2009-12-03

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD: Gewinne gegen Yen, Verluste gegen Risikowährungen
Entgegen dem 6-Wochenhoch zum Yen, gab der USD am Mittwoch gegen volatile Währungen nach. Investoren berichten von einer wiederkehrenden Risikobereitschaft unter den Händlern. Nach den steigenden Umsatzzahlen im australischen Einzelhandel in den vergangenen Monaten und verstärkten Spekulationen um eine baldige Zinsanhebung seitens der australischen Zentralbank, kletterte der AUD auf 92,93 US-Cents gegen den USD. Auch der Kiwi schloss zum schwächelnden USD fester bei 72,58 US-Cents. Zum EUR ergab sich im Mittwochshandel wiederum ein Kursabfall. Händler sollten heute aufmerksam bleiben und beobachten, welche Richtung die US-Währung im Donnerstagshandel einschlagen wird.
Einige wichtige Indikatoren könnten den USD-Handel beeinflussen: Um 14:30 Uhr werden die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) veröffentlicht. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer das Ergebnis, dessen Prognose sich auf 479.000 Anträge in der letzten Woche beläuft. Sollten die Voraussagen stimmen, würde dies einen deutlichen Anstieg zum Vorwochenergebnis bedeuten, was Investoren dazu veranlassen könnte zusätzliche Safe-Haven USD-Käufe zu tätigen. Darüber hinaus ist der für 16:00 Uhr erwartete ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe im Monat November von Bedeutung. Mehrere hundert Einkaufsmanager (des nicht-verarbeitenden Gewerbes) nehmen an der Umfrage für den ISM-Bericht teil. Das Ergebnis gilt als verlässlicher Indikator für die gegenwärtige US-Geschäftslage. Sollte der Indexstand wie prognostiziert um 51,6 Punkte ausfallen, könnte der USD unter Druck geraten.
Anzeichen einer Wirtschaftserholung in den USA gilt wiederholt als Auslöser für erhöhte Risikobereitschaft unter den Investoren.

EUR – EUR vor EZB-Ratssitzung fester
Der EUR stieg bereits im frühen heutigen Morgenhandel um 0,2% zum USD an. Diese Kursentwicklung zeichnet sich im Vorfeld des EZB-Ergebnisses der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz im weiteren Tagesverlauf ab. Auch zum Yen zog der EUR etwas an und handelte hier mir +0,7% zum Vortag über der Marke von 132,50. Während die EZB ihre Leitzinssätze voraussichtlich vorerst unverändert belassen wird, spekulieren die Marktteilnehmer inzwischen über einen stufenweisen Abbau der außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank.
Gegenüber anderen Hauptwährungen wie dem Australischen Dollar, ergaben sich für die europäische Gemeinschaftswährung zu früher Morgenstunde Kursverluste. Dabei markierte der AUD bei über 1,6200 ein 8-tägiges Hoch gegen den EUR. Des Weiteren zog das Britische Pfund Sterling bereits im Mittwochhandel zum EUR an. Das Tagestief lag bei 90,36 Pence. Sollte die EZB ihre Niedrigzinspolitik wie erwartet fortführen, können Händler damit rechnen, dass der EUR-Abwärtstrend gegenüber risikoreichen Währungen anhalten wird.

JPY – Interventionsgerüchte bringen Yen weitere Verluste
Der japanische Yen setzte seine Abwärtstendenzen am Mittwoch gegen die Hauptgegenwährungen fort, nachdem sich die Spekulationen um eine Intervention der japanischen Regierung zur Abwertung der landeseigenen Währung verstärkten. Der hochverzinsliche Yen hat in den vergangenen Monaten die japanische Exportindustrie maßgeblich unter Druck gebracht. Die zuständigen Behörden in Tokio planen einzuschreiten. Eine Unterstützung durch Interventionen der EZB oder der US-Notenbank zur Stabilisierung der Währung ist jedoch unwahrscheinlich, auch wenn der Ruf danach unter Japans Währungshütern lauter wird. Angesichts neuer Anzeichen einer Erholung der Weltwirtschaft, hatten Investoren dem „sicheren“ JPY den Rücken gekehrt und sich auf risikoreiche Anlagen konzentriert. Zum EUR fiel der Yen gestern bis auf 132,34 und auf 87,74 zum USD.
Weitere Signale für eine fortschreitende Konjunkturerholung setzte heute Morgen die Bank of America, die noch bis Jahresende ihre von der US-Regierung erhaltenen Finanzhilfen in Höhe von $45 Mrd. zurückzahlen will. Das sich daraus ergebende gesteigerte Anlegervertrauen wird dem Safe-Haven-Yen voraussichtlich weiter schaden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Der Stunden-Chart- Slow Stochastic gibt ein neues rückläufiges Cross aus. Auch auf der 2-Stunden- und auf der Tages-Chart kündigen sich für den Indikator rückläufige Crosse an, während der RSI der 4-Stunden-Chart nahe des „überkauften“ Bereichs schwankt. Eine bevorstehende Preiskorrektur nach unten ist nicht unwahrscheinlich.

GBP/USD
Der Slow Stochastic der Stunden-Chart gibt ein neues rückläufiges Cross aus, während sich der 4-Stunden-RSI im „überkauften“ Bereich bewegt. Auch hier könnte sich schon bald eine abwärtsgerichtete Kurskorrektur ergeben. Verkaufen ist heute möglicherweise eine gute Strategie für GBP/USD-Anleger.

USD/JPY
Der gestrige Aufwärtstrend könnte heute ein Ende finden, da sich das Währungspaar USD/JPY bereits im „überkauften“ Bereich des RSI der Stunden- und 2-Stunden-Chart eingefunden hat. Der Slow Stochastic der Tages-, 4-Stunden- und 2-Stunden-Chart weist wiederum ein rückläufiges Cross vor. Verkaufen könnte auch hier von Vorteil sein.

USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für USD/CHF fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Ein neues zinsbullisches Cross des 2-Stunden- Slow Stochastic bildet sich aktuell heraus. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich auf den „überkauften“ Bereich zu und deutet auf eine Kurskorrektur nach oben innerhalb des nächsten Zeitfensters. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

 

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