2009-12-17
Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard
Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD notiert mit Kursgewinnen nach Fed-Protokoll
Neuen Auftrieb erhielt der USD am Mittwoch, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve in ihrem Protokoll des Offenmarktausschusses mitteilte, dass es eindeutige Zeichen für eine Erholung der US-Wirtschaftslage sowie eine Verbesserung am US-Arbeitsmarkt gäbe. Wie erwartet hält die Federal Reserve Bank an ihrer Nullzinspolitik trotz der positiven Konjunktursignale fest. USD schloss dennoch fester gegen EUR und Yen.
Größten Einfluss auf den Dollar wird heute das Ergebnis zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche) um 14:30 Uhr nehmen. Die Prognosen der Analysten belaufen sich auf 465.000 Erstanträge, was 9.000 Anträgen weniger als in der Vorwoche entspricht und den Dollar weiter stützen kann. Sollte das Ergebnis enttäuschen und die Zahl von 500.000 gestellten Anträgen überschreiten, könnte das wiederum auf die Stimmung am US-Markt drücken. Neue Abwärtstendenzen für den USD wären dann nicht unwahrscheinlich, von denen der EUR wiederum profitieren könnte.
EUR – EUR fällt unter $1,4500
Der EUR fiel heute Morgen unter die psychologisch wichtige Marke von 1,4500 gegen den US-Dollar und handelt aktuell bei 1,4465. Zurückführen lassen sich diese Kursverluste unter anderem auf die anhaltenden Sorgen um die Schuldenlast einiger europäischer Mitgliedsstaaten sowie auf optimistisch gestimmte US-Märkte.
Zum japanischen Yen gab der EUR im frühen Morgenhandel nach und notierte hier bei 129,92. Viele Investoren konzentrieren ihre Positionen derzeit auf die Safe-Haven-Währungen USD und Yen. Für EUR/JPY könnten sich heute weitere Kursverluste einstellen.
Aus der Eurozone werden an diesem Handelstag keine bedeutenden Indizes veröffentlicht. Hinweise zur Bestimmung nächster Tendenzen der unter Druck geratenen europäischen Währung, stehen Händlern heute über andere Quellen zur Verfügung. Dazu zählt beispielsweise das Ergebnis der US-Arbeitslosenerstanträge. Entspricht das Resultat den jüngsten positiven US-Konjunkturaussichten, wird der EUR voraussichtlich im Nachmittagshandel weitere Kursverluste verbuchen. Im umgekehrten Fall kann der EUR angesichts enttäuschender US-Zahlen wieder aufwerten.
JPY – Yen verliert gegen US-Dollar
Auch Japans Yen belastete der jüngste Aufwärtstrend des USD. Aktuell handelt die Inselstaatwährung über der Marke von 90,00 gegen den Dollar. Gegen den EUR zeichnet sich ein besseres Bild ab. Hier handelte die japanische Währung heute Morgen um 129,80.
Ein Blick auf den heutigen Handelstag: Voraussichtlich wird der Yen auf seinem derzeitigen Niveau bleiben. Nach wie vor versucht die japanische Regierung den Wert ihrer Währung niedrig zu halten, um Japans Exportindustrie anzukurbeln. Händler gehen davon aus, dass heute jegliche US-Konjunkturdaten, die den USD belasten, eine positive Wirkung auf den JPY haben werden.
Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Für EUR/USD ergaben sich in den vergangenen zwei Wochen äußerst bärische Tendenzen. Dies könnte sich jedoch bereits heute ändern. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich das Paar inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Aktuell bewegt dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Eine gute Strategie könnte lauten: bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
USD/JPY
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert USD/JPY um die 90,10-Marke. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich der jüngste Aufwärtstrend seinem Ende zuneigt und eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte eine gute Wahl heute sein.
USD/CHF
USD/CHF verhielt sich in den letzten 2 Wochen äußerst zinsbullisch. Die technischen Daten bestätigen jedoch mögliche Abwärtstendenzen für heute. Der RSI der Tages- und 4-Wochen-Chart zeigt, dass sich das Paar inzwischen im „überkauften“ Bereich befindet. Eine Kurskorrektur nach unten steht unmittelbar bevor. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich heute auszahlen.


