf das Kurspaar USD/JPY mindern. Der jüngste Aufschwung des Yen hatte Japans Regierung dazu veranlasst, eine direkte Intervention ihrerseits einzufordern, um den Wert des Yen am offenen Markt zu senken. Mit einer vermehrten Risikobereitschaft der Anleger im letzten Monat, stieg jedoch auch der Kurs des Yen.
USD/JPY schloss gestern bei 90,30. Anleger können davon ausgehen, dass sich bei diesem Kurspaar bis zum Ende des Jahres nur noch wenig Bewegung ergibt. Achten Sie auf den JPY, der voraussichtlich um die 90,00-Marke schwanken wird.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass innerhalb des nächsten Zeitfensters bereits eine Abwärtskorrigierung stattfinden könnte. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich im “überkauften” Bereich und lässt erkennen, dass das Potenzial des Aufwärtstrends voraussichtlich ausgeschöpft ist. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch verdeutlicht ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart, dass sich bereits in unmittelbarer Zukunft eine Aufwärtskorrigierung einstellen könnte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf der Stunden-Chart.
USD/CHF
Bei diesem Kurspaar gibt die 4-Stunden-Chart gemischte Signale aus, während ihr Slow Stochastic im neutralen Bereich schwankt. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im “überkauftem” Bereich, was bedeuten könnte, dass eine zinsbullische Korrigierung bald stattfindet. Auch bei USD/CHF könnte eine gute Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard


