2009-12-18

Mit freundlicher Genehmigung von Forexyard

Die wichtigsten Währungen – aktuelle Meldungen
USD – USD auf 3-Monats-Hoch gegen EUR
Wieder einmal wertete der USD am Donnerstag deutlich gegen einige Hauptwährungen auf und markierte dabei ein neues 3-Monats-Hoch zum EUR. Getragen wurde der USD-Aufwärtstrend von neuen Sorgen um Griechenland. Abzuwarten bleibt, in wie weit der EU-Mitgliedsstaat in der Lage ist, sein enormes Staatsdefizit zu reduzieren. Vorsichtige Händler vermieden es gestern, weitere EUR-Positionen zu eröffnen. Darüber hinaus bewegt die Marktteilnehmer die US-Währungspolitik. Zu welchem Zeitpunkt wird die US-Notenbank Federal Reserve ihre nach wie vor lockere Zinspolitik beginnen zu straffen?
Zum EUR wertete der USD gestern um 0,9% auf und schloss bei 1,4389. Der Eröffnungspreis lag bei 1,4522. Am Mittwoch senkte Standard & Poor’s (S&P) als zweite Ratingagentur die Kreditwürdigkeit für Griechenland. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Ratingagentur Fitch ihr Rating für Griechenland herabgestuft. Diese zweite Herabstufung sorgte für Aufregung an den Finanzmärkten und brachte den EUR erneut unter Druck. Anleger fragen sich, ob es womöglich inzwischen um die US-Wirtschaft besser bestellt ist, als um die Eurozonen-Konjunktur. Möglicherweise hebt die US-Notenbank ihren Leitzins vor der EZB an. Am Mittwoch hatte die Fed im Rahmen des Offenmarktausschusses entschieden, ihre Zinsraten unverändert zu belassen. In Anbetracht des jüngsten USD-Aufwärtstrends könnte sie diese Entscheidung bei ihrem nächsten Treffen gegebenenfalls überdenken.
Der heutige Handel wird überwiegend von Konjunkturdaten aus der Eurozone bestimmt werden. Wichtigster Indikator unter ihnen ist der Deutsche ifo Geschäftsklimaindex. Die monatlich vom Institut für Wirtschaftsforschung erhobenen Daten setzen sich aus Angaben von Unternehmen der Sektoren verarbeitendes Gewerbe, Bauwesen, Groß- und Einzelhandel zur gegenwärtigen Geschäftslage zusammen. Der Index gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Das ifo veröffentlicht seinen Geschäftsklimaindex für den Monat Dezember heute um 10:00 Uhr. Der Aufwärtstrend des USD könnte sich im heutigen Handel fortsetzen und das Währungspaar EUR/USD der bedeutenden Unterstützungsmarke 1,4270 näher bringen.

EUR – Griechenlands Staatsschulden drücken EUR-Kurs
Nach der gestrigen zweiten Herabstufung für Griechenland und die Kreditwürdigkeit des Landes durch die Ratingagentur S&P, nehmen Anleger die Lage der europäischen Wirtschaft aufs Neue unter die Lupe. Dabei ergibt sich unter den Marktteilnehmern ein Meinungsumschwung: Welche Konjunktur erholt sich tatsächlich schneller – die der USA oder Europas Wirtschaft?
Händler gehen aktuell neue Strategien ein. Einige sind der Meinung, dass der EUR in letzter Zeit zu stark aufgewertet hatte, denn Ende November kletterte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,5143. Seit diesem Hoch wurden überwiegend Abwärtstendenzen beobachtet. Inzwischen handelt das Paar unter 1,4350. Ursache hierfür sind die verbesserten Konjunkturerwartungen in den USA, eine mögliche Straffung der US-Währungspolitik, einschließlich einer Zinsanhebung sowie eine anhaltende Schwäche der Eurozonen-Wirtschaft nach Auffassung der Händler.
Während wirtschaftlich stärkere Mitgliedsländer wie Deutschland und Frankreich die Finanzkrise mithilfe größerer staatlicher Finanzspritzen mittlerweile zu überwinden scheinen, verlangsamen Staaten mit schwacher Wirtschaftsentwicklung wie Griechenland, Spanien und Österreich das Erholungstempo der Konjunktur in Europa im Vergleich zu Übersee. In Sachen finanzpolitische Verantwortlichkeit haben die USA gegenüber der Europäischen Union einen bedeutenden Vorteil, der sich nationaler Zusammenhalt nennt und ein Entscheidungsgremium innerhalb einer bundesstaatlichen Regierung vorsieht.

JPY – Nur JPY schließt gegen USD fester
Im Gegensatz zu übrigen Hauptwährungen verzeichnete Japans Yen gestern Kursgewinne gegen den USD. Das Währungspaar USD/JPY rutschte um 0,7% ab und handelt aktuell um 89,5656. Im frühen Morgenhandel konnte das Paar die wichtige Unterstützungsmarke von 89,00 jedoch nicht überwinden.
Die Yen-Stärke und ihre negative Wirkung auf die Exportindustrie des Landes machen der japanischen Regierung weiterhin Sorgen. Vize-Premier Kan sprach sich gestern erneut für eine Abwertung des JPY aus. Ein schwacher Yen stützt die japanische Wirtschaft, so Japans Währungshüter. Japanische Exportgüter wären auf dem globalen Markt billiger, könnten die Wirtschaftserholung des Inselstaats ankurbeln und eine erneutes Abrutschen in die Rezession verhindern.

Ausgewählte Forex-Paare – aktuelle Trends
EUR/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz. Wir empfehlen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

GBP/USD
Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine zinsbullische Ausrichtung ergibt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

USD/JPY
Dieses Paar unterliegt seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

USD/CHF
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst zinsbullische Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch darauf schließen, dass sich bereits in nächster Zukunft eine Trendwende einstellen kann. Beispielsweise verdeutlicht der Slow Stochastic auf der Tages-Chart einen sich ankündigenden rückläufigen Umschwung. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Wahl sein.

 

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