2009-12-11
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD uneinheitlich gegen Hauptwährungen
Der USD schloss gestern uneinheitlich mit Kursgewinnen gegen den Yen, jedoch kaum verändert gegen EUR und Pfund Sterling. Der Dollar-Index verzeichnete den größten Tagesgewinn, kletterte zwischenzeitlich bis über die Marke von 76 und schloss letztendlich bei 75,996. Am Mittwoch notierte er noch bei 75,987. Zum Neuseeländischen Dollar gab der USD um 1,3% nach, während der Australischen Dollar zur US-Währung um 1,1% anzog.
Laut US-Arbeitsmarktbericht ist die Zahl der Arbeitslosen bis auf den niedrigsten Stand seit Februar zurückgegangen. Darüber hinaus ist das US-Handelsdefizit überraschend geschrumpft. Der schwache USD hatte die Exporte in Übersee angekurbelt.
Für heute stehen folgende wichtige US-Konjunkturindikatoren auf der Agenda: 14:30 Uhr US-Einzelhandelsumsatz und 15:55 Uhr Konsumklima Uni Michigan. Angesichts der überwiegend positiv ausgefallenen US-Indizes der letzten Wochen, könnten enttäuschende Zahlen die Volatilität um USD-Paare erhöhen.
EUR – EUR aufgrund Rating-Sorgen unter Druck
Der EUR geriet am Donnerstag erneut aufgrund von Sorgen um die hohen Staatsverschuldungen einiger EU-Mitgliedsstaaten unter Druck. Die Kreditwürdigkeit Griechenlands wurde bereits zu Wochenbeginn herabgestuft, während Spanien eine solche droht. Gleiches gilt für Portugal. Zu später Handelsstunde am Donnerstag notierte der EUR zum USD unverändert bei $1,4730 sowie bei 129,94 Yen von zuvor 129,41 Yen. Das Britische Pfund schloss bei $1,6274 von $1,6270 am Vortag.
Notierungen für GBP reagierten kaum auf den Entschluss der Bank of England, ihren Leitzins unverändert bei 0,5% zu belassen. Großbritanniens Zentralbank hält außerdem ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen in Höhe von 200 Mrd. Pfund wie erwartet aufrecht.
Während zunehmend positive Konjunkturdaten aus Deutschland, der größten Wirtschaftsnation der Eurozone veröffentlicht werden, belasten neue Sorgen um Herabstufungen der Kreditwürdigkeit weiterer EU-Mitgliedstaaten durch Ratingagenturen die europäische Gemeinschaftswährung. Des Weiteren ist das Wirtschaftswachstum in der Eurozone nach wie vor instabil. Der EUR bleibt vorerst unter Druck gegen den USD.
JPY – JPY aufgrund zurückkehrender Risikobereitschaft rückläufig
Als Folge positiver US-Konjunkturdaten setzt der japanische Yen seinen Abwärtstrend gegen den USD und andere risikoreiche Währungen fort, während die Nachfrage nach gewinnträchtigen Währungen steigt. Der Yen notierte heute Morgen bei 129,97 EUR, nachdem Japans Währung gestern um 0,4% gegen die europäische Gemeinschaftswährung abschwächte. Zum USD schloss der Yen bei 88,43 pro Dollar. Die Rückkehr zur Risikobereitschaft unter den Händlern macht den JPY erneut zur primären Finanzierungswährung.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Ein neues Cross des Slow Stochastic -Tendenz steigend- hat sich auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine Kurskorrektur nach oben bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Eine gute Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
GBP/USD
Die Tages-Chart gibt für GBP/USD unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch befindet sich der RSI der Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass hier eine Preiskorrektur nach unten bevorsteht. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsgrenze erfolgt.
USD/JPY
Das zinsbullische Momentum dieses Paares setzt sich in vollem Umfang fort. Die 88,80-Marke wurde gestern bereits überschritten. Als nächstes wird das 89,25-Level anversiert. Sollte ein Durchbruch erfolgen, werden sich voraussichtlich weitere Aufwärtstendenzen einstellen.
USD/CHF
Die inzwischen typischen Kursschwankungen für USD/CHF setzten sich auf der Stunden-Chart fort. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic schwanken im neutralen Bereich. Die Stunden-Chart gibt ebenfalls gemischte Signale ohne eindeutige Ausrichtung aus. Eine gute Strategie könnte hier lauten: Warten Sie deutlichere Signale ab, bevor Sie diesem Markt beitreten.


