2009-12-14

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD weiterhin stärker
In der vergangenen Woche setzte der USD seinen Aufwärtstrend auf breiter Front fort. Mit einem Anstieg von über 300 Punkten zum EUR, rutschte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,460 ab. Auch zum Pfund Sterling schloss der USD fester.
Der zinsbullische Dollar lässt sich gegenwärtig überwiegend auf positive Konjunkturdaten aus den USA zurückführen. Die US-Handelsbilanz, deren letztes Ergebnis die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen im Monat Oktober widerspiegelte, wurde bei -$32,9 Mrd. ausgegeben. Das Resultat übertraf die Prognosen der Experten bei weitem und fiel deutlich besser aus als der letzte Wert des Vormonats mit -$36,5 Mrd. Allem Anschein nach beginnt sich die US-Exportindustrie zu erholen, was unmittelbar den Dollar stützt. Darüber hinaus stieg der US-Einzelhandelsumsatz im Monat November um 1,3%. Analysten hatten einen Anstieg von lediglich 0,6% erwartet. Solange positive Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht werden, bleibt der US-Dollar seinem Aufwärtstrend voraussichtlich treu, so die Marktteilnehmer.
Wichtigster Indikator aus den Vereinigten Staaten in dieser Woche ist der für Mittwoch um 20:15 Uhr erwartete Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve. Entsprechend wird der Offenmarktausschuss der Notenbank das Ergebnis der Sitzung des Fed-Funds-Zielsatzes bekannt geben, der wiederum den US-Leitzins für Dezember bestimmt. Derzeitigen Erwartungen zufolge soll die Fed ihren Leitzins unverändert auf dem aktuellen Stand belassen. Sollte die US-Notenbank jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, könnten sich die Märkte neu ordnen.

EUR – EUR schließt uneinheitlich gegen Hauptwährungen
In der letzten Woche ergab sich für den EUR ein äußerst volatiler Handel. Gegen den USD setzte die europäische Gemeinschaftswährung ihren Abwärtstrend fort. Das Paar EUR/USD rutschte bis unter die Marke von 1,4600. Zum Yen und Pfund schloss der EUR uneinheitlich.
Die EUR-Kursschwankungen scheinen sich gegenwärtig aus den unterschiedlich ausgefallenen Konjunkturdaten der führenden Industrienationen in der Eurozone zu ergeben. Einerseits ging der deutsche Industrieeingang im Monat Oktober um 2,1% zurück und Frankreichs Handelsbilanz enttäuschte die Prognosen von -2,3 Mrd. EUR, da sich das Ergebnis auf -4,4 Mrd. EUR belief. Andererseits drehte die deutsche Handelsbilanz im Oktober mit 12,9 Mrd. EUR ins Plus. Darüber hinaus stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland auf Jahressicht erstmals seit Monaten. Im Vergleich zum Vormonat ging der entsprechende Index jedoch leicht um 0,1% zurück. In Übereinstimmung mit den vorgenannten deutschen Indikatoren scheint sich die Wirtschaft in Deutschland auf Erholungskurs zu befinden.
Für die kommende Woche erwarten wir einige interessante Veröffentlichungen aus der Eurozone: Wichtigste unter ihnen sind Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen, die am Dienstag bekannt gegeben werden. Anleger sollten das Ergebnis gut im Auge behalten. Daten, die über den Erwartungen liegen, könnten die jüngsten EUR-Verluste der letzten zwei Wochen gegen den USD wieder ausgleichen.

JPY – Yen wieder im Aufwärtstrend
In der letzten Handelswoche schloss auch der japanische Yen gegen die Hautgegenwährungen uneinheitlich. Zum US-Dollar und EUR setzten sich Kursgewinne fort, während der JPY gegen Großbritanniens Pfund Sterling Verluste verbuchte.
Dabei stützen positive Konjunkturdaten aus Japan die Inselstaatwährung im vorwöchentlichen Handel. Japans Frühindikatorindex kletterte im Oktober auf 89,7 Punkte. Der Index gilt als Konjunkturvorlaufindikator der japanischen Wirtschaft. Hier handelt es sich um einen Sammelindex der Frühindikatoren, der 12 Unterindizes, unter anderem aus den Sektoren Arbeitsmarkt, Produktion und Auftragseingang umfasst. Der weit über 50 Punkte liegende Indexstand weist auf eine Expansion der wirtschaftlichen Tätigkeit in den kommenden sechs Monaten hin. Dies könnte dem Yen neuen Auftrieb verleihen.
In dieser Woche veröffentlicht Japan am Dienstag den Bericht Tertiary Industry Activity, der den monatlichen Gesamtwert der von japanischen Firmen erworbenen Dienstleistungen darstellt. Sollte sich das Ergebnis auf die Prognose von 0,5%-Wachstum belaufen, könnte der Yen weitere Unterstützung finden.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Gemäß dem Relative Strength Index (RSI) auf der Stunden-Chart, wird sich für dieses Währungspaar bereits in näherer Zukunft ein bärischer Trend ergeben. Die Bollinger Bands derselben Chart weisen auf bevorstehende Volatilität hin. Verkaufen könnte heute die bevorzugte Strategie sein.

GBP/USD
Der Slow Stochastic der Stunden- und 4-Stunden-Chart gibt GBP/USD im neutralen Bereich aus. Der RSI der Stunden-Chart bestätigt diesen Wert. Anleger sollten weitere Entwicklungen des Währungspaares vorerst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY
Der RSI der 4-Stunden-Chart kennzeichnet aktuelle Abwärtstendenzen für USD/JPY. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt diesen Trend jedoch nicht und lässt erkennen, dass das Paar im neutralen Bereich schwankt. Händler sollten auch hier zunächst auf deutlichere Signale warten, bevor sie eine Entscheidung treffen.

USD/CHF
Die Bollinger Bands auf der 2-Stunden-Chart signalisieren einen volatilen Handel in unmittelbarer Zukunft. Der RSI der 8-Stunden-Chart gibt ähnliche Signale aus. Hier ist ein sich ankündigender rückläufiger Trend deutlich zu erkennen. Bei diesem Paar könnte es von Vorteil sein, heute auf fallende Kurse zu setzen.

 

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