2009-12-02

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD schließt nach BoJ-Meeting fester gegen Yen
Der US-Dollar befand sich am Mittwoch überwiegend in der Defensive, während sowohl EUR als auch andere gewinnträchtige Währungen ihre eindrucksvolle Kurssteigerung fortsetzten. Insgesamt wurden jedoch leichte Anzeichen einer nachlassenden Risikobereitschaft unter den Händler zum Jahresende deutlich. Der Dollar schwächte gestern um 0,6% auf $1,5088 pro EUR von zuvor $1,5005 ab.
Zum zweiten Tag in Folge gab der USD gegen den EUR angesichts steigender Aktienkurse in Europa und den USA nach. Auch gegen die Währungen Australiens und Neuseelands rutschte der US-Dollar leicht ab, als Händler sich zum 2. Handelstag in Folge dazu entschlossen, die niedriger rentierliche Anlage zugunsten gewinnträchtiger Investitionen abzustoßen. Gegen den japanischen Yen machte der Dollar dennoch Boden gut, nachdem Japans Zentralbank Bank of Japan gestern auf einer Sondersitzung beschlossen hatte, japanischen Finanzinstituten zusätzliche Milliarden zur Bekämpfung des Yen-Preisverfalls zur Verfügung zu stellen. Der USD notierte bei 86,61 Yen vom zuvor erreichten 87,53 Yen-Rekordstand. Händler erwarten einen nächsten Stand unter der Marke von 87 Yen.
Des Weiteren blieb der USD-Handel schwach, nachdem das Institute for Supply Management (ISM) den nationalen Index der US-Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe im November bei 53,6 Punkten ausgab. Im Vormonat lag das Ergebnis noch bei 55,7 Punkten und blieb somit weit unter den Markterwartungen. Die aktuellen Abwärtstendenzen der US-Währung gegen die Hauptgegenwährungen könnten vorerst anhalten. Abzuwarten sind die für heute erwarteten Indizes ADP-Arbeitsmarktbericht für November (Beschäftigung privater Sektor) und US-Rohöllagerbestände (Woche).

EUR – Steigende UK-Hauspreise lassen GBP anziehen
Um 17-monatige Höchststände handelte die europäische Gemeinschaftswährung EUR am Dienstag gegen den US-Dollar und notierte zu Handelsschluss bei $1,5088. Steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise trübten die Attraktivität des Safe-Haven-Dollar.
Das Britische Pfund Sterling schloss gegen USD und EUR fester. Zum 7. Monat in Folge waren die UK-Hauspreise gestiegen und die Sorgen der GBP-Anleger in Bezug auf den Staatskonzern Dubai World ließen angesichts des beabsichtigten Sanierungskonzepts des Staatsfonds nach. Möglicherweise sind UK-Kreditgeber weniger von den Zahlungsschwierigkeiten Dubais betroffen als zunächst vermutet. Das Pfund Sterling kletterte im gestrigen Handel von $1,6440 auf $1,6621. Ein Kursanstieg konnte auch zum EUR beobachtet werden. Hier notierte Großbritanniens Währung bei 90,86 Pence pro EUR von zuvor 91,25 Pence.
Trotz CIPS-Index-Ergebnis, das unter den Erwartungen der Analysten lag, ergab sich die GBP-Kurssteigerung. Der CIPS-Index ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Großbritannien und mit dem ISM-Index der USA zu vergleichen. Die Ökonomen der Investmentbank Morgan Stanley sehen Großbritannien sich -im Vergleich zu übrigen Wirtschaftsnationen- gerade aus der Rezession schleppen.

JPY – Yenkurs rutscht aufgrund BoJ-Beschluss ab
Der japanische Yen gab im Dienstagshandel zum USD nach. Investoren reagierten entsprechend auf den neuesten Beschluss der BoJ, ihre Geldpolitik angesichts des gestiegenen Deflationsdrucks erneut zu lockern. Händler gehen davon aus, dass weitere USD/JPY-Positionen am Devisenmarkt zunächst abgestoßen werden. In einer Sondersitzung ihres geldpolitischen Gremiums hatte sich die japanische Zentralbank aufgrund von Deflation und Aufwertung der Landeswährung dazu entschieden, weitere Milliarden in das Finanzsystem zu pumpen.
Dem Markt sollen rund 10 Billionen Yen zugeführt werden. Den Leitzins beließ die Bank von Japan wie erwartet bei 0,1%. Trotz der Yen-Schwäche am Dienstag gehen Analysten nicht davon aus, dass die Maßnahmen der BoJ ausreichend sind, um langfristig Yen-Käufe gegen den USD zu verlangsamen. Viele Anleger erwarten den Yen zum USD stärker, solange die US-Niedrigzinspolitik anhält. In Anbetracht der allumfassenden USD-Schwäche bleibt es wahrscheinlich, dass die staatliche Intervention Japans zur signifikanten Abschwächung des Yen lediglich gemäßigten Erfolg haben wird.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich EUR/USD um die 1,5090-Marke. Dennoch wird auf der 4-Stunden-Chart ein neues rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich. Dies könnte bedeuten, dass sich innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens eine Abwärtskorrektur ergibt. Für EUR/USD-Händler könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsgrenze erfolgt.

GBP/USD
Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Ein neues Cross -Tendenz fallend- des 4-Stunden-Slow Stochastic hat sich jedoch mittlerweile herausgebildet und lässt eine Preiskorrektur nach unten in Kürze vermuten. Heute bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei GBP/USD eine gute Wahl sein.

USD/JPY
Aktuell bewegt dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Wochen-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Hier empfehlen wir, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat sich ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart gebildet. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass eine zinsbullische Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Kaufen könnte sich heute auszahlen.

 

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