2009-12-08

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Bernanke-Rede drückt Dollar-Kurs
Genaue Angaben für einen Zeitpunkt der Anhebung des Zinsniveaus durch die US-Notenbank gab es im Laufe Bernankes Rede gestern nicht. Jedoch sei die US-Notenbank bereit, ihre massive Stimulierung der Wirtschaft zurückzufahren, so der US-Notenbankchef, sobald die Erholung stark genug sei. Die US-Wirtschaft befindet sich nach wie vor inmitten ihrer Erholungsphase. Der Arbeitsmarkt bleibt gegenwärtig bei einer Arbeitslosenrate von 10% schwach. Die Inflationssorgen verringern sich zwar, eine Zinsanhebung in naher Zukunft bleibt jedoch unwahrscheinlich.
Bernankes Ansprache brachte zumindest dem Währungspaar EUR/USD Auftrieb. Damit war der USD-Aufwärtstrend vom vergangenen Freitag, nach den überraschend positiven NFP-Daten beendet. Der plötzliche EUR/USD-Kursabfall am Freitag hatte viele Händler dazu veranlasst, ihre Long-Positionen auf das Paar abzustoßen, was einer sich ankündigenden Preiskorrektur nach unten neue Impulse setzte. Anleger sehen heute wieder langfristige Aufwärtstendenzen für die Gemeinschaftswährung EUR gegen den USD.
Das Paar wird aktuell bei 1,4840 gehandelt, nachdem EUR/USD noch vor Bernankes Rede unter 1,4800 notierte. Heute Morgen war das Währungspaar bis auf den niedrigsten Stand innerhalb der letzten fünf Wochen gefallen. Auch das Pfund Sterling rutschte zum USD bereits ab und handelt aktuell um 1,6452. Der heutige Eröffnungspreis lag bei 1,6476.
Am Dienstag richten Anleger ihr Augenmerk auf den Kanadischen Dollar. Die kanadische Notenbank, Bank of Canada (BoC), wird ihren Entscheid zum Leitzins heute bekannt geben. Dieser soll erwartungsgemäß auf dem Rekordtief von 0,25% verbleiben. Möglicherweise gibt die begleitende Stellungnahme der Zentralbank Aufschluss über zukünftige Tendenzen der kanadischen Währungspolitik. Zurückhaltende Aussagen durch Kanadas Währungshüter könnten das Paar USD/CAD heute weiter in Richtung 1,0400-Marke drücken.

EUR – UK-Konjunkturdaten markieren heutigen Handel
Das Pfund Sterling schloss gestern uneinheitlich gegen die Hauptwährungen. Dabei schwächte die UK-Währung gegen den USD ab, während gegenüber dem EUR an Boden gewonnen wurde. Im asiatischen Handel zog das Währungspaar EUR/GBP leicht an und handelte bei 0,9020, lag dabei jedoch unter dem gestrigen Eröffnungskurs von 0,9034.
Heute erwartet die Investoren eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten aus Großbritannien: Erster Indikator auf der Agenda ist der Halifax Index der UK-Hauspreise (HPI) um 10:00 Uhr. Der Halifax Hauspreisindex gilt als führender Indikator der UK-Immobilienbranche, der direkten Einfluss auf den Kurs des Pfund Sterling nehmen kann. Experten gehen von einem Rückgang um 4% aus. Um 10:30 Uhr wird der CIPS-Einkaufsmanagerindex (verarbeitendes Gewerbe) für November veröffentlicht. Das Ergebnis soll der Vormonatsmessung entsprechen, deren Großteil die Fertigungsindustrie ausmachte. Der Einkaufsmanagerindex ist ein Stimmungsindikator, auf den die finanziellen Märkte sensibel reagieren.
Beide Indizes können die Bewegungen des GBP-Handels und seiner Crosse heute bestimmen. Positive Zahlen stützen das Pfund womöglich. Bis Handelsschluss handelt GBP/USD eventuell um die Marke von 1,6535 und das Paar EUR/GBP gegebenenfalls bei 0,8990.

JPY – Dollar fällt nach Gewinnmitnahmen gegen Yen
Der USD gab im Montagshandel im Zuge stärkerer Gewinnmitnahmen nach. Nach dem Rekordhoch der vergangenen Woche rutschte das entsprechende Währungspaar wieder ab. Am Freitag verliehen die überraschend positiv ausgefallenen US-NFP-Daten kräftigen Auftrieb.
USD/JPY-Positionen wurden abgestoßen und das Paar näherte sich der Schlüsselmarke bei 90 Yen. Heute drückt die zurückgekehrte USD-Schwäche das Währungspaar erneut. USD/JPY handelt aktuell um 89,03. Der Eröffnungspreis lag heute bei 89,86.
Die gestrigen Preisbewegungen lassen sich auf die Ansprache von US-Notenbankchef Ben Bernanke zurückführen. Weiterhin werden die Märkte unter dem Einfluss der Händler stehen, die darüber mutmaßen, zu welchem Zeitpunkt die Zinssätze in den USA angehoben werden könnten. Bis zum Wochenende ist es möglich, dass der US-Dollar entsprechend die 90-Yen-Marke überwindet.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur einsetzt. Eine gute Strategie lauten möglicherweise: Bei eng gesetzten Stopps kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell verschiedene Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie hier deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.

USD/JPY
Gestern ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen könnte. Beispielsweise verdeutlicht der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein Aufwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

USD/CHF
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der 4-Stunden-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung hin. Auch das rückläufige Cross des Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt diese Neigung. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald die Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.

 

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