2009-12-07

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Überraschende NFP-Arbeitsmarktdaten treiben USD in die Höhe
Der USD schloss gegen die meisten seiner Gegenwährungen am Freitag fester. Noch zu Beginn der letzten Woche setzte der Dollar seinen schleppenden Abwärtstrend der vergangenen Handelswochen zunächst fort. Kurz vor dem Wochenende jedoch kletterte der US-Dollar um rund 200 Punkte zum EUR, Pfund und Yen in die Höhe.
Noch bis zum Freitagshandel brachten negative US-Konjunkturdaten die amerikanische Währung unter Druck. Der Einkaufsmanagerindex ging von 55,7 Punkten im Vormonat auf aktuell 53,6 Punkte zurück. Des Weiteren fiel die Prognose des Arbeitsmarktdienstleisters ADP zum Arbeitsmarktbericht für die Beschäftigung im privaten Sektor recht düster aus. Experten erwarteten 169.000 weitere Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, was die US-Währung zusätzlich belastete.
Letztendlich setzte der NFP-Bericht dem USD-Abwärtstrend am Freitag ein Ende. Das Ergebnis verdeutlichte, dass im November lediglich 11.000 Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft abgebaut wurden. Dies war das beste Resultat seit Rezessionsbeginn. Darüber hinaus fiel die Arbeitslosenrate überraschend von 10,2% auf 10,0%. Dieses Endergebnis entsprach nicht der ADP-Prognose und stützte den USD wie nie zuvor.
Die USA veröffentlichen in dieser Handelswoche einige interessante Indizes. Anleger sollten ihr Hauptaugenmerk auf die folgenden zwei Indikatoren richten: die für Donnerstag erwartete US-Handelsbilanz sowie das Ergebnis der US-Einzelhandelsumsätze am Freitag. Weitere positive Daten könnten den USD zusätzliche Stärke verleihen. Des Weiteren sollte Forex-Händler die für heute angesetzte Rede von Fed-Chef Ben Bernanke über die US-Notenbank im Economic Club of Washington aufmerksam verfolgen. Es kann mit Kursschwankungen gerechnet werden.

EUR – EUR bei Kursverlusten gegen Hauptwährungen
In der letzten Woche ergaben sich für den EUR überwiegend Abwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Deutlich wurden diese insbesondere gegenüber USD und Pfund Sterling. Dabei rutschte der EUR über 200 Punkte zum US-Dollar ab und drückte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,4860.
Dieser Kursabfall ließ sich in der vergangenen Woche auf zwei Hauptursachen zurückführen. Zum einen reagierten die Marktteilnehmer auf den Entschluss der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins in der Eurozone unverändert bei 1,00% zu belassen. Händler bleiben in Bezug auf künftige Maßnahmen der Notenbank unsicher und mutmaßen, ob die Krise in der Eurozone tatsächlich die Talsohle erreicht hätte. Darüber hinaus gab die europäische Gemeinschaftswährung nach, als der USD, angesichts positiver NFP-Daten deutliche Kursgewinne verzeichnete. Die Kombination aus ungewissen Marktaussichten für die Eurozone und positiven Wirtschaftsdaten aus den USA stärkten am Freitag den USD und schwächten gleichzeitig die Euro-Währung.
Für die anstehende Woche werden aus der Eurozone wichtige und wirkungsvolle Konjunkturdaten erwartet: Am Dienstag wird der Bericht zum deutschen Industrieeingang für den Monat Oktober veröffentlicht. Jüngst gibt Deutschland optimistische Konjunkturdaten aus. Ein mit der letzten Entwicklung übereinstimmendes Ergebnis, könnte den EUR wieder stützen. Auch EZB-Präsident Trichet meldet sich heute in einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel um 14:00 Uhr zu Wort. Sollte Trichet auf die Möglichkeit einer baldigen Zinsanhebung in der Eurozone verweisen, könnte der EUR sein Handelsniveau der vergangenen Wochen erneut erreichen.

JPY – Ist der JPY-Aufwärtstrend beendet?
In der vergangenen Handelswoche ergab sich für den Yen eine Trendwende. Dabei verzeichnete Japans Währung starke Kursverluste gegenüber US-Dollar, EUR und Pfund Sterling. Am deutlichsten war der Kursabfall gegenüber dem britischen Pfund zu beobachten. Das Währungspaar GBP/JPY zog um rund 600 Punkte an und wird aktuell um 148,30 gehandelt.
Der Yen-Preisrutsch ergab sich überwiegend aus negativen Konjunkturdaten aus der japanischen Wirtschaft. Laut vorläufigem Bericht stieg die Industrieproduktion im Oktober zwar um 0,5%, das Ergebnis enttäuschte jedoch die Erwartungen, die sich auf einen Anstieg von 2,5% beliefen. Des Weiteren fielen die Investitionen gegenüber dem Vorquartal um 24,8%. Der entsprechende Bericht misst die Veränderung des Gesamtwertes neuer Investitionsaufwendungen von japanischen Unternehmen. Allem Anschein nach befindet sich die japanische Wirtschaft noch immer nicht auf Erholungskurs. Ein konjunktureller Aufschwung liegt womöglich noch in weiter Ferne. Auch in der vergangenen Woche hatte die Bank von Japan (BoJ) ihre Zinssätze unverändert bei 0,10%, der niedrigsten Rate in der Gruppe der Industrienationen belassen. Der japanische Yen bleibt somit schwach.
In dieser Woche werden gleich mehrere bedeutende Wirtschaftsdaten vom Inselstaat erwartet. Händler sollten vor allem die Kernrate der Maschinenbestellungen nicht aus den Augen verlieren, die am Mittwoch veröffentlicht wird. Diese gilt als einer der führenden Indikatoren für die Produktion in Japan. Sollte auch hier das Endergebnis enttäuschen, bleibt der Yen voraussichtlich auf Abwärtskurs.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht ein neu entstandenes zinsbullisches Cross des Slow Stochastic, dass sich eine Preiskorrektur nach oben ankündigt. Die übrigen Oszillatoren bewegen sich jedoch unablässig im neutralen Bereich. Hier werden geringere Kursschwankungen als gewöhnlich erwartet. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

GBP/USD
Dieses Paar verharrt weiterhin in der bisherigen Handelsspanne ohne erkennbare Ausrichtung. Der Preis bleibt gleichmäßig innerhalb der Bollinger Bands auf allen Charts und hat sich außerdem im neutralen Bereich der entsprechenden Oszillatoren eingefunden. Demnach könnte es heute richtig sein, deutlichere Zeichen erst einmal abzuwarten.

USD/JPY
Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart, dass sich Abwärtstendenzen bereits ankündigen. Die Bollinger Bands auf der 30-Minuten-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass sich Marktvolatilität in nächster Zukunft einstellen könnte. Verkaufen ist heute möglicherweise die richtige Strategie.

USD/CHF
Die gemäßigt zinsbullische Preisentwicklung innerhalb der aufwärts gerichteten Handelsspanne auf der Tages-Chart setzt sich fort. Ein Durchbruch ist hier noch nicht erfolgt. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Ihr Slow Stochastic ist abwärts gerichtet und deutet auf ein Anhalten des Abwärtsmomentums hin. Der nächste Richtwert könnte bei 1,0195 liegen. Für heute lautet die bevorzugte Strategie womöglich – Kaufen.

 

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