2009-12-10

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – Dollar-Kurs fällt aufgrund erhöhter Risikobereitschaft
Infolge eines positiven US-Börsengangs am Mittwoch, verlor der US-Dollar zum ersten Mal seit den überraschend optimistisch ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag an Boden gegen übrige Hauptwährungen. Somit rutschte der Dollar-Index auf 76,043 von zuvor 76,236 ab. Die Marktteilnehmer diskutierten gestern erneut, ob die Spekulationen um eine Anhebung der US-Zinsraten möglicherweise verfrüht seien. Steigende Aktienkurse führten am gestrigen Handelstag zu deutlichen Kursgewinnen für den EUR, der zeitweise über der Marke von 1,4730 handelte. Im Anschluss an einen schweren Handelstag für die US-amerikanische Währung, werden heute im Donnerstagshandel einige wichtige Konjunkturdaten aus den USA erwartet, die voraussichtlich gesteigerte Marktvolatilität auslösen werden.
Um 14:30 Uhr blicken Anleger voller Spannung den US-Arbeitslosenerstanträgen der vergangenen Woche entgegen. Hier wird sich zeigen, ob der letzte Bericht lediglich ein Zufall war, oder ob sich die Lage am US-amerikanischen Arbeitsmarkt tatsächlich verbessert hat. Sollte das Ergebnis der Prognose von 463.000 gestellten Anträgen weitgehend entsprechen, könnte die US-Währung wieder Auftrieb erfahren, da die Zahl dem Resultat der letzten Woche in etwa gleichkommt. Sollte jedoch die Anzahl der Arbeitslosen, die in den USA erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe stellten steigen, werden Händler dies vermeintlich als instabiles Zeichen für die US-Wirtschaft deuten und ihre USD-Positionen weiter auflösen.

EUR – EUR steigt nach positivem Ausblick auf EZB-Zinsraten
Die Prognosen für positive Ergebnisse der jeweiligen Berichte zu Produktion in Frankreich und Italien am heutigen Handelstag, brachten dem EUR-Handel neuen Schwung. Die europäische Gemeinschaftswährung machte heute Morgen kräftig Boden gegen USD und Yen gut. Händler spekulieren über einen möglichen stufenweisen Abbau der staatlichen Konjunkturstimuli durch die EZB bereits in naher Zukunft.
Händler sollten heute besondere Aufmerksamkeit jeglichen Bekanntgaben der EZB schenken. Fallen europäische Konjunkturdaten wieder positiv aus, könnte dies als Zeichen dafür gedeutet werden, dass sich die Eurozone in einem schnelleren Tempo erhole, als die USA und Japan, was eventuell zu weiteren EUR-Aufwärtstendenzen führt. Andererseits könnten die heutigen US-Arbeitsmarktdaten, sollten sie die Voraussagen nicht enttäuschen, den USD gegen den EUR stärken. Ein stabiler US-Arbeitsmarkt kann den USD aufwerten lassen. Die Kursentwicklungen der letzten Woche in Form von EUR-Verlusten könnten sich wiederholen.
Zum Yen schloss der EUR deutlich fester. Insbesondere nachdem positive Arbeitsmarktdaten aus Australien die Risikobereitschaft der Investoren erhöhten. Zusätzlich wurde der deutliche Yen-Aufwärtstrend der letzten Tage gebremst. Zum heutigen Nachmittagshandel erwarten Händler einen noch stärkeren EUR, sollten die Produktionszahlen aus Europa eine Konjunkturerholung in der Eurozone bestätigen.

JPY – Yen fällt nach gesunkener Arbeitslosenquote in Australien
Nach dem gestrigen Kursanstieg des JPY gegen USD und EUR, fiel Japans Währung im frühen Morgenhandel heute wieder zurück, nachdem Australiens Arbeitslosenquote unerwartet gesunken ist. Händler schienen ihre Safe-Haven-Positionen abzustoßen und insbesondere Yen-Anlagen zugunsten risikoreicher Währungen wie dem Aussie oder Kiwi umzuschichten. Entsprechend fiel der japanische Yen am Donnerstagmorgen bis unter 130,00 gegen den EUR.
Heute sollten JPY-Händler ihr Augenmerk auf die Konjunkturdaten aus Europa und den USA richten. Enttäuschende Zahlen aus der Eurozone könnten die Attraktivität des Yen als Safe-Haven-Währung wieder stützen und der Inselstaatswährung Kursgewinne bringen. Positive Konjunkturdaten lösen heute möglicherweise einen langfristigen Abwärtstrend für JYP gegen die Hauptwährungen aus.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Dieses Währungspaar verzeichnete in der vergangenen Woche Kursverluste und wird gegenwärtig um die 1,4710-Marke gehandelt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart bildet aktuell ein zinsbullisches Cross. Eine Preiskorrektur nach oben steht voraussichtlich unmittelbar bevor. Auch der RSI der 4-Stunden-Chart stützt diesen Trend. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD
Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur einsetzt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.

USD/JPY
Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für USD/JPY fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Aktuell bewegt sich das Kurspaar im unteren Bereich des RSI der 4-Stunden-Chart. Hier steht eine Kurskorrektur nach oben ebenfalls bevor. Eine gute Strategie könnte lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich USD/CHF um die 1,0280-Marke. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich im „überkauften“ Bereich und verdeutlicht, dass sich eine Korrektur nach unten bereits in naher Zukunft einstellen könnte. Bei USD/CHF könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsgrenze erfolgt.

 

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