2009-12-04

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Veröffentlichung des ADP-Arbeitmarktberichts
Der US-Dollar schloss gestern deutlich fester gegen JPY und GBP, nachdem US-Arbeitsmarktdaten verdeutlichten, dass die Zahl der Arbeitslosen in den USA in der letzten Woche überraschend stark zurückgegangen war. Zum Ende des gestrigen Handelstages notierte der USD zum GBP fester und drückte das oft gehandelte Cross bis auf 88,25. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum Britischen Pfund GBP und schloss hier um die Marke von 1,6540.
Die veröffentlichten Konjunkturdaten vom Donnerstag fielen unterschiedlich aus. Während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe rückläufig war und den niedrigsten Stand in 14 Monaten erreichte, wurde die Produktivität in den USA im dritten Quartal 2009 abwärts revidiert. Die derzeitige Konjunkturerholung scheint sich nicht in dem von vielen Investoren erhofften Tempo zu vollziehen. Die Hauptwährungen passen sich als Ergebnis dessen an die Entwicklungen an den Aktienmärkten an. Während die wirtschaftliche Erholung von positiven und negativen Konjunkturdaten beeinflusst hin- und herschwankt, leidet die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Für heute ist und bleibt die wichtigste Veröffentlichung aus der US-Wirtschaft der Bericht der US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung exklusive des Agrarbereichs um 14:30 Uhr. Das Ergebnis wird sowohl auf den Dollar-Handel als auch auf dessen Crosse wirken. Anleger gehen von einer hohen Dollar-Volatilität zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aus. Händler sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnten sich hervorragende Gelegenheiten bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich zur Veröffentlichung des Arbeitsmarkt-Indikators ergeben.

EUR – EUR fällt gegen USD und bleibt zum Yen stabil
Der EUR beendete den gestrigen Handel bei gemischten Ergebnissen gegenüber seinen Hauptgegenwährungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Laufe des gestrigen Handelstages angekündigt, dass sie in Kürze einen langsamen und stufenweisen Ausstieg aus den gegenwärtigen außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen plane. Für die Währung der 16 Nationen setzten sich die Kursgewinne gegen den japanischen Yen gestern fort. Angesichts eines umfassenden JPY-Verkaufs zu Handelsschluss notierte der EUR hier bei 132,85. Gegen den USD wiederum verlor der EUR an Boden und rutschte über 50 Punkte ab, um bei 1,5055 zu notieren.
Der Hauptrefinanzierungssatz der EZB verbleibt zwar zunächst unverändert bei dem Niedrigrekordstand von 1,00%, liegt damit jedoch höher als der Leitzins der US-Notenbank Fed sowie der Bank of England. Hohe Zinssätze können die Währung stützen, da Händler nach Möglichkeit in Anlagen investieren, die höhere Erträge abwerfen.
EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet erklärte am Donnerstag in der Pressekonferenz zum Zinsbeschluss der EZB, dass sich das Wirtschaftswachstum der 16 Nationen der Gemeinschaftswährung für 2010 in einem moderaten Tempo vollziehen werde. Es sei weiterhin mit Unbeständigkeit und Unsicherheiten zu rechnen. Darüber hinaus bestätigte Trichet, dass in Zukunft ein Teil der Liquiditätsmaßnahmen nicht im gleichen Ausmaß wie bisher benötigt würden.

JPY – Yen mit Verlusten gegen Hauptgegenwährungen
Für den japanischen Yen ergaben sich am Donnerstag gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursverluste bei bärischen Tendenzen. Zum USD gab der JPY deutlich nach und notierte bei 88,20. Das Kurspaar EUR/JPY schloss mit 132,85 ebenfalls fester.
Zum zweiten Handelstag in Folge geriet der Yen gestern unter Druck, nachdem die Währungshüter der Bank of Japan zu Wochenbeginn eine weitere Lockerung ihrer Währungspolitik ankündigten, um die starke Yen-Aufwertung sowie den Preisverfall im Land zu stoppen. Zum USD rutschte der Yen auf den niedrigsten Stand in 14 Jahren und notierte bei 84,80 am Freitagmorgen. Japans Zentralbank sieht in einer Intervention die Möglichkeit zur Abwertung des JPY. Japans Zentralbank plant ein neues Konjunkturprogramm in Höhe von 10 Billionen Yen (76,4 Mrd. Euro), die den Banken zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden sollen. Dabei wird die extrem niedrige Leitzinsrate von 0,10% beibehalten.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der 4-Stunden-Chart schwankt dabei im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic hat mittlerweile ein neues Cross, Tendenz fallend, gebildet, das eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft vermuten lässt. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Dieses Währungspaar signalisierte gestern deutlich rückläufige Tendenzen und wird momentan um die Marke von 1,6525 gehandelt. Dennoch ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart zu erkennen. Es könnte ein Zeichen dafür sein, dass eine Preiskorrektur nach oben unmittelbar bevorsteht. Sobald die Überwindung der oberen Handelsgrenze erfolgt, könnte Kaufen bei eng gesetzten Stopps eine gute Strategie sein.

USD/JPY
Dieses Paar zeigte sich in letzter Zeit äußerst zinsbullisch und wird derzeit bei 88,46 gehandelt. Der MACD der 4-Stunden-Chart stützt dieses zinsbullische Verhalten, während der RSI der 4-Stunden-Chart im Widerspruch dazu steht. Klare Signale abzuwarten, könnte bei diesem Paar heute die richtige Wahl sein.

USD/CHF
Das Aufwärtsmomentum dieses Paars scheint noch so einiges Potenzial in sich zu tragen. Der MACD der 4-Stunden-Chart und der RSI der Tages-Chart bestätigen diese Neigung. Dem zinsbullischen Trend jetzt beizutreten, könnte die richtige Strategie für heute sein.

 

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